Es ist doch merkwürdig, oder?
Bei vielen hier im Forum habe ich den Eindruck, dass sie "Einzelkämpfer" sind. Ich kann alles, ich mache alles, ich habe an mich höhere Ansprüche als an jeden anderen. Ich helfe allen, will aber nicht, dass sie mir helfen.
Und doch .. da gibt es einen ganz bestimmten Punkt, da will, da MUSS ich angenommen, akzeptiert, verstanden, GESEHEN werden. Und das ist das Essen und meine Störung. Wenn ich auch nur GLAUBE, dass jemand das nicht versteht, fühlt sich das an, als wäre ich als Person, als Mensch, nicht angenommen.
Jeder andere Punkt, der kritisiert wird an mir, wird von mir erwogen und entweder für richtig oder falsch befunden.
Aber wehe, meine Mutter sagt, "du, ich habe mit einer Freundin gesprochen, die hat dich gesehen und meinte, das wäre bestimmt alles nur Wasser. Willst du nicht mal Entwässerungskapseln probieren?"
Oder mein Vater sagt: "du und ich, wir haben ja diese Probleme, unser Gewicht zu halten ... ich hab ja jetzt wieder XY Kilo abgenommen, mit so nem Zeug aus der Apotheke ..."
Oder mein Mann sagt "also, ein _bisschen_ weniger fänd ich halt schon schön ... vielleicht kannst du mal auf Süßigkeiten verzichten?"
Das stürzt mich in tiefe Verzweiflung.
Vielleicht ist es EGAL, was andere über meine Ess-Störung denken?
Vielleicht ist es nur ganz, ganz wichtig, wie ICH darüber denke???
LG
laverne
"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas einen Sinn hat, egal wie es ausgeht." (Vaclav Havel)