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Donnerstag, 31. Dezember 2009, 15:54

sich selber lieben

Hallo in die Runde!
Was macht ihr um ein besseres Selbstwertgefühl zu bekommen? Habt ihr da Tipps? Bin gespannt... :smile_1_2:

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Donnerstag, 31. Dezember 2009, 21:19

liebe dieda,
was stellst du dir denn unter einem besseren selbstwertgefühl vor?
liebe grüsse
c.
born to be.... sweet :eye:

3

Freitag, 1. Januar 2010, 20:55

Hallo Zuckersüsse !
Damit meine ich Dinge wie:
ich fühle mich wertvoll
ich kann mich lieben
ich kann mir verzeihen, wenn ich Fehler mache
ich mag mein Aussehen so wie es ist,usw

4

Freitag, 1. Januar 2010, 21:28

Hallo Dieda,

schwierig, schwierig. Ich kann wenig von dem, was Du meinst.
Ich lerne es langsam und mühsam in der Therpaie.
Fehler gelingt es mir immer besser zu verzeihen,
ich weiß dass ich wertvoll bin, fühle es aber nicht
und mich leiben??? Mal ja, mal nein, aber eher selten.
Helfen tut nur, dass ich versuche, und das jeden Tag aufs Neue, mir irgendwie Gutes zu tun, und sein es nur Kleinigkeiten.
Und ich glaube Selbstbewusstsein tanken bei einem Hobby wäre gut und immer wieder gut in sich reinhören und dementsprechend handeln, was man gerade braucht. Schwierig für mich.

lols
Geduld bringt die Leichtigkeit zwischen den Schritten.

5

Freitag, 1. Januar 2010, 21:37

Hallo Dieda,

also Tips kann ich Dir da nicht direkt geben, denn das sind ja eigentlich alles Dinge, die irgendwie "aus einem selber heraus" kommen müssen. Ich kann Dir aber vielleicht raten, dass Du bei dem Thema sehr geduldig mit Dir selber bist und immer weiter "übst" gut mit Dur umzugehen.

Was sicher hilft ist, dass Du versuchst ganz achtsam mit Dir zu sein. Wenn Du z.B. traurig wirst, dass Du dann genau aufpasst, woher dieses Gefühl genau kommt und dann auch so ehrlich zu Dir bist und es Dir eingestehst, auch wenn das manchmal nicht so leicht ist. Und die Konsequenz wäre dann, dass Du auch mal Dinge entscheidest, die für Dich gut und wichtig sind, bei denen Du aber vielleicht andere vor den Kopf stößt, um Dir selber zu zeigen, dass Du Dich wichtig nimmst, weißt Du wie ich meine?

Ist alles ziemlich abstrakt, etwas konkreter sind dann Dinge wie: sich verwöhnen, also pflegen, auch wenn man sich vielleicht noch nicht so besonders toll findet, auf schönen Schmuck und Kleidung achten, die passt und nicht jede Sekunde daran erinnert, dass man eben nicht perfekt ist, im Sinne wie man es sich vielleicht wünscht. Und man kann natürlich auch mit positiven Affirmationen auf die eigenen Gedanken wirken. Ich habe mir z.B. über einen längeren Zeitraum im Spiegel "ins Gesicht gesagt" dass ich mich genau so liebe, wie ich bin. Das ist typabhängig, das sehe ich ein, aber mir hat es sehr geholfen.

Vielleicht fällt mir noch was ein - aber das war's erst mal spontan...

6

Freitag, 1. Januar 2010, 22:58

Hallo ihr beiden!
Ich fand es schon mal ziemlich hilfreich was ihr geschrieben habt.
Das mit dem Hobby finde ich interessant,und könnte mir vorstellen mich da mehr reinzuknien.Und sich jeden Tag was gutes zu tun finde ich einfach in der Praxis durchzuführen.Hört sich jedenfalls so an :)
Und ja Nachtelfe ich verstehe wie du das meinst. Das wird sicher eine schwierigere Übung für mich, aber ich werds beim nächten mal versuchen umzusetzen.Und deine praktischen Tipps finde ich auch super.Das lässt sich gut bewältigen.
Ich danke euch beiden! Damit habe ich schon mal genug "Hausaufgaben" :)

Schwerelos

unregistriert

7

Sonntag, 3. Januar 2010, 23:33

Hallo Dieda,

bei mir steht da der Sport an oberster Stelle. Ich hab vor zwei Jahren einen Teamsport angefangen und das hat mich eine Riesenüberwindung gekostet, aber ich bin sooo froh, dass ich's gemacht hab. Das hat mir wirklich sehr sehr viel mehr Selbstwertgefühl gebracht. Zudem zeigt es mir sehr viel über meinen Umgang mit mir selbst. Ich merke dort immer wieder wie ich mit Fehlern und überhaupt mit mir selbst umgehe. Ich bin ungeduldig ohne Ende und total schnell total frustriert, wenn irgendwas nicht gleich klappt. Aber da es "nur" Sport ist, kann man dort eben "ungefährlich" andere Verhaltensweisen ausprobiern...

Grundsätzlich tut mir dieser Sport überhaupt gut, auch weil ich gezwungen war/bin im Team zu spielen. Ich hab gemerkt, dass ich trotz 3stelliger Kilozahl Stärken und Schwäche habe im Sport wie jeder andere auch. Man muss halt an seinen Stärken arbeiten. Auch war zu Anfang das Umziehen vor den anderen ein Thema für mich und die Akzeptanz in der Hinsicht gibt mir mehr Selbstbewußtsein.

Selbstzweifel habe ich natürlich immer noch, aber der Sport hilft mir einfach in so vielen Bereichen mich wohler zu fühlen und anzunehmen. Ich spüre mich dabei und freue mich, dass mein Körper mir das ermöglicht. Und ich lerne viel über den Umgang mit anderen Menschen, mit deren Reaktionen, meinen Gefühlen dabei und wie ich am Besten damit umgehe. Merke da einfach speziell im Team ganz klar auch meine Defizite in meiner Sozialisierung (Einzelkind, alleinerziehende voll berufstätige Mutter, viel allein gewesen). Aber das alles hilft mir ja weiter letzendlich und führt eben dazu, mir selbst näher zu kommen :*) Es tut jedenfalls gut, angenommen zu werden, auch wenn ich Fehler mache, es zählt halt was man aus diesen Fehlern macht und das Team und dass man nicht aufgibt und alles gibt.

Hoffe das war nicht am Thema vorbei und ist einigermaßen verständlich... :*)

VLG Schwerelos

8

Montag, 4. Januar 2010, 08:20

Liebe Schwerelos,

magste verraten welchen Sport Du machst?
Bin nämlich auf der Suche...


LG lols
Geduld bringt die Leichtigkeit zwischen den Schritten.

Schwerelos

unregistriert

9

Montag, 4. Januar 2010, 09:47

Liebe Schwerelos,

magste verraten welchen Sport Du machst?
Bin nämlich auf der Suche...


LG lols

Hallo lols,

ich hab Dir eine PM geschrieben :*)

Bin noch nicht so sicher, was ich in so einem Forum alles von mir zeigen möchte... man will ja doch irgendwie anonym bleiben, hm :S

LG Schwerelos

10

Montag, 4. Januar 2010, 13:52

Hallo Schwerelos!
Ich beneide dich ,dass du in einem solchen Verein bist. Hach,es gibt so vieles was ich gerne machen würde ,aber manches kann ich nicht und wieder anderes trau ich mich nicht,bzw da ist das Gewicht wirklich ein Hindernis...
Aber ich finds schön das du was hast,und ich halte einfach mal die Augen auf,vielleicht gibt es ja doch irgend was was für mich in Frage kommt. Danke für deine Antwort!

11

Montag, 4. Januar 2010, 16:06

lols,
mit geht es genau wie schwerelos - ich spiele seit einigen Jahre wieder Volleyball in einem Verein. Ich kann das wirklich nur empfehlen. Ich bin sowohl in einer der Damenmannschaften als auch in einer Hobbymannschaft mit meinem Freund zusammen und ich bin nur beim Volleyball spielen so richtig im "Flow", völlig im Einklang mit mir. Leider hab ich mich im Sommer bei einem Vorbereitunsturnier verletzt und hab jetzt immer noch ein bisschen Probleme. Trotzdem: Ich liebe es :lovemore:

Schneeflocke82

unregistriert

12

Montag, 4. Januar 2010, 21:05

Ja, Teamsport ist wirklich super. Ich habe mal Handball gespielt, nur aus Zeitlichengründen klappt es nicht.
Damals hat es mir sehr viel Spaß gemacht.
Ich glaube da vergisst man das Thema essen.

Liebe Grüße

Schneeflocke 82

13

Dienstag, 5. Januar 2010, 11:23

Leider trifft das so für mich nicht zu, Schneeflocke.
Ich vergesse das Essen manchmal für einige Minuten, an mein Problem werde ich aber während des Trainings sehr oft erinnert, da ich zur Zeit wieder oft an meine körperlichen Grenzen stoße bzw. Schmerzen bekomme oder plötzlich darüber nachdenke, ob das jetzt blöd ausgesehen hat, wie ich mich auf den Boden geworfen habe...

Dennoch ist es eigentlich die einzige Beschäftigung für mich, die mir wenigstens minutenlange Auszeiten vom Thema Essstörung verschaffen kann.

14

Mittwoch, 6. Januar 2010, 10:00

Ich glaube da vergisst man das Thema essen.



Ein sehr guter Gedanke, Flöckchen!

Mit fällt das gerade zum ersten Mal so richtig auf ..... dass ich beim reiten (mein Hobby, mein Sport, meine Passion) kaum jemals ans Essen denke.

Ich bin inzwischen davon überzeugt, dass Bewegung und Sport unglaublich wichtig für mich sind. Auch wenn ich gerade in schlimmen Fre**phasen oder in depre**iven Phasen dazu oft nicht in der Lage bin.

Mal wieder sehr nachdenklich,

Sonja.
Solange du dem anderen sein Anderssein nicht verzeihen kannst, bist du noch weit weg vom Weg der Weisheit. (aus China)

Die Hoffnung ist der Regenbogen über dem herabstürzenden Bach des Lebens. (Friedrich Nietzsche)

Schneeflocke82

unregistriert

15

Mittwoch, 6. Januar 2010, 23:29




Ich bin inzwischen davon überzeugt, dass Bewegung und Sport unglaublich wichtig für mich sind. Auch wenn ich gerade in schlimmen Fre**phasen oder in depre**iven Phasen dazu oft nicht in der Lage bin.


Hallo Sonja,



mir hilft Bewegung und Sport auch sehr viel, da kann ich das Thema essen ganz vergessen und abschalten. Ich versuche zwei mal in der Woche ind Studio zugehen, im Sommer laufe ich auch sehr gerne drausen. Es ist kein zwang, es macht einfach Spaß.

Das mit den FA´s und Dep. habe ich auch und bei mir ist das gleiche Problem.

Schönen Abend noch



Schneeflocke82 :rolleyes:

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Freitag, 8. Januar 2010, 21:03

Zu dem Thema Selbstwertgefühl fällt mir gerade ein schönes Zitat ein:

"Wer nicht kann, was er will, muss das wollen, was er kann."

Leider ist sowas immer so leicht gesagt, für die Umsetzung habe ich leider keine wirklichen Hilfestellungen, da ich nicht sehr gut bin auf dem Gebiet, nett zu mir selbst zu sein.
Wichtig finde ich, dass man sich Dinge und Fehler verzeihen kann!



Edit:

Zum Sport:
Für mich ist Sport auch sehr wichtig!
Mir fällt es in depressiven Phasen ebenfalls extremst schwer, mich aufzuraffen, aber danach bin ich umso glücklich, denn Sport ist immerhin ein natürliches Antidepressivum, da ja Glückshormone ausgeschüttet werden.
Also versuche ich dieses Glücksgefühl nach dem Sport stark in Erinnerung zu behalten - notfalls kann man sich dazu auch Gedanken notieren - um mich für das nächste Aufraffen motivieren zu können.
Vielleicht klappt das ja auch bei Euch!?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »megrim« (8. Januar 2010, 21:03)


17

Donnerstag, 14. Januar 2010, 05:32

Ja, Sport ist wissenschaftlich nachgewiesen ein Heilmittel für Seele und Körper.

Ich treibe auch sehr viel im Fitness Studio, im Moment darf ich etwas länger als einen Monat nichts machen- aufgrund einer Wunde- und ich merke richtig, wie viel unausgeglichener ich bin, ausserdem bin ich sehr unruhig, weil ich eine Gewichtszunahme erwarte, sie hat sogar schon begonnen- FA's waren seither auch schlimmer :S



"Sich selbst lieben"- ich glaube, das ist ein entscheidender Punkt bei Essgestörten.

Selbstwertschätzung, sich selber so annehmen können, wie man ist- blieb irgendwo entwicklungspsychologisch auf der Strecke....



Ich habe bei mir folgendes Muster entdeckt: " mit xx Kilo bist Du liebenswerter als mit xx Kilo... "

Das setzt mich sehr unter Druck und macht mich sehr traurig. Ich würde gerne zu mir stehen können- egal ob mit xx oder xx Kilos! Aber sobald ich gewisse Grenzen überschreite, verachte ich mich und finde mich insgesamt nicht mehr annehmebar.

Ich habe mir vorgenommen, irgendwie zu lernen, mich auch bei drastisch unterschiedlichen Gewichtszahlen zu akzeptieren und nicht zu unterteilen in zwei Extreme: einzig gutes Gewicht, alles darüber: wertlos und verachtenswert.

18

Donnerstag, 14. Januar 2010, 08:12

Ich habe bei mir folgendes Muster entdeckt: " mit xx Kilo bist Du liebenswerter als mit xx Kilo... "

Das setzt mich sehr unter Druck und macht mich sehr traurig. Ich würde gerne zu mir stehen können- egal ob mit xx oder xx Kilos! Aber sobald ich gewisse Grenzen überschreite, verachte ich mich und finde mich insgesamt nicht mehr annehmebar.

Ich habe mir vorgenommen, irgendwie zu lernen, mich auch bei drastisch unterschiedlichen Gewichtszahlen zu akzeptieren und nicht zu unterteilen in zwei Extreme: einzig gutes Gewicht, alles darüber: wertlos und verachtenswert.

Ist bei mir auch ähnlich ....

aber ich sehe noch überhaupt keinen Weg das zu ändern ?( !

LG,

Sonja.
Solange du dem anderen sein Anderssein nicht verzeihen kannst, bist du noch weit weg vom Weg der Weisheit. (aus China)

Die Hoffnung ist der Regenbogen über dem herabstürzenden Bach des Lebens. (Friedrich Nietzsche)

19

Freitag, 15. Januar 2010, 21:50

Also ich kann da einen Tip geben, der sich erst mal so doof anhört, dass man den Kopf schütteln muss.

Man stelle sich vor einen Spiegel, schaue sich ganz tief in die Augen und sage mehrmals laut und deutlich
"Ich mag mich, so wie ich bin." irgendwann dann "Ich liebe mich jederzeit und bedingungslos" oder so ähnlich.

Wenn man schon ganz gut ist darin kann man das auch in Gedanken als Mantra machen oder im Rückspiegel beim Autofahren oder beim Einkaufen, je öfter desto besser.

Das ist sowas von banal, denkt man. Aber für viele ist es sehr schwer zunächst. Ich hab das einfach mal ausprobiert, als ich wieder am Zunehmen war, ich hätte mir ins Gesicht schlagen können für jedes Kilo mehr. Ich hätte schreien können! Aber es hat funktioniert und es ist mir geblieben!

Klar, ich wär gerne schlanker, aber ich bin es eben nicht, dennoch bin ich der gleiche Mensch und ich liebe mich wirklich, für alles was ich bin und für alles, was ich nicht bin.

Übrigens, wer damit Probleme hat, kann ja auch einfacher anfangen. Man könnte z.B. vor dem Spiegel sagen "Ich mag Dich", einfach so als würde man eine liebe Freundin anschaun, die zugenommen hat. Würde man sie weniger mögen deswegen?! Also ich nicht...

Ich wünsch Euch, dass es bei Euch genauso toll wirkt wie bei mir! Ich fand es anfangs genauso doof wie Ihr jetzt :P

20

Samstag, 16. Januar 2010, 14:45

Hallo Nachtelfe,

diesen Tipp kenne ich von meiner Therapie. Erst musste ich mich auch zusammenreißen nicht loszulachen, weil es merkwürdig klingt.
Aber es hat mir auch ein wenig geholfen.
Ich habe es zwar nicht mit der Thematik "Körperbild" probiert, sondern, weil ich immer schrecklich sauer auf mich selbst bin, wenn ich nicht alles perfekt mache und es hat mir auch ein wenig geholfen. Aber leider nicht so lange, ich verfalle schnell in alte Verhaltensmuster.

Aber einen Versuch ist es wert! :*)

Liebe Grüße,
megrim.