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21

Sonntag, 10. Januar 2010, 18:48

Hey Triv...

Vor einigen Jahren hat eine Freundin mal zu mir gesagt "Ich glaube, man sucht sich immer so Männer, mit den gleichen Problemen wie der eigene Vater. Nur um das zu verstehen."
Ich denke sehr oft noch über diesen Satz nach.
Ich für mich persönlich, kann es nicht unterstreichen, bei mir gab es auch viel Gewalt. Aber das hatte ich nie in einer Beziehung.

Aber ich kann mir gut vorstellen, dass das vielleicht unbewusst passiert, dass man sich so jemanden sucht.
Wenn auch nur, um zu versuchen, es besser zu machen. Oder es zu verstehen...

Viel Kraft wünsch ich dir! LG!
ninny

22

Sonntag, 10. Januar 2010, 18:48

Will eben den Kreislauf entgültig durchbrechen.

Der erste, wichtige Schritt ist sicher das zu erkennen .... denn sonst wird sich nichts ändern. Ich beschäftige mich seit einiger Zeit (sehr zum Missfallen meiner Mutter und Schwester) mit Hilfe einer Therapeutin sehr mit meiner Vergangenheit in meiner Herkunftsfamilie und finde es immer wieder so furchtbar und gleichzeitig so tröstend wenn ich erkenne, warum was mit mir passiert ist und teilweise immer noch passiert.

Diese Dinge zu sehen und auszusprechen sind für mich wahnsinnig wichtig - und eine Basis (wenn nicht die Voraussetzung) für meine "Heilung".

GLG,

Sonja.
Solange du dem anderen sein Anderssein nicht verzeihen kannst, bist du noch weit weg vom Weg der Weisheit. (aus China)

Die Hoffnung ist der Regenbogen über dem herabstürzenden Bach des Lebens. (Friedrich Nietzsche)

23

Dienstag, 12. Januar 2010, 09:15

Mit den Kreislauf durchbrechen meine ich auch garnicht nur - nicht mehr in Beziehungen zu fallen mit Gew*alttätigen Männern sondern viel mehr - generell mich nicht immer wieder so intensiv mit dem Thema Gew*lt konfrontiert zu sehen...
Habs bisweilen auch schon geschafft zwei Beziehungen zu führen wovon die eine komplett gewaltfrei war und die andere zumindest zu 98% welches dann nämlich meine jetztige Beziehung ist.
Also ich weiß, dass es auch geht. Aber ich hatte das Gefühl, dass mir die Gew*lt dann woanders begegnet.
(z.B.: meine Beste Freundin rief mich an - is schon länger her - und heult und sagt ihr Freund hat sie Verm*belt...
Kam mir alles so bekannt vor. Und gleich war ich wieder in dem System - innerlich zumindest, von Angst und sich bedroht fühlen...
Aber vielleicht oder sehr wahrscheinlich hab ich bei dem Thema ne leichte Paranoia irgendwie...

Stimmt in jedem Fall, dass man Probleme erst erkennen, dann benennen und danach erst lösen kann wozu man ev. auch Hilfe brauch und oft auch viel Zeit um innere, seelische Wunden heilen zu lassen...

Wolfgang1970

unregistriert

24

Samstag, 26. Juni 2010, 12:25

Ja, die Familie. Immer da, aber auch immer irgendwie hilflos. Bin froh, dass die Zeit lange vorbei ist, wo ich zu Hause wohnte. Ich finde es heute leichter, meiner Mutter am Telefon meine Sorgen zu schildern. Und wenn ich sie besuchen fahre, können wir angenehmere Dinge bereden als ausgerechnet wieder meine Essstörung.

Wolfgang