Ist so schön von Euch zu lesen

tut richtig gut.
Ich bin jetzt 29 aber in Kürze 30 Jahre alt. Irgendwie hab ich meine
Essstörung auch schon ewig
und ich dachte früher, dass geht vorbei wenn du älter wirst... und nun bin ich fast dreißig!!! und
sitz immernoch in der Tinte... grrr...
Und es ist ja nicht so, dass ich noch nicht versucht hätte was dagegen zu tun...
Unzählige Selbstversuche, momentan die zweite
Verhaltenstherapie und ich war 2009 sechs
Wochen lang in einer Psychosomatischen Klinik um was gegen meine
Essstörung zu tun...
Da bekomm ich langsam Angst, dass ich schlicht ein Hoffnungsloser Fall bin... Aber irgendwie
weiss ich gleichzeitig auch, dass ich irgendwo in mir die Kraft habe es zu schaffen...
Nur muss ich da erstmal hinkommen...!
Stimmt schon, je mehr ich versuche mir Nahrungsmittel zu verbieten oder mich generell restriktiv zu ernähren -
desto mehr geht der Schuss nach hinten los... Andererseits wenn ich von vornherein die Sachen esse dich ich
eigentlich nicht essen will, bekomm ich die Kontrolle wieder nicht mehr drüber und es artet aus durch den Gedanken "jetzt ists ja auch schon egal"... Ist also irgendwie eine "Patt-Situation"...
Oder vielleicht mach ichs mir auch einfach nur selber schwer...
In der Klinik in der ich wegen der
Essstörung war - mussten wir uns ganz genau nach einem bestimmten Plan ernähren... irgendwie hab ich schon gedacht ich könnte ja einfach den Plan wieder raus holen und mich wieder genauso ernähren - aber genau dieses gezwungene, total kontrollierte will ich grad einfach nicht. Da merk ich auch wie ich rebelliere - aber mit dem "freien" System - ohne Grenzen- kann ichs auch nicht... Zumindest momentan...
Oder will ich es einfach nicht stark genug? Gibts tief in mir was, was mich davon abhält endlich mal loszulegen und was dafür zu tun damit es mir besser geht?...! Aber was? Und warum? Ich meine klar ist für mich auf jeden Fall, dass die
Essstörung eine Funktion für mich hat. Da geht es bei mir viel darum, dass ich mit meinen Gefühlen nicht umgehen kann und mich selbst mit dem Essen Quasi betäube... Soviel zur Theorie... Also muss ich nicht nur an meinem Essverhalten was ändern sondern auch an meinem Umgang mit meinen Gefühlen... Toll und nun...? Wie in aller Welt geht man mit seinen Gefühlen um? Ich hab hier im Forum schon was gelesen drüber irgendwo...

aber irgendwie... wenn ich das Gefühl hab ich "brauche" einen Essanfall... dann gibt mir keine heiße Badewanne und kein gutes Buch und kein Anruf bei einer Freundin das gleiche entspannende Gefühl wie ein Essanfall. Zumindest eben dann in dem Moment. Klar im Nachhinein... fühl ich mich natürlich total mies nach nem Essanfall...
Aber wie kann ich Spannung abbauen ohne einen Essanfall...? Die richtige Variante hab ich jedenfalls noch nicht gefunden für mich. Trotz zahlreicher Ideen...
Bin einfach total froh euch gefunden zu haben... fühl mich ganz dolle wohl bei euch