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  • Dana

    Trainee

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About me

  • Hallo,

    ich bin eine 28 jährige Studentin und kämpfe seit meiner Pubertät mit einem gestörten Essverhalten.

    Dem Druck gesellschaftlicher Normvorstellungen kann ich nicht standhalten- überall, in den Medien, in der Schule, in der Uni, in der Kneipe und so weiter treffe ich auf Vorstellungen, die Schlanksein und bestimmte Körpermaße propagieren und gleichsetzen mit Schönheit, Erfolg und Erwünschtheit.
    Abweichungen werden belächelt, abgewertet, diskriminiert.
    Diese Erfahrung machen zu müssen, hat mich früh gelehrt, meinen Körper zu hassen und zu empfinden, dass ich nicht richtig bin und nicht wertvoll.

    Meine eigenen Eltern haben mir schon früh zu verstehen gegeben, dass ich nicht schön bin- zu dick- ich solle mich doch lieber zuhause verstecken, damit sie sich nicht vor den Nachbarn für mich schämen müssten... Und zu diesem Zeitpunkt hatte ich Normalgewicht...
    Ich frage mich, wie man einem jungen, heranwachsenden Mädchen, das auf die elterliche mentale Unterstützung angewiesen ist um gute Entwicklungschancen zu haben, soetwas sagen kann.
    Verunsicherung wäre die noch erträglichere Konsequenz der Behandlung meiner Eltern gewesen ( es gab jahrelange Demütigungen und mir wurde immer wieder zu verstehen gegeben, dass ich nicht gut genug sei und nicht schön).
    Aber die Geburt einer Essstörung und tiefen Minderwertigkeitskomplexen war tatsächlich die Folge.
    Seit meiner frühen Jugend leide ich desweiteren unter einer Körperschemastörung und Dysmorphophobie ( der Angst/ der Überzeugung, abgrundtief häßlich zu sein).

    In der Pubertät versuchte ich zunächst, durch Hungern in ein gewünschtes Schema meines Umfeldes hineinzupassen. Das gelang mir aber nicht konsequent und ich entwickelte die BED.
    Da meine Essensaufnahme kontrolliert wurde und ich Ärger bekam, wenn ich davon abwich, begann ich, heimlich zu essen, wenn meine Eltern nicht da waren. Ich wusste zB., dass sie für eine dreiviertel Stunde ausser Haus waren und stopfte in diesem Zeitfenster so viel ich konnte in mich hinein- denn wenn sie zurück waren, war die Chance vorbei.

    Als ich von zuhause ausgezogen war, fehlte die elterliche Kontrolle. Ich schwankte zwischen Diätenwahn und FA-Phasen.
    Dann gab es Jahre, in denen ich die Diäten ganz sein ließ und nur noch überaß.
    Hin- und wieder abstinente Zeiten. Drastische Gewichtsschankungen.

    Es ging mir seelisch sehr schlecht- eigentlich seit meiner Kindheit- diese hat mich stark traumatisiert, körperliche und seelische Misshandlungen haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin.

    Ich habe eine schlimme, traumatisierende Biographie hinter mir, nachdem ich ausgezogen war, die ich bis heute nicht verarbeitet habe. Eigentlich bin ich innerlich völlig zerstört und frage mich oft, woher ich die Zuversicht und den Mut nehmen soll, den nächsten Tag zu bewältigen. Ich habe Gewalt erlebt, Zuhälter, Prostitution, Flucht durch quer Deutschland- und Menschen haben mich geschändet- nein, ich habe mich schänden lassen.
    Die Erinnerungen verfolgen mich jeden Tag und verdunkeln alles. Ich fühle mich beschmutzt und wie ein Lebewesen in Schande.

    Der Beginn des Studiums ( mit 27 erst) ist ein letzter Versuch, und war ein sehr anstrengender Ausbruch, von ganz tief unten wieder neu und konstruktiv zu beginnen.
    Zwar glaube ich nicht, dass die Wunden meiner Vergangenheit jemals ganz heilen können- was zerstört wurde, liegt zu tief, man ist mir zu nah gekommen, aber ich blicke in die Zukunft und kämpfe.

    Soziale Kontakte fallen mir schwer, weil ich so Schreckliches von Menschen erfahren habe. Ich lebe sehr sehr zurückgezogen. Dennoch bemühe ich mich, immer freundlich und warmherzig aufzutreten und zu differenzieren- das Gute im Menschen zu suchen und nicht jene, die nichts dafür können dafür verantwortlich zu machen, was andere mir angetan haben.

    In die Stadt oder zur Uni gehe ich in weiter Kleidung, die meinen Körper versteckt. Ich ertrage die vermeintlichen Bewertungen der Menschen nicht. Ich möchte unauffällig sein, niemand soll mich ansehen, gerade Männer sollen mich ignorieren.

    Die BED ist weiterhin ein großes Problem in meinem Leben und Alltag. Sie, meine Depressionen und Traumatisierungen werde ich in einer Therapie angehen.

    Mein Wunsch ist es, das Studium beenden zu können. Ausserdem möchte ich in meinem Leben irgendwann für eine Ausstiegshilfe-organisation für Prostituierte tätig sein- eine Herzensangelegenheit.
"... und wenn ich mich vor dir niederwerfen würde und weinen und erzählen,
was wüsstest du von mir mehr als von der Hölle, wenn dir jemand sagt,
sie ist heiss und fürchterlich."
Franz Kafka

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  • Date of registration

    Monday, January 11th 2010, 7:54pm

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    Friday, July 23rd 2010, 9:42am

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