Hallo ihr Lieben,
vor einigen Tagen hat unsere Dozentin in der Vorlesung über eine
Therapie für Binge Eater erzählt, deren Ansatz ich sehr interessant fand.
Laut Studie hätte es bei Betroffenen mit dieser Methode zu Verbesserungen im Essverhalten geführt.
Es ging darum, mit einem Binge Eater mehrere Sitzungen durchzuführen, in denen er nur einem sogenannten "bedingten Reiz (CS)" ausgesetzt wird ohne dem dann folgenden Essen als Konsequenz.
Es wurde dem Binge Eater also ein drehendes Tablett mit allerlei (triggerndem) Essen gezeigt, als könnte er jederzeit zugreifen, was er aber nicht tut oder darf, somit wird der CS mit der Zeit immer schwächer ( " Extinktion- Löschung"), weil das antrainierte Essen nicht auf den Reiz folgt.
Allerdings glaube ich, dass sich Außenstehende das zu einfach vorstellen...
Es gibt ja immerhin noch die Schwierigkeit, dass unser Suchtstoff nicht einfach ganz weggelassen werden kann.
Ich könnte mir vorstellen, dass diese Therapiemethode, die auf Konditionierung- Extinktion ausgelegt ist, bei ganz bestimmten, triggernden Lebensmitteln helfen könnte und das Verlangen nach genau diesen abmildern kann.
Nur die Grenze zu ziehen ist schwierig.
Ausserdem ist die Extinktion nichts, was für immer anhält, die Wirkung lässt mit der Zeit nach.
Trotzdem wollte ich Euch mitteilen, was wir gelernt haben und bin gespannt auf Eure Meinungen!!