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[Frage] Thema wiegen

Dieda

Unregistered

1

Wednesday, January 6th 2010, 2:09pm

Thema wiegen

Soll man sich mit einer Binge Eating Störung lieber nicht wiegen?

N811e

Unregistered

2

Wednesday, January 6th 2010, 2:27pm

Also ich würde sagen, dass die Waage mir bei meinem Problem nicht helfen kann.

Ich will ja mein Essverhalten stabilisieren. Mein Ziel ist natürlich unterbewusst auch, dass ich dann dadurch abnehme, aber generell wäre es so, dass ich es auch nicht ändern könnte, wenn ich dadurch nicht abnehme. Mein Ziel ist ja ohne Essanfälle auszukommen. Wenn ich das schaffe, geht es mir gut. Wiege ich mich dann und merke, dass ich trotzdem nicht abnehme, dann mindert das ja wieder meine Motivation weiter abstinent zu sein. Der Umkehrschluss funktioniert bei mir sowieso nicht auf Dauer. Selbst wenn ich gut abnehmen würde, könnte mich das Gewicht auf der Waage nicht davon abhalten Essdruck zu widerstehen. Insofern würde ich sagen: Wiegen bringt mir keinen Vorteil, also kann ich es auch sein lassen.

3

Wednesday, January 6th 2010, 2:51pm

ach die liebe waage .... ;(



ich denke 1 mal in 7 Tagen um zu wissen wo man steht ist ok ...

die Menge macht es halt ...ich denke zu oft ist nicht gut, es erzeugt nur noch mehr druck



:pinch: Tobi

Ayla

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4

Wednesday, January 6th 2010, 3:46pm

Ich würde das nicht an BED festmachen, sondern an der ES. Also ich habe mich früher mit ständigem Wiegen selbst gegeißelt. Es war geradezu zwanghaft. Daher hatte ich meine Waage verbannt.
Mittlerweile kann ich ganz gut mit umgehen und habe wieder eine. Ich wiege mich sehr unregelmäßig, alle paar Wochen mal.
Auch aus den Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen. (Goethe)



Leilah

Unregistered

5

Wednesday, January 6th 2010, 7:38pm

Ein "normales" Verhalten finde ich ok - sei es nun durch eine Waage oder eine hose wo man merkt dass man zu- oder abgenommen hat. Manchm al merke ich gar nicht dass ich stänig überesse, sowas seh ich dann eher an der Waage...allerdings ist mein Stoffwechsel durch den diäten und es-scheiss so durcheinander dass ich mal sogar nach starken FA-phasen sehr viel abgenommen hab und mal esse ich "normal" wochenlang ohne FAs und ohne Überessen und nehme 1-2 kilo zu...seitdem ich sport mache ist das eigentlich noch schlimmer geworden...deshalb versuche ich mich wenig zu wiegen...dh für mich so alle 1-2 wochen...aber NIE montags ..weil da war WE dh oft FAs und dann bin ich montags schon völlig fertig und die spirale beginnt....meine Therapeutin meinte dazu nur "wieso wollen sie sich unbedingt den tag versauen....selbst normale menschen wiegen oft nach einem WE mehr"...

ich hatte auch phasen wo ich nie gewogen habe...monatelang...und dann hatte ich jahre..wo ich ein opfer der waage war..ich hatte 17 !!!!!! waagen (zu Hause, im auto, im büro)...ich hab mich manchmal 50 mal am tag gewogen...und es hat die ES nur noch verstärkt....

Leilah

6

Friday, January 8th 2010, 10:39am

Ich selbst habe im Rahmen meiner Therapie (1999-2006) die Waage verbannt. Das war auch absolut nötig, da ich zum einen 20mal am Tag auf die Waage gestiegen bin und bei 200 Gramm Abnahme geradezu euphorisch und bei 100 Gramm Zunahme depressiv wurde. Zum anderen geriet in so einen Druck, dass ich langsam aber sicher Panik vor der Waage bekam, sie aber nicht meiden konnte. Nach einigen Jahren NICHT-Wiegen wiege ich mich nun seit ca. 2 Jahren wieder, allerdings in Gegenwart meiner Frau und auch nur einmal im Monat. Danach nimmt meine Frau die Waage wieder in Gewahrsam.

Gruss

Petrus
Das größte Hindernis zu leben, ist die Erwartung, die vom Morgen abhängt.

(Seneca, 1 - 65 n.d.Z.)

7

Friday, January 8th 2010, 9:52pm

Bei mir ist es so, dass es nicht wirklich die Waage ist, die mich unter Druck setzt. Ich wiege mich zwar ziemlich oft, aber viel zwanghafter ist bei mir die "Überprüfung" im Spiegel.
Denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mit Zahlen auf Waagen nicht viel anfangen kann, da der selbe BMI bei zwei Menschen total unterschiedlich aussehen kann!
Also bin ich eher auf die abendliche Kontrolle im Spiegel fixiert.
Was aber genauso dumm ist wie ein ständiges Wiegen.

Kennt jemand das? Oder interessieren Euch eher die Zahlen?

N811e

Unregistered

8

Friday, January 8th 2010, 10:28pm

Also ich hab zwei "Ticks", die zu unterschiedlichen Zeiten mehr oder weniger stark ausgeprägt sein können. Ich hatte schon Phasen, da hab ich mehfach am Tag überprüft, ob ich ein Doppelkinn bekomme und manchmal sehe ich mir noch im Bett nach dem Aufwachen an, wie mein Bauch aussieht. Interessanterweise sind das keineswegs meine "Problemzonen", sondern eher die Stellen, die bei mir im Vergleich ganz gut wegkommen... Ist interessant, denn das fällt mir jetzt erst beim Schreiben auf... Sonst interessieren mich eher die Zahlen. Ich versuche mich nicht so intensiv im Spiegel zu beäugen, das tut mir nicht gut ;(

9

Friday, January 8th 2010, 11:10pm

Ja, mir bekommt das intensive Betrachten auch nicht gut, aber ich kann es trotzdem nicht aufgeben, eine Art Zwang...

Ja, das kenne ich. Ich kontrolliere häufig auch Stellen, die nicht so schlimm sind, z.B. meine Hüftknochen.
Vielleicht ist dieses Kontrollieren ja unterbewusst, um ein besseres Gefühl zu bekommen, wenn man sieht, dass es doch nicht so schlecht ausschaut. In so einer pessimistischen Art und Weise, also erst alles schlecht sehen, das schlechteste erwarten und dann positiv überrascht werden.
Vielleicht auch nicht... ?(

Es ist wirklich merkwürdig, über was man sich alles Gedanken machen kann... :rolleyes:

N811e

Unregistered

10

Friday, January 8th 2010, 11:16pm

Bei mir ist es sogar ganz sicher so, dass ich das mache um mich zu selber zu beruhigen. In einer guten Phasen, in der ich abstinent esse würde ich wohl nicht auf die Idee zu kommen die "Überprüfungen" vorzunehmen... Mir wird der Mechanismus gerade erst bewusst und ich wundere mich über mich selber...

11

Friday, January 8th 2010, 11:22pm

Es gibt unglaublich viele Mechanismen, die unserer Unterbewusstsein steuert, ohne das wir darauf aufmerksam werden.

Unser Handeln wir zu 60 % vom Unterbewusstsein gelenkt.

Blöde Tatsache. Ich mag es nicht, wenn ich Dinge tue, ohne Einfluss darauf zu haben. X(

N811e

Unregistered

12

Friday, January 8th 2010, 11:24pm

Ich auch nicht :huh:

Ich arbeite da auch dran, dass ich mir manche Dinge wieder mehr bewusst mache... Achtsamkeit usw.

13

Saturday, January 9th 2010, 10:08am

Achtsamkeit ist für mich ein sehr wichtiger Punkt! Und zwar ACHTSAMKEIT mir selbst gegenüber .... sehr schwierig.

LG,

Sonja.
Die Hoffnung ist der Regenbogen über dem herabstürzenden Bach des Lebens. (Friedrich Nietzsche)

14

Saturday, January 9th 2010, 12:33pm

Achtsamkeit ist für mich ein sehr wichtiger Punkt! Und zwar ACHTSAMKEIT mir selbst gegenüber .... sehr schwierig.

LG,

Sonja.


Liebe Sonja, und Ihr anderen,

vielleicht hilft Euch dieses Buch:

Thich Nhat Hanh: Das Wunder der Achtsamkeit.

Thich ist ein vietnamesischer Zen-Mönch, und lehrt eine ganz alltagspraktische Form buddhistischer Meditation, die er hier in diesem Buch beschreibt. Eine Teilüberschrift seiner Buches heisst z.B. "Abwaschen um abzuwaschen", und er meint das genau so, wie er es sagt: Er beschreibt dort das Geschirrabwaschen als meditativen Akt, und so sieht er das ganze Leben. Obwohl ich selbst kein Buddhist mehr bin, liebe ich dieses Buch nach wie vor, ich denke, ich habe es schon 10mal gelesen.

Einen lieben Gruss!

Petrus, der jetzt abwaschen geht...
Das größte Hindernis zu leben, ist die Erwartung, die vom Morgen abhängt.

(Seneca, 1 - 65 n.d.Z.)

15

Saturday, January 9th 2010, 12:48pm

Hallo Petrus,

hört sich gut an (habs mir gerade bestellt)!

Danke für den Tipp und liebe Grüße,

Sonja.
Die Hoffnung ist der Regenbogen über dem herabstürzenden Bach des Lebens. (Friedrich Nietzsche)

Dieda

Unregistered

16

Sunday, January 10th 2010, 12:11am

Vielen Dank euch für die Antworten.
So wie es aussieht handhabt das jeder ein wenig anders. Ich denke mal für mich wäre es gut mit seltenem wiegen. Mal schauen ,ob ich das hinkriege... :whistling:

17

Sunday, January 10th 2010, 12:35am

Hallo Dieda,

zum Thema "wiegen" gibt es sicher - wie so oft - kein Patentrezept. Ich wiege mich in schlimmen Fressphasen idR überhaupt nicht (das würde mir den Rest geben) .... erst wenn es mir wieder etwas besser geht steige ich mal auf die Waage :wacko: .

LG,

Sonja.
Die Hoffnung ist der Regenbogen über dem herabstürzenden Bach des Lebens. (Friedrich Nietzsche)

18

Sunday, January 10th 2010, 1:17pm

Mir geht's wie Sonja - ich wiege mich in "Fressphasen" überhaupt nicht, wenn's mir gut geht, regelmäßig ... hätte da auch gerne etwas mehr "Konsistenz" drin bzw. würde gern den Wert auf der Waage eben nur als EINEN Wert sehen und nicht mit so viel Gefühlen belasten, positiv wie negativ ...

Thich Nat Hanh finde ich auch super. Das Buch "Ich pflanze ein Lächeln" habe ich auch sehr gern gelesen ...

LG
laverne
"Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren fände, der ihn versteht."
(Heinrich Heine)

najica

Unregistered

19

Monday, January 11th 2010, 9:28pm

Also ich habe mich bisher sehr viel gewogen! Manchmal frustet es mich, wenn ich sehe ich habe viel getan...Sport und das Essen echt gut im Auge behalten und trotzdem kein Minus da ist und dann ich mal grad nen Tag bissel genascht hab und nen riesen Plus!
Ich denke ich werde versuchen mich mlal weniger zu wiegen und zu schauen ob es mir besser geht!?

Aber ja es ist wohl bei jedem Anders...

20

Thursday, January 14th 2010, 3:33pm

Hab in Sachen wiegen bei mir auch schon Erkenntnisse gewonnen.
Wenn ich in einer Fressphase bin also zunehme stelle ich mich eher selten auf die Waage und dann nur mit Grauen...
Und ab einem gewissen Gewicht - eigentlich mein von mir selbst bestimmtes persönliches Maximal Gewicht... - wenn ich das überschreite dann geh ich fast garnicht mehr auf die Waage (stecke also irgendwie den Kopf in den Sand...).
Wenn ich dann wieder abnehme, weil ich mich dann wieder eine Phase lang restriktiv ernähre, Diät mache oder vorrübergehend in den Sportwahn verfalle stelle ich mich wieder auf die Waage - je tiefer das Gewicht geht desto öfter steh ich auf der Waage. Esse dann immer weniger - weil ich denke - jetzt bin ich grad so gut dabei abzunehmen, dass muss jetzt schneller gehn. Bis ich wieder täglich manchmal mehrmals auf der Waage stehe. Manchmal hab ich auch zwei Waagen benutzt um sicher zu gehen... Der totale Wahnsinn halt. Wenn ich das Schreibe merke ich erst wie enorm krank das ist. Denn irgendwann bin ich natürlich total ausgehungert und die Fressphase beginnt von neuem. Ein ewiger Kreislauf.
Wobei ich mit den Jahren merke, dass ich Fauler geworden bin und die Fressphasen länger dauern als die Diätphasen was tendentiell bewirkt hat, dass mein Gewicht nach jeder "Runde" etwas höher geht als beim letzten Mal... Will das dringend ändern.
Gehe jetzt mal ein mal die Woche auf die Waage und schaue wie das sich anfühlt. Das ist nicht zu viel aber auch nicht so wie Kopf in den Sand stecken... ;-)

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