Sunday, September 26th 2010, 2:55pm
Abstract
Essstörung ist ein Sucht-Mechanismus
Article
Mit der Essstörung bezeichnet man eine Verhaltensstörung die meist in ernsthaften Gesundheitsschädigungen enden. Die ständigen Auseinandersetzungen mit dem Essen bestimmen hier den Alltag. Sei es die eigentliche Nahrungsaufnahme oder die absolute Verweigerung. Die Gründe sind in der psychosozialen Störung und mit der Einstellung zum eigenen Körper.
Wenn das Verhalten zwanghaft ist, dann spricht man von einer Sucht bzw. Abhängigkeit.
Die Klassifikation nach ICD-10 ist:
F50.4 - Essattacken bei anderen psychischen Störungen
F50.8 – Sonstige Essstörungen
Der Mechanismus:
Bei allen bekannten Essstörungen spricht man von Sucht-Mechanismen oder im Medizinischen von Abhängigkeit. Hinter der Sucht steht die eigentliche Suche nach Beziehung, Liebe, Glück, Zufriedenheit oder Lust, die auf diesem Wege natürlich erfolglos bleibt.
Es ist eine Ersatzhandlung wo die geistige und emotionale Auseinandersetzung mit dem Nahrungsmittel im absoluten Vordergrund steht.
Soziale Kontakte oder Anforderungen des Alltags werden hier vernachlässigt oder gar im schlimmsten Fall außeracht gelassen.
Bei der Essstörung ist nicht das Nahrungsmittel als Suchtsubstanz zu sehen, sondern die Beschäftigung mit der Ernährung und dem eigenen Körperbild.
Wie bei allen Arten von Süchten sind die Suchtmittel veränderlich und die verschiedenen Arten der Essstörung können sich ineinander vermischen.