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Zuckerstich

unregistriert

1

Sonntag, 24. Januar 2010, 13:20

Wie verhaltet ihr euch in einer Beziehung

Die Überschrift hört sich jetzt zwar ein wenig verwirrend an, aber was ich mal wissen möchte ist, wie seit ihr in einer Beziehung insbesondere wegen dem Binge Eating? Ich kann dazu sagen, dass ich aufgrund meiner Essstörung in meiner letzen Parnterschaft total launisch war, ich viel Bestätigung brauchte und mein Partner mit nerigen Fragen genervt habe wie z.B. wo findest du mich dick?, die Frau im Fernsehen ist viel schlanker, ich habe viel zu dicke Beine usw. das hat mich natürlich selber total runtergezogen und war auch noch oft Eifersüchtig, weil ich ein großes Problem mit mir selber habe. Was auch echt schlimm war, dass ich oft heimlich gegessen habe, so dass er nicht sieht, wie viel ich eigentlich esse und immer wenn irgendwas auf dem Tisch stand, hat mich das sofort gereizt und meine Gedanken kreistem immer um das Essen auf dem Tisch. Mein Partner wollte damals auch oft Essen gehen, für mich war das immer schwierig und er konnte es kaum verstehen. Das Essen war ja auch kein Problem, weil er einfach nur dann aß, wenn er hungrig war und nicht so wie ich oft aus Appetit.

Tobias

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2

Sonntag, 24. Januar 2010, 17:40

Die Überschrift hört sich jetzt zwar ein wenig verwirrend an,
bist hier schon richtig :thumbsup:

ich denke das ist ein Thema wo jeder schonmal berührungen hatte ...
ich denke da kann man nur den notwendigen respekt für sich einfordern, wenn ich nicht respektiert werde ...wirds schwierig :?: :!: :whistling:

3

Sonntag, 4. April 2010, 17:59

Hey,
der Beitrag ist schon eine Weile her aber ich schreib trotzdem mal meine Gedanken dazu (: Mal sehen, obs denn noch was bringt.

Ich muss sagen, dass mein Partner nix von der Essstörung weis und ich in seiner Gegenwart normalerweise alles im Griff habe. Wir sehen uns auch nicht länger als ein, zwei Tage - so kam auch noch keine Extremsituation zustande.
Aber mir gehen oft Gedanken durch den Kopf, dass ich nicht attraktiv genug bin oder er sich vielleicht an meinem kleinen Bäuchlein stören könnte. Auch wenn er nichts der Gleichen sagt, glaube ich manchmal Signale zu empfangen. Ob real oder nicht? Ich weiß es nicht. Mal zu fragen, wie ich ihm äußerlich denn gefalle, möchte ich oft gerne mal aber ich verkneife es mir hart, weil ich glaube eine unsensible Antwort könnte mich noch mehr zum wackeln bringen, und mein Partner wüsste nicht mal was von der Wirkung seiner Aussage. Heist - Ich würde mir ein unfäires Eigentor schießen.
Naja und sonst verlange und erwarte ich auch sehr viel von ihm... bestätigung, immerwährende Fürsorge usw. was einfach nicht machbar ist. Anfangs wollte ich es einfordern, doch mittlerweise weis ich, dass es mein Problem ist und er schon wundervoll zu mir ist... verstehst du?

Es ist schwer abzuwiegen, was ist das verletzte Ich in mir und Realität, aber wenn man seinen Partner liebt, sollte man wohl aufpassen.

Ihm jedoch zu sagen "He, gerade gehts mir ganz arg schlecht und ich brauch jetzt deine nähe und es würde mir gut tun, wenn du mich ganz fest hällst" oder ähnliches, das kann und tu ich auch. Und es hilft! (:

Liebe Grüße,
Fleur

Utepute

unregistriert

4

Sonntag, 4. April 2010, 20:13

Ich bin dieses Jahr 13 Jahre verheiratet und habe meinem Mann erst Ende letzten Jahres gesagt das ich eine Essstörung habe, er hat es nicht gemerkt bis dahin. Auch ich habe immer heimlich gegessen bzw. tue ich es immer noch. Leider kommt mein Mann nicht gut zurecht mit meiner Essstörung, er meint nämlich das ich einfach aufhören soll damit.... Ich habe auch schon versucht ihm zu erklären das dies nicht so einfach geht, aber verstehen tut er es trotzdem nicht. Allerdings weiß er das ich deswegen in eine Klinik gehen werde und akzeptiert das, immerhin etwas finde ich....

5

Montag, 5. April 2010, 16:40

Oh wie schade Ute :( ich finde, man fühlt sich irgendwie so ohnmächtig, wenn man nicht verstanden wird und nicht vermitteln kann, wie sehr man mit etwas ein Problem hat, wie sehr man leidet.
Würde es vielleicht helfen, Deinem Mann zu dem Thema BED Fachliteratur zu geben oder Ausdrucke aus dem Internet ( hier?)?
Wahrscheinlich ist es auch möglich, dass Dein Mann an einer oder mehrerer Therapiesitzungen in der Klinik teilnehmen und somit ein besseres Bild von der Störung bekommen kann- und vor allem natürlich, wie diese- Dich ganz individuell- im Leben/ Alltag belastet.
Ich finde, dass es enorm wichtig, dass der Partner voll und ganz hinter einem steht und ernst nimmt, was man ihm anvertraut.
Alles Gute

6

Montag, 5. April 2010, 16:48

Liebe Ute,
das braucht manchmal auch eine Weile, um einzusinken ... Mein Mann hat auch lange gebraucht, um zu verstehen, dass ich eben nicht "einfach mal ein paar Kilo abnehmen" kann, indem ich "einfach mal weniger esse". Das ist zwar unglaublich kränkend, oft aber eher Unsicherheit und Hilflosigkeit, was hinter solchen Aussagen steckt ... ich habe (mal unter Tränen, mal ganz ruhig) immer wieder gebetsmühlenartig von meiner Ess-Störung gesprochen, immer wieder bei Gelegenheit die seelischen Ursachen angesprochen. Wichtig für ihn war, wie dann in einer Paartherapie rauskam, wie er am besten damit umgehen soll. Auch das war zunächst schwierig: ich habe mir "gewünscht", dass er, wenn er merkt, dass ich überesse, mich nach den Hintergründen fragt. Also "du, ich merke, dir geht's wieder nicht so gut, woran liegt das denn?" Das fällt ihm aber nach wie vor sehr schwer - weil er dann befürchtet, es hat was mit ihm zu tun ... Aber wir sind (nach 15 Jahren Beziehung und fast 6 Jahren Ehe) sehr offen im Gespräch darüber und das hilft mir ungemein, auch wenn es anfangs ein sehr schwerer und schamhafter Prozess für mich war.
Also: Nur Mut! er weiß nun davon und ihr werdet lernen, gemeinsam damit umzugehen ...
LG
Laverne
"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas einen Sinn hat, egal wie es ausgeht." (Vaclav Havel)

7

Donnerstag, 8. April 2010, 12:54

Zitat

er meint nämlich das ich einfach aufhören soll damit.

Zitat

Mein Mann hat auch lange gebraucht, um zu verstehen, dass ich eben nicht "einfach mal ein paar Kilo abnehmen" kann, indem ich "einfach mal weniger esse".
das beruhigt mich irgendwie!
bei mir ist es ähnlich.
ich war nie rank und schlank! als ich meinen freund vor über 4 jahren kennen gelernt habe, hatte ich rund 10kg weniger. aber sooo sehr sieht man mir 10kg nichtmal an, da ich ziemlich groß bin.
er bekommt andauernd mit, dass ich mich bemühe, wieder weniger zu wiegen.
rückschläge oder so betitel ich auch nie mit essgestörtem verhalten. es fällt mir selbst schwer! im hinterkopf habe ich immer, dass es mir an disziplin fehlt. ganz einfach, quasi. aber ganz so ist es ja nun doch nicht.
mein freund sieht das ähnlich. wenn der mal 2-3 kg zu viel hat (er ist sehr sehr sportlich!), dann hat der die null komma nix wieder runter. beneidenswert. und wieso geht das bei mir nicht? soll ich doch auch einfach mal ganz wenig essen und dann läuft das! wie gesagt. ganz einfach! ;)
ich würde mich ja gerne davon überzeugen lassen! es gibt mit sicherheit leute, die mit solchen crash-diäten erfolge haben. bei mir ists definitiv nicht so! ich bin mir darüber im klaren, dass ich nach der crash-diät einfach superschnell wieder zunehmen werde.
ja. so ganz einfach ist es halt nicht.
aber ich hab mich auch nie mit ihm zusammen gesetzt und über essstörung oder so gesprochen. irgendwie käme ich mir lächerlich vor. im hinterkopf habe ich einfach das gefühl, dass essstörungen was für überdünne mädels ist. ich "darf" mich nicht so nennen, mit meinem übergewicht. ist quatsch, das ist mir bewusst.. aber wenn wir alle durchunddurch rational denken würden, hätten wir eventuell ein paar problemchen weniger;)
aber wirklich unangenehm ist mir mein gewicht in der beziehung nicht.dieses gefühl gibt mir mein freund auch nicht.