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  • Sina

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Über mich

  • STECKBRIEF

    1. Wie alt bist du?

    31


    2. Wie lang leidest du schon unter BED/Essstörungen?

    Seit meinem 8. oder 9. Lebensjahr BED, ab dem 21. Lebensjahr bulimisches Verhalten vermischt mit "reinen" FAs und mit 27/28 Jahren mal eine Diät-/Hunger-/Fress-Brech-Phase, wo ich dann ausnahmsweise auch mal schlank war.



    3. Wie kamst du darauf betroffen zu sein (Schlüsselmomente)?

    "Abartig verfressen" fand ich mich schon immer. Dass ich mich mit Essen tröste und motiviere, war mir auch schon in der Pubertät klar. Dass dieser "unausweichliche Zwang", leckeres Essen auffressen zu müssen irgendwie "was Extremeres" sein muss, als der Appetit, den normale Menschen am Buffet verspüren, habe ich spätestens mit 20 nach einer ausgedehnten
    Familienfeier geahnt. Aber mir eingestehen wollte und konnte ich den wirklichen Krankheitswert dessen nie, denn ich wusste ja nichts von BED. Also konnte es nach meinem damaligen Kenntnisstand keine Essstörung sein, d.h. also doch nur
    Disziplinlosigkeit. "Meine" bulimischen Phasen habe ich übrigens nie als Essstörung gesehen, weil ich mich immer zum Erbrechen zwingen musste und außerdem nicht schlank wurde dadurch. Vor BED habe ich das erste Mal mit 28 (vor 3 Jahren) gelesen, da war mir klar, dass ich genau das habe.

    Ironischerweise wurde bei mir aber nur mal Bulimie diagnostiziert, weil ich da zufälligerweise normalgewichtig war und ne K*tzphase hatte.



    4.Worin siehst du die Ursachen deiner Essstörung?

    Ehrlich?
    So richtig echte Ursachen habe ich nicht. Gierig war ich - nicht nur beim Essen, sondern immer auf der Suche nach dem perfekten Ich, nach der perfekten Leistung, der perfekten Liebe, der ultimativen Aufmerksamkeit... und habe leider zu schnell rausgefunden, dass Essen die einzige Möglichkeit ist, meine Gier recht unproblematisch zu stillen.




    5. Was bedeutet es für dich Binge Eater zu sein?

    Ein eigentlich lebenshungriges Wesen, das sich seine Träume durch die Unfähigkeit, den Alltag normal zu bewältigen, ZERFRESSEN hat.




    6. Behandlung

    * Warst/Bist du in einer Therapie?

    nein


    * Warst du schon mal in einer Klinik?

    ja, Psychiatrie


    * Hat es dir etwas gebracht?

    nein, außer dass ich lebe


    * Welche Form bzw. welchen Weg würdest du empfehlen?

    Möglichst früh das Problem ernst nehmen, wenn einem auffällt da stimmt was nicht/da belastet mich was mehr als normal, diese Angelegenheit verursacht mir Leidensdruck... bevor es eine chronische Essstörung wird. Möglichst nicht soweit kommen lassen, dass man gar nicht mehr kann und "zusammenbricht" und in so einer furchtbaren Psychiatrie landet, sondern ambulant Hilfe suchen (Internet, Beratungsstelle, Hausarzt, Psychotherapeut) und es zunächst mit einer Verhaltenstherapie versuchen (an die "intensiveren" Therapieformen kann man später noch rangehen). Vielleicht zusätzlich ein ausdrucksstarkes künstlerisches Hobby - ober gleich Kunsttherapie.


    * Was hat Dir gar nicht zugesagt?

    In der einen Psychiatrie sozusagen null Therapie/Beschäftigung - die ganzen Tage abgesehen von den Visiten und Besuchen von Freunden nur fressend(!) auf dem Bett gelegen.
    In der anderen Psychiatrie das Gegenteil, nämlich dass ich zu Therapieformen gezwungen wurde, die mir gar nicht zugesagt haben, ich bin mir völlig übergangen vorgekommen. Etwas mehr Mitspracherecht hätten Patienten schon verdient, jedenfalls sofern sie nicht Dinge fordern, die eindeutig schädlich für sie wären.

    Allg. auch außerhalb von Kliniken: Bin keine Freundin von Psychoanalytikern bzw. deren Dogmatismus.



    7. Was für eine Rolle spielt die Ernährung für dich?

    Zur Zeit keine große Rolle (bin ja nicht auf Diät *grins*). Ich esse regelmäßig, selbstgekocht und abwechslungsreich, das sollte genügen. Auf dogmatische Ernährungslehren, die gerne als Allheilmittel verkauft werden, stehe ich absolut nicht.




    8. Welche Ernährungsform würdest du für dich wählen?

    s.o.


    9. Wie siehst du deine Zukunft und was sind deine Ziele?

    Zukunft? Was ist das? Sorry, ich bin seit längerer Zeit zu depressiv, um mir darüber "richtige" Gedanken zu machen.
    Na ja, obwohl ich es nicht für realistisch halte und es eher mit einem "du musst doch jetzt endlich mal" verbunden ist: Ich müsste wieder schaffen, ein unabhängiges Leben führen mit nem Job und ner Wohnung ganz für mich allein... und vielleicht noch ein bisschen Karriere machen *ähem*




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