@
sommer86: Vor allem zehrt
das alles oft sooo an den Kräften. Manchmal habe ich das Gefühl, echt nicht
mehr zu können. Obwohl ich doch jeden Tag weiter kämpfe. Das zeigt mir auch,
dass es geht. Aber die Lebensqualität leidet darunter so sehr.
@ triggerhippie: Mir fällt auf, dass wir alle beide eine
beinahe poetische Sicht auf die Sache haben. Irgendwie kommt mir das seltsam
vor. Ich meine… würde beispielsweise ein Alkoholkranker die Poesie in seiner
Sucht erkennen? Oder ein Drogenabhängiger? Das ist eine Frage, die ich mir
schon öfter gestellt habe. Auch, warum die Esssucht die Angewohnheit hat, sich
so oft wirklich… gut anzufühlen. Warum sie der Strohhalm ist, nach der wir
greifen.
Zumal ich es sehr ähnlich empfinde wie du. Deine
Formulierung finde ich sehr treffend und hätte es nicht besser beschreiben
können.
Manche Fragen quälen mich. Beispielsweise, ob es das wert
ist. Natürlich sehne ich mich auch nach der Befriedigung, die es mir gibt. Sehr
sogar. Viel öfter, als mir lieb ist. (Man hat ja nicht immer einen FA, wenn man
sich danach sehnt. Manchmal ist das Verlangen einigermaßen kontrollierbar,
manchmal bricht es sich einfach Bahn). Aber ‚wert’ im eigentlichen Sinne… kann
ich es eigentlich nicht finden. Denn es raubt mir im Grunde mehr, als es mir
für einen kurzen Augenblick geben kann. Dennoch kann ich nicht davon lassen.
Weil manchmal alles so übermächtig wird und ich keinen Ausweg finde.
Denn du beschreibst es selbst: Es ist eine Parallelwelt, die
man betritt. Aus der man nicht gehen will. In der alles besser ist. Aber die
eben doch nicht real ist.
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N811e: Wie hast du es geschafft
einen derartigen ‚Waffenstillstand’ mit deiner ES zu schließen? Mir gelingt das
überhaupt nicht. Ich kann die FA’ s durchaus nicht als gut wahrnehmen. Ich
versuche mir oft ähnliche Denkweisen zu erschaffen. Mir zu sagen: „Okay, du
hast offensichtlich Möglichkeiten, dir Ruhepole zu erschaffen. Das ist doch
gut. Jetzt lenke deine Energie auf etwas, dass ähnlich befriedigend ist und
schon ist alles supi.“ Leider funktioniert das bei mir überhaupt nicht. Der
Gedanke ist da. Aber er treibt lose in meinem Kopf herum und findet keinen Ort,
an dem er Wurzeln fassen kann.
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Karo48: Irgendwann aufhören,
das geht bei mir gar nicht. Nicht bevor gar nichts mehr reingeht. Bei mir sind
die FA von heute auf Morgen aufgetreten und sie sind sehr extrem, soweit ich
das beurteilen kann. Bei mir ist halt immer der Gedanke: „Jetzt ist eh alles
egal!“ Fress halt. Das ist richtig eine schneidende Stimme in meinem Kopf. Wie
ein Peitschenhieb.
Lux