Sie sind nicht angemeldet.

runwayobserver

unregistriert

1

Sonntag, 28. Februar 2010, 21:16

Trigger Lebensmittel: BED aus purer Langeweile...gibts das ?

Guten Abend alle miteinander, hab mich hier gerade erst angemeldet und hoff ees ist ok, wenn ich gleich einen neues Thread eröffne aber so ganz habe ich zu meinem "Problem" nichts bereits bestehendes gefunden.

Ich weiß gar nicht, ob man mich als wirkliche BED-Kranke bezeichnen kann, welche Kriterien etc, es da gibt, fest steht nur, dass ich def. ein Problem mit meinem Essverhalten habe.
WIe man ja meinem Profil entnehmen kann, habe ich diese "bewussten" Fressanfälle seit circa einem halben Jahr und wenngleich es daür keinen wirklichen Auslöser gab, sind sie doch irgendwie über Nacht gekommen.
Ich habe damals anfang Sommer '09 angefangen zu modeln und wie es das Klischée ist, wurde mir von meiner Agentur erst mal eröffnet, dass ich doch noch x-xkg abnehmen müsse. War soweit auch ok, ich war zwar schon immer schlank aber nun auch nicht so, dass mich diese xkg an den Rande des Erträglichen gebracht hätten. Ich habs dann auf die ganz klassische Weise mit etwas Sport und ziemlich wenig essen versucht, sodass ich dadurch wohl ziemlich meinen Stoffwechsel runtergefahren haben muss... (nicht so clever, weiß ich heute auch).
Mitte Septmber hatte ich dann mein "Model-Idealgewicht" erreicht, doch anstatt es zu halten kamen dann diese Fressanfälle; sprich in hab ein paar Tage lang recht wenig gegessen (so ca xxxxkcal) und dann an einem Tag völlig unkontrollierbar; teilweise bestimmt so an die xxxxkcal.
Aufgetreten sind diese FA's meistens so 1x alle 1-2 Wochen (so ist es auch heute noch, wobei mittlerweile eher 1x pro Woche) und anfangs immer nur, wenn ich alleine Zuhause war und ich nichts zu tun hatte (zur Info: bin Schülerin 13. Klasse und wohne noch Zuhause)
Ich kanne s mir nicht erklären warum diese FA auf einmal angefangen habe, da ich mir auch während der xxxxkcal-Phasen nie irgendwas spezifisch veboten habe (bspw Schokolade), sondern es dann lediglich bewusst und in kleineren Mengen zu mir genommen habe.

Meine einzige Erklärung ist wirklich, dass es bei mir mit der puren Langeweile zusammenhängt aber gibt es sowas ? "Muss" so eine Essstörung nicht immer vom Kopf bzw von der Psyche her kommen ?
Heute war auch wieder so ein beispielhafter Tag, ich bin um kurz nach 8 aufgestanden, hab gegen 10 wirklich ausgiebig gefrühstückt (ich esse Morgens immer viel, war schon immer so), war dann 90Min beim Sport, normales Mittagessen und hatte ab da schlicht nichts mehr zu tun. Keine Hausaufgaben, nichts zum Lernen für die Schule oÄ, Spazieren gehen etc war wetterbedingt nicht möglich, Freunde hatten keine Zeit und dann passiert es mir in letzter Zeit immer häufiger, dass ich in regelrechte "Löcher" falle; ich absolut nicht weiß, was ich mit mir anfangen soll und dann letztendlich völlig unkontrolliert anfange zu essen (mittlerweile auch wenn jmd außer mir Zuhause ist) ...ich weiß nicht aber wenn ich bspw übers Wochenende bei Freunden bin oder einfach nur viel um die Ohren habe, denke ich überhaupt nichts an essen, dann vergess ichs manchmal eher oder esse halt ganz normal meine 3 Mahlzeiten am Tag ohne Snacks etc. dazwischen.
Natürlich habe ich schon versucht, mich in diesen akuten Langeweile-Situationen abzulenken, etwa mit lesen etc aber egal was ich mache, letztendlich lande ich doch wieder beim Essen und einmal angefangen gibt es bei mir kein halten mehr.
Dabei esse ich während der FA auch gar nicht sonderlich ungesund wie etwa Chips Schokolade etc. sondern kurioserweise extrem Kohlenhydrat-haltige Sachen wie Müsli, Kekse, Brot, Dinkelflakes, Haferschleim etc.
Ich habe schon gedacht, dass mir an "normalen" Tagen eventuell Kohelnhydrate fehlen und ich zu wenige zu mir nehme aber ich esse zum Frühstück immer meine 2 Brötchen oder 4-6Scheiben Knäckebrot, daran kanns dann ja eigentlich nicht liegen...

Ich werde wahrscheinlich (hoffentlich!) zum 01.05. ausziehen und dann auch hoffentlich wieder mehr zu tun haben und eigentlich habe ich auch das gefühl, dass es mir dann ebsser gehen wird und meine momentanen Essprobelem mit meiner extremen Langeweile und "Unterforderung" zu tun haben aber wann meint ihr, kann man sich noch selbst helfen und wann sollte man sich helfen lassen -> meint ihr schon, dass ich mir Hilfe holen sollte ??

Vielen Dank im Voraus und entschuldigt bitte meinen monströsen Post

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »lols« (28. Februar 2010, 21:16)


2

Sonntag, 28. Februar 2010, 21:21

Hallo und herzlich willkommen hier im Forum,

nein eine ES kann nicht einfach aus Langeweile entstehen. Langeweile kann manchmal ein Auslöser sein, aber wenn es nur das wäre würde das mit dem ablenken klappen.
Ich denke eine ES hat mit der Psyche zu tun, man braucht aber unter Umständen eine Weile um rauszufinden, um was es genau geht.
Wenn Du das rausfinden willst würde ich Dir raten, eine Therapie zu machen. Da wirst Du der Sache auf die Spur kommen.
Entscheident ist die Frage wie sehr Du und Deine Gesundheit unter Deinem Essverhalten leiden.

LG lols
Geduld bringt die Leichtigkeit zwischen den Schritten.

Malin

Profi

Beiträge: 826

Wohnort: Bremen

Beruf: Erzieherin

  • Nachricht senden

3

Montag, 1. März 2010, 11:20

Hallo und herzlich willkommen,
ich denke auch, dass es eine essstörung ist , ganz klassisch ausgelöst durch eine diät. Viele essen dann übermässig aus dem gefühl der leere heraus, dass ja auch bei langeweile vorherrscht.
Lieben gruß
Malin

Tobias

Administrator

Beiträge: 3 233

Wohnort: Kassel

Beruf: gel. Bürokaufmann

  • Nachricht senden

4

Montag, 1. März 2010, 11:44

Langeweile bedeutet für mich STRESS pur ...
da darf es keinen vollen Kühlschrank geben ... ich denke das ist in jedem Fall eine ES

5

Montag, 1. März 2010, 15:51

Ich denke, dass Langeweile eine FA auslösen kann. Aber ich glaube nicht, dass eine ES aus Langeweile heraus entstehen kann.

P.
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

runwayobserver

unregistriert

6

Montag, 1. März 2010, 16:51

Ok, vielen lieben Dank für eure Antworten... also Therapie ? An wen kann ich mich da am besten wenden ? Und würdet ihrs jetzt noch machen,d a ich kurz vorm ABi stehe und danach ins Ausland ziehen werden... "lohnt" sich das noch, hier was anzufangen ?

7

Montag, 1. März 2010, 17:03

Ok, vielen lieben Dank für eure Antworten... also Therapie ? An wen kann ich mich da am besten wenden ? Und würdet ihrs jetzt noch machen,d a ich kurz vorm ABi stehe und danach ins Ausland ziehen werden... "lohnt" sich das noch, hier was anzufangen ?


Hallo,

wer wirklich esssüchtig ist, für den lohnt sich JEDER Versuch, diese Sucht los zu werden oder wenigstens in Zaum zu halten. Denn irgendwann wird einen die Sucht beherrschen. Wie jede Sucht.

Gruss

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

runwayobserver

unregistriert

8

Montag, 1. März 2010, 17:54

Aber eine Frage hätte ich noch, ist es bei einer richtigen Sucht normal, dass man wochenlang gar nichts hat, noch nicht mal ans Essen bzw darüber nachdenkt ?
Wie gesagt, ich war vor knapp einem Montag für knapp 2 Wochen bei einer Freundin in Berlin, hatte die ganze Zeit was um die Ohren und war allgemein raus aus meinem Alltagstrott und habe buchstäblich keine Sekunde einen Gedanken an Essen verschwendet.
Wir waren auch ganz normal in Restaurants oder haben gekocht etc...

9

Montag, 1. März 2010, 18:13

Hallo,

ich habe auch abstinente Phasen, in denen ich mich nicht überesse, manchmal wochen- und monatelang. Auch Alkoholiker haben abstinente Phasen. Ich denke, "Abstinenz und Rückall" ist DAS Thema der Sucht.

Gruss

P.
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

10

Montag, 1. März 2010, 18:42

Schliesse mich da Petrus an...ich habe auch extrem lange abstinente phasen mal gehabt....letzendlich ist das bei all meinen psych. Krankheiten so..egal welche...lange phasen, wo die Krankheit "weg" ist und dann plötzlich wieder kommt...


Leilah

11

Dienstag, 2. März 2010, 11:57

Ich kann Petrus auch nur zustimmen ....

leider.

LG,

Sonja.
Solange du dem anderen sein Anderssein nicht verzeihen kannst, bist du noch weit weg vom Weg der Weisheit. (aus China)

Die Hoffnung ist der Regenbogen über dem herabstürzenden Bach des Lebens. (Friedrich Nietzsche)

schneewittchen

unregistriert

12

Donnerstag, 4. März 2010, 11:37

Trigger!

Also ich denke auch, dass Langweile, Diät und Eßstörung zusammen gehören.
Ich habe schon oft gefastet oder einseitige Diäten gemacht (Fasten mal 14Tg=xkg weniger. Danach in einer Woche xkg wieder zugenommen..)
Ich habe oft das Gefühl, mich belohnen zu müssen, mit vielen Genüssen (Essen und Trinken). Ich habe bis vor über 10Jahren auch regelmäßig gekifft, dass das Freßattacken auslöst, weiß sicher der ein oder andere...
Es hat wohl viel mit dem Sucht- und Belohnungszentrum zu tun, ich erlebe da sehr oft einen Teufelskreis: gefrustet, gelangweilt oder "stolz" auf sich, dafür dann fressen (und oft trinken), dann schlechtes Gewissen, Heulkrämpfe (mitunter auch suizitale Gedanken), dann Abführmittel nehmen (ich bevorzuge Dulcolax, abends fressen, morgens sch....). Dann 2-3Tage vorbildlich essen, und von vorne gehts los!!
Ich lebe seit über 6 Jahren in einer Beziehung, ein toller Mann, jedoch ist dieser oft sehr hilflos meinem Verhalten gegenüber.
Er liebt mich (1,74/xxkg), jedoch will ich für ihn schlank sein! (ich will nicht in Größe xx heiraten..)
Erkennt sich der ein oder andere wieder??

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »laverne« (4. März 2010, 11:37)


13

Freitag, 5. März 2010, 13:40

Liebe Schneewittchen....

ich möchte dich vor Abführmitteln warnen, egal wie "sanft" sie angeboten werden. Ich habe jahrelang Abführmtitel genommen und musste da sogar später auf Entzug. Jetzt ist mein ganzer Darm dadurch vernarbt und ich werde irgendwann einen künstlichen Darmausgang bekommen müssen.

ausserdem nimmt man davon nicht ab....im Gegenteil...der Stoffwechsel klammert sich jedes mal regelrecht an jede kcal....


Leilah