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Snow White

unregistriert

1

Mittwoch, 13. Januar 2010, 15:17

Habe ich eine Essstörung?

Ein freundliches Hallo in die Runde!

Ich habe per Zufall dieses Forum entdeckt und bin darüber wirklich sehr froh. Bisher hatte ich leider noch nie das Glück ein Forum zu finden, welches sich mit dem Thema "Binge Eating Disorder" beschäftigt. Jedoch muss ich auch sagen, dass ich ein Neuling bin was dieses Thema angeht. Daher finde ich es auch als sehr positiv, dass ich hier (zumindest vorerst) Anonym als Gast schreiben kann.

Im Augenblick ist es so das ich dringend den Austausch mit Menschen brauche die mich und mein problematisches Essverhalten ernst nehmen. In meinem sozialen Umfeld, das sehr klein ist, gibt es niemanden mit dem ich darüber reden kann und vermutlich würde ich auch aus Schamgefühlen nicht darüber sprechen können. Ich würde gerne diesen Thread nutzen um ein wenig über mich und meine Fragen/Sorgen zu schreiben und somit vielleicht ein paar erste "objektive" Meinungen zu meinem Verhalten zu bekommen. Da ich einfach unsicher bin ob mein Essverhalten und meine Denkweißen wirklich in die Richtung "Binge Eating Disorder" gehen. Ich hoffe das ist in Ordnung und ich bin in diesem Forenbereich richtig? :S

Ich war schon immer eher dicklich, aber zur Zeit liege ich mit einem Höchstgewicht im dreistelligen Bereich. Seit frühester Kindheit war das Thema "Diät" ein Begriff. Erst durch meine Mutter und später im jugendlichen Alter habe ich dies als selbstverständlich übernommen. Ich kann sagen, dass ich schon immer gerne und gut gegessen habe. Dennoch hielt sich mein Gewicht (wenn auch etwas erhöht) konstant.

Mit 17 Jahren bin ich dann von zu Hause ausgezogen und zu meinem damaligen Freund gezogen. Jedoch ist auch zu erwähnen das es sich dabei um einen Umzug von Rheinland-Pfalz nach Bayern handelte, also ein großer Schritt. Ich lebte mit ihm und seine Familie in einem Haus, für etwa 7,5 Jahre. Denn die Beziehung ging im Mai 09 zu Ende. Ich möchte nicht schlecht über die Zeit sprechen, aber ich habe den Verdacht das ich in dieser Zeit eine Essstörung "bekommen habe". Es waren für mich wirklich private und schulichen schlimme Jahre. Ich glaube das ich in dieser Zeit innerlich kaputt gegangen bin.

Ich möchte mein Essverhalten (und Denkmuster) mal so "neutral" wie möglich beschreiben: Meine Gedanken kreisen denn gesamten Tag um das Thema Essen, vom aufstehen bis zum schlafen gehen. Es gibt in meinen Augen gute und schlechte Tage, genauso wie es schon immer verbotene und erlaubte Lebensmittel gibt. Ich kann nicht als Mittelweg handeln, da es für mich immer nur extreme gibt (z.B. Wenn ich "schlecht" gegessen habe und dann jedoch Appetit auf Obst habe, esse ich es nicht - Weil entweder "muss" ich komplett gut oder böse essen). Sobald ich das Gefühl von Hunger spüre "drehe" ich durch und habe das Gefühl als müsste ich alles in kürzester Zeit verschlingen. Mittlerweile ist über all die Jahre eine feste Angewohnheit das ich regelmäßig Unmengen an Süßigkeiten einkaufe und diese komplett auf(r)esse, bis ich nicht mehr kann und meist ohne Hunger. Es ist als würde das Essen mein Leben zusammenhalten. Jedes Gefühl (ob Angst, Trauer, Langeweile, Glück etc.) wird mit Essen (meistens Süßigkeiten) kombensiert. Es ist einfach so, dass ich in gewissen Moment nicht mehr klar denken kann. Als gäbe es eine zweite Macht in mir. Immer und immer wieder versuche ich mit Diäten dieser "Macht" den Zahn zu ziehen, aber es gelingt mir nicht mehr. Das Resultat ist, dass ich über die letzten 7,5 Jahre mehr als 40kg zugenommen habe. Es ist wie ein Teufelskreis aus dem ich nicht raus komme. Ich (fr)esse - Angst/Trauer - Diät - Angst/Verlustgefühle - (Fr)essen ...usw.

Des weiteren hat das alles dazu geführt, dass ich eine absolut schlechte Meinung über mich habe. In meinen Augen bin ich einfach fett, ohne Disziplin, eine Versagerin und nicht mal wert von mir geliebt zu werden. Ich habe absolut kein Vertrauen in mich und meinen Körper. Es herrscht ständig Krieg, zwischen Fressanfällen und dem Diätdrang der mich endlich schlank und zufrieden machen soll. Doch mittlerweile habe ich (so denke ich zumindest) erkannt, dass eine Diät nur Illusion und keine Lösung für mich ist. Ich bekomme es einfach nicht hin "Endlich gut zu essen". Ich kenne weder Freundschaft noch Waffenstillstand mit meinem Körper, nur purer Hass und Krieg. Ständige Neubeginne und das Unwissen "Bin ich wirklich Fresssüchtig". Ich habe mittlerweile keinen Freundeskreis mehr, wohne sehr weit von meinen Eltern entfernt, habe die Trennung hinter mir, Beruflich recht viel Stress und in diesem Jahr stehen wichtige Zukunftsentscheidungen (Ende der Ausbildung) an - das alles überfährt mich manchmal und ich habe keinen Überblick mehr. Ich sehe nichts mehr und finde keinen Ausweg. Also habe ich zur Zeit (und auch in den letzten Jahren) "Nur" das Essen. Es ist das einzige was NUR ICH bestimme. Ich verteufele es und liebe es zugleich.

Bisher habe ich einmal eine kurze Beratung für Essstörungen (Caritas) in Anspruch genommen, aber das konnte mir auch nicht viel weiter helfen. Ich hatte mir erhofft meine Fragen zu klären, aber letztlich war es eher sinnlos. Ich weiß nicht mehr weiter. Sollte ich mir über eine Therapie gedanken machen? Jedoch ziehe ich im Sommer diesen Jahres vermutlich wieder um, daher ist es eher unpraktisch jetzt mit einer Therapie zu starten? Dazu dann die Fragen, bin ich esssüchtig und wenn wie soll ich die Therapie finanzieren? Das ganze Thema ist zur Zeit sehr Uferlos für mich.

Ich weiß das war verdammt viel Text, aber vielleicht hat der ein oder andere das ganze wirre Zeug gelesen und kann mir einfach einen Eindruck geben wie das alles wirkt? Ich wäre wirklich sehr glücklich über den Austausch mit anderen.

Schon einmal ein Danke im Vorraus! :S

2

Mittwoch, 13. Januar 2010, 16:54

Hallo, Snow White,

herzlich willkommen hier.

So, wie Du Dein Leben, Fühlen und Essen beschreibst, ja, so erleben das ganz viele hier, der eine mehr, der andere weniger. Wir können und dürfen natürlich keine Diagnosen stellen, wir sind Laien, aber das Ganze "klingt" schon nach Binge-Eating... Auch wie Du Deine Selbstwahrnehmung beschreibst, erleben das sehr viele hier, ganz zu schweigen von diesem Satz: "In meinen Augen bin ich einfach fett, ohne Disziplin, eine Versagerin und nicht mal wert von mir geliebt zu werden.", so haben sich viele hier gesehen und vielleicht sehen sich einige immer noch so.

Am besten ist, wenn Du Dich hier mal einliest, die Geschichten der anderen liest, Du wirst vieles erfahren, das Dir bekannt vorkommt. Aber Du wirst auch spüren, dass es keine mangelnde Disziplin ist, die sich da abspielt, sondern dass wir (Du und wir) krank sind. Das ist eine SUCHT, und das hat mit Disziplin oder Nichtdisziplin nichts zu tun. Ja, ich würde sogar sagen, dass wir oft ganz besonders diszipliniert sind, denn wir müssen mit einem "Suchtmittel" umgehen, das wir nicht einfach weglassen können. Ein Alkoholiker muss "einfach nur" seinen Stoff weglassen. Und wie schwer ist das!!! Wir aber MÜSSEN essen und sollen zugleich nicht über-essen. Das ist in etwa so, wie wenn z.B. ein Alkoholiker pro Tag nur 1 Glas Bier trinken darf, dieses aber auch nicht weglassen darf... Ist es disziplinlos, wenn er das nicht oder nur sehr schwer schaffT? Eben weil das so schwer ist, gibt es auch Rückfälle. Aber das soll Dich nicht entmutigen. Hier gibt es eben auch Leute, die ihre Sucht recht gut im Griff haben.

Wenn Du Fragen hast, dann frage ruhig und ohne Scheu. Vielleicht magst Du Dich ja dann irgendwann auch mal hier registrieren, denn registrierten Usern stehen noch ein paar weitere Bereiche zur Verfügung, die Gäste nicht haben. Aber lass Dir Zeit, und falls Du Dich nicht registrieren möchtest, bist Du selbstverständlich auch willkommen.

Einen lieben Gruss

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

Tobias

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3

Mittwoch, 13. Januar 2010, 16:54

Herzlich Willkommen ...

Hallo liebe Snow,

da wir hier keine "Profi´s" sind, ist schwer und ich denke gefährlich eine Aussage zu treffen. Hier erstmal ein Link zu was ist Binge Eating Disorder http://sehnsuchtshuneger.de/wikibinge/in…=1&languageID=1 . Was mir hervor gestochen ist, das Du keine Soziale Kontakte hast ... ich denke das ist eine große Gemeinsamkeit ..bei Essstörungen insgesamt?!

Hast Du eine Ahnung wieso es mit dem "Sozialen" an Kontakten nicht so klappt ?

Ich denke das Du in jedem Fall eine Essstörung hast, wie das Kind nun heist, möchte ich gerne offen lassen aber ich glaube das gut sein könnte prof. Hilfe zu holen / zu bekommen!

Hast du schonmal über eine psychosomatische Kur nachgedacht ? Deinen Hausarzt mal angesprochen ?

Liebe Grüße

Tobias

Snow White

unregistriert

4

Mittwoch, 13. Januar 2010, 18:13

Vielen Dank für die liebe und schnelle Resonanz !

Mir war schon in gewisser Weiße bewusst, dass ihr keine Diagnosen erstellen könnt. Nicht nur weil natürlich jeder Fall individuell ist, das dies auf die Ferne nicht geht sondern hauptsächlich weil das nur geschulte Menschen tun sollten. Dennoch vielen, lieben Dank für die ersten "Einschätzungen" von meinem Text. Darum ging es mir auch in erster Linie. Ich wusste einfach nicht ob ich übertreibe und mich einfach lächerlich mache mit meinem Denkmuster bezüglich meinem Essverhalten. Es ist nur einfach so schwer objektiv zu bleiben und noch schwerer ist es (zumindest für mich) mir dann doch in gewisser Weiße eingestehen zu müssen "Ich habe eine Essstörung. Ich bin süchtig nach Essen". Es ist immerhin etwas anderes zu denken ich habe eine Sucht, aber wenn der Verdacht immer deutlicher wird - das macht schon irgendwie Panik.

Diesen Vergleich mit dem Alkohol finde ich wirklich sehr gut. Natürlich möchte ich hier keine Sucht als weniger schlimm einstufen, dass würde ich mir niemals erlauben. Aber es ist doch eine andere Art zu leben wenn es sich bei dem jeweiligen Suchtmittel auch um etwas handelt das ich nie einfach vollkommen weglassen kann, sondern richtig dosieren muss um zu leben. Was mich zu einer weiteren sehr ernüchternen "Wahrheit" bringt - ich werde wohl nie wieder einfach normal essen können (oder)? Irgendwie ist es mir schon bewusst, aber dennoch habe ich in gewisser Weiße die Illusion das irgendwann irgendwie alles wieder in Ordnung sein könnte?!

Was die sozialen Kontakte angeht, dass ist ein recht trauriges Kapitel (finde ich). Eigentlich bin ich ein sehr offener und humorvoller Mensch. Ich hatte früher auch ein relativ großen Freundeskreis. Nicht wirklich viele, aber mir geht es was Freunde betrifft auch mehr um Qualität statt Quantität. Doch je mehr mein Gewicht stieg, je tiefer ich in diesem verflixten (Fr)esskreislauf steckte desto weniger ging ich vor die Tür. Sicherlich habe ich häufig Einladungen erhalten, aber ich wurde doch sehr kreativ was die Absagen anging. Es ist so, dass mein Essverhalten wirklich alle Bereiche im Leben "lahm legt". Ich habe keine Lust neue Leute kennenzulernen (Scham und Angst vor Ablehnung), ich fühle mich unsicher und unwohl, ich lasse mich gehen und überhaupt ist das Gewicht für mich immer eine Art "Entschuldigung" um mir Dinge schlecht zu machen oder auszureden. Z. B.: Du musst dich doch nicht so anstrengen was die Ausbildung angeht, immerhin wirst du es eh nie besonders weit schaffen - du bist viel zu fett dafür. (Auch wenn es irre klingt, dass sind so Gedankengänge)

Zur Zeit ist es so: Meine beste Freundin hatte vor etwa einem Jahr einen tödlichen Autounfall. In meiner damaligen langjährigen Beziehung gingen alle noch vorhanden sozialen Kontakte kaputt. Meine derzeit recht gute Freundin (was aber auch teilweiße schwierig ist, weil sie etwas dickenfeindlich ist) wohnt sehr weit weg. Tja und sonst? Niemand. Gegenüber Mitschüler und Kollegen lasse ich das aber niemals raus! Meist ist es so das ich die fröhliche Dicke bin, die immer einen Witz auf den Lippen hat. Wenn ich dann mal gefragt werde "Gehst du mit?" sage ich immer nein, ich fühle mich einfach zu unwohl mit mir. Außerdem würde auch niemand vermuten wie es wirklich in mir aussieht, dass mein Inneres eigentlich ein Mienenfeld ist.

Über Hilfe habe ich ja in der Tat auch schon nachgedacht. Aber es ist einfach zweiseitig. Zum einen bin ich mir sehr sicher das ich ohne Hilfe nicht mehr weit komme, aber auf der anderen Seite bedeutet das auch das ich mir eingestehe süchtig zu sein - was in gewisser Weiße Angst hervorruft. Aber ich muss auch gestehen das ich nicht weiß wie ich vorgehen soll? Eigentlich würde mich eine Einzelterahpie ansprechen, aber da ich bald umziehe ist es eher unsinnig hier noch zu beginnen? Dann der Kostenfaktor?

Was genau ist denn eine psychosomatische Kur?

Danke auch für diesen nützlichen Link, die lieben Worte und auch die Anregungen! Ich werde mir wirklich einmal Zeit nehmen und mich hier einlesen, aber ich habe jetzt schon ein recht gutes Gefühl gut aufgehoben zu sein. Es ist so herrlich zu spüren das es auch andere Menschen gibt die dieses Problem kennen, ich bin nicht alleine. Ich komme mir doch sehr oft alleine und ratlos vor, was dieses ganze Thema betrifft. Denn auch wenn ich Angst dafür habe, aber vielleicht bekommt das alles (mein Verhalten) jetzt mal einen Namen und ich kann der Sache auf den Grund gehen.

5

Mittwoch, 13. Januar 2010, 19:06

Auch von mir ein herzliches Willkommen,


ich konnte mich in vielem, was Du schreibst, wiedererkennen- besonders Deine Beschreibung über "böse" und "gute" Lebensmittel und keinen Mittelweg finden oder akzeptieren können- ich habe darüber gerade noch heute morgen einen Thread eröffnet . Diese Empfindungen und Verhaltensweisen kann ich genauso unterschreiben, wie Du sie geschildert hast!


Ansonsten finde ich Petrus' Beitrag sehr schön geschildert.


Ich wünsche Dir hier einen guten Austausch.

Bin auch erst sehr kurz hier, bin aber jetzt schon von der netten Atmosphäre hier überzeugt :)



Viele Grüße Dana

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dana« (13. Januar 2010, 19:06)


volleys

unregistriert

6

Mittwoch, 13. Januar 2010, 19:08

denn wir müssen mit einem "Suchtmittel" umgehen, das wir nicht einfach weglassen können.
Wie wahr das ist!! Aber so gesehen habe ich das noch nie. Aber genau das ist mein allergrößtes Problem. Komplett darauf zu verzichten wäre um einiges einfacher. Danke für diese Sichtweise :)

7

Mittwoch, 13. Januar 2010, 19:48

Hallo, volleys,

ich denke, das ist der Punkt, der es uns auch so schwer macht, "abstinent" zu werden und zu bleiben. Abstinenz heisst bei uns nicht "weglassen", sondern "kontrolliert" mit unseren Suchtmitteln umzugehen. Und genau das ist so hart...

Herzlich willkommen, übrigens...

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

8

Mittwoch, 13. Januar 2010, 19:55

Herzlich Willkommen, liebe Snow white!
Du klingst sehr verzweifelt, auf der anderen Seite aber auch sehr klar. Hast schon so vieles für dich erkannt, auch wenn das erst der Anfang ist. Auf deine Erkenntnisse kannst du jetzt aufbauen und Therapie finde ich einen sehr guten Gedanken. Ich weiß nicht,w ie es dir geht. Ich bin manchmal sehr unentschlossen und muß Momente am Kragen packen. Wenn es dir ähnlich geht, würde ich sofort einen Therapeuten suchen, aus Angst, in einem halben Jahr zu kneifen.
Liebe Grüße, Mo-cat

cinderella

unregistriert

9

Mittwoch, 13. Januar 2010, 21:41

fett

:thumbdown: hey leute:)mir geht es auch so ich esse den ganzen Tag nur ....einfach so...essen ist meine einzige konstante im leben das,dass ich immer nehmen kann wenn ich es brauche un das auch immer greifbar ist.ich esse und esse ohne halt eine scheibeWurst eine tafel schokolade alles hintereinander..den ganzen Tag.es gibt gute tageTage und dann gelangt man wieder an einen punkt wo man gereizt wird und einem ist alles scheißegal.und danach fuehlst du dich fett ekelst dich vor dir selbst manchmal weinst du weil du dich so sehr hasst du hasst ...dich dafuer das du schwach wurdest dafuer das du es nicht einen einzigen tag lang geschafft hast obwohl du doch eigentlich stark sein willst!du guckst in den spiegel und findest dich fett.fett und haesslich.obwohl es nicht so ist.du schwoerst dir sowas nie wieder deinem koerper anzutuen.wuerdest am liebsten kotzen aus ekel vor dir selbst nicht nur wegen den kalorien sobdern einfach weil du mal wieder den kampf verloren hast!den kampf mit dem essen aber eigentlich ist es der kampf mit dir selbst!!!

10

Donnerstag, 14. Januar 2010, 06:24

Herzlich Willkommen Snow White


Lieben Gruß Rosi

Tobias

Administrator

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Beruf: gel. Bürokaufmann

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11

Donnerstag, 14. Januar 2010, 06:29

Was genau ist denn eine psychosomatische Kur?
...da ich leider ein bissel "schreibfaul" bin *schäm
habe ich hier einen ganz guten Link gefunden, der mit wenigen Worten das wesentliche Umschreibt ...

http://www.psychosomatische-kur.com/

Bitte guck Dir doch mal die Klink am Korso an http://www.klinik-am-korso.de/

Ich würde hier mal anrufen, deine Situation schildern und Fragen ob du evtl. Dir mal die Klinik ansehen kannst ?!

Hier ist auch sehr schön das Aufnahmeverfahren beschrieben, was du tun musst um hier als Patient aufgenommen zu werden:

http://www.klinik-am-korso.de/ueber_uns_…meverfahren.htm


Hinter deinen sehr ausführlichen Zeilen steckt vermutlich eine sehr tiefe und problematische Geschichte, wie bei einem Eisberg wo man nur die Spitze sehen kann, der große Teile liegt unter dem eiskalten Wasser versteckt und man kann Ihn nur erahnen.

Ich möchte Dich hier einfach einladen, deine Gedanken niederzuschreiben, wie dein Tag war, was Du heute erlebt hast, was Du planst, vielleicht schreibst Du darüber wie Du "deinen" Weg in die Klinik gefunden hast, wovon wiederum andere Profitieren können (was muss man beachten oder tun) ...das Du einfach deinen Gefühlsdruck abbauen kannst !

und ein, zwei Zeilen reichen dafür vollkommen aus

Herzlich Willkommen !!! :forum:

12

Donnerstag, 14. Januar 2010, 08:18

Hallo Snow White! Willkommen :*)
Bin ziemlich betroffen von dem was du schreibst. Kenne so viel davon.
Toll, dass du jetzt hier im Forum bist :*) !
Da ich schon in einer Psychosomatischen Klinik war könnte ich dir einiges zum Prozedere schreiben
- aber Tobi hat dir ja einen Link geschickt. Falls du trotzdem noch Fragen hast, versuch ich dann
gerne dir was zu beantworten wenn ich kann. Einzeltherapie zahlt in vielen Fällen die Krankenkasse.
Bei deinem Hausarzt kanns du dich sicher darüber informieren?! Falls du keinen Hausarzt hast oder
mit dem nicht drüber reden willst kannst du auch direkt einen Therapeuten suchen - der sagt dir dann
schon was du noch tun musst um eine Therapie bewilligt zu bekommen. Wenn du bald umziehst ist das
natürlich ein nicht so toller Zeitpunkt um ne Therapie zu beginnen... Man muss ja mit dem Therapeuten
ein Vertrauensverhältnis aufbauen und so... das dauert schon. Hm, hast du schon mal gekuckt obs da wo
du jetzt wohnst in der Nähe eine Selbsthilfegruppe gibt? Das könntest du ja dann einfach schonmal so lange machen wie du noch dort wohnst.
Wenn es eine nicht-geleitete Selbsthilfegruppe ist müsste sie sogar weitgehend kostenlos sein. Außer vielleicht eine
minimale Raumgebühr für jeden. Bei mir in der Selbsthilfegruppe muss jeder 1,50€ pro Treffen zahlen. Das geht finde ich.
Ansonsten kannst du dich ja erstmal durchs Forum lesen und falls du in einer Bücherei Mitglied bist - kannst du dir ja auch mal das ein oder andere Buch leihen zu dem Thema um mal näher an die Sache ran zu kommen. Und für dich selbst zu entdecken wie viel oder nicht viel da so auf dich zutrifft. In einer Rubrik hier im Forum werden ja Bücher zu dem Thema empfohlen. Mir hats auch erstmal viel gebracht einiges drüber zu lesen. Ansonsten - kann ich dir natürlich auch keine Diagnose stellen ... wünsch dir einfach alles liebe und viel Kraft und nicht aufgeben. Keiner von uns, die Probleme mit dem Essen haben kann wohl die Lösung herbeizaubern. Und es gibt auch kein "Morgen" an dem alles einfach wieder ok und normal ist. Der Weg dahin ist meist nicht ganz so leicht und eher etwas länger ;-) aber es lohnt sich!
Mich macht auch der Gedanke fertig es könnte für immer ein Kampf sein, dass mit dem Essen und ich denke dann - soviel Kraft hab ich einfach nicht... aber dann hoffe ich doch wieder, dass es eines Tages einfach leichter ist. Und ich nicht mehr so viel Kämpfen muss.
Aber wie man dahin kommt weiss ich auch noch nicht so genau. Vielleicht bekommen wir es ja zusammen raus... :*)
glg, stefanie und KOPF HOCH... es geht weiter ... wir sind alle zusammen hier... :!:

13

Donnerstag, 14. Januar 2010, 08:19

Es ist als würde das Essen mein Leben zusammenhalten.


Liebe Snow White,

dein Satz oben trifft ins Schwarze. So geht es hier vielen ....

dass du ein gestörtes Essverhalten hast wird keiner anzweifeln, da muss man kein "Fachmann" sein denke ich. Wie man "das Kind" letztendlich nennt ist ja auch egal, oder?

Herzlich Willkommen hier im Forum ... ich kann mir gut vorstellen, dass du dich hier wiederfindest.

LG,

Sonja.

P.S.: eine "DICKENFEINDLICHE" Freundin?? Sehr sympatisch ....
Solange du dem anderen sein Anderssein nicht verzeihen kannst, bist du noch weit weg vom Weg der Weisheit. (aus China)

Die Hoffnung ist der Regenbogen über dem herabstürzenden Bach des Lebens. (Friedrich Nietzsche)

Snow White

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14

Donnerstag, 14. Januar 2010, 11:44

Trigger

Da ich wirklich einen sehr positiven Eindruck gewonnen habe, dachte ich mir das ich schon einen weiteren Schritt machen kann und habe mich einfach mal registriert. Ich bin begeistert davon, einen Ort gefunden zu haben wo es Menschen gibt die mich wirklich verstehen und nicht mit den Augen rollen und mein Verhalten mit einem Schulter zucken kommentieren. DANKE dafür! :*)

Auf Grund eines kleinen Winterunfalls musste ich heute zum Hausarzt und da ich wirklich eine ganz liebe Ärtzin habe, hab ich mich spontan dazu entschlossen das erste Mal das Thema "Essstörung" offen bei ihr anzusprechen. Und wie hat sie reagiert? Einfach toll! Sie findet es toll das ich so offen das Thema angesprochen habe, es gibt kein Grund für Schamgefühle und zusammen könnte man einen Weg finden um dieses "Problem" zu bessern. Es hat unendlich viel Überwindung gekostet, aber jetzt bin ich wirklich glücklich. Außerdem wird sie mir einen ersten Beratungstermin in einer Klinik mit dem Bereich Psychosomatik machen. Als ersten Schritt um für mich individuell zu entscheiden wie ich vorgehen kann.

Über diesen Fortschritt bin ich wirklich begeistert, aber dennoch spüre ich das es heute ein schwieriger Tag wird. Ich bin nun den gesamten Tag zu Hause und das ist meist gefährlich. Wie soll ich sagen? Es ist so, dass ich auf einer wirren Art und Weiße denke das ich heute alles essen müss was zu Hause ist (was nicht wenig wäre). Es ist DIE Gelegenheit. Dabei habe ich gar keinen Hunger. Wobei ich auch irgendwie nichts von den gesunden Sachen essen könnte (werde), wegen diesem "böse/gut" und "Jetzt ist es eh sinnlos" Denkmuster. Ich schätze mal das wird auch einer der schwersten Schritte für mich, die Lebensmittel nicht mehr in gut und böse einzuteilen. Das ist so tief in mir drin, wie ein (falsches)Betriebssystem auf einem Rechner. :S

Dennoch habt vielen Dank für all die lieben Worte und Ideen, dass ist wirklich ermutigend. Ansonsten hätte ich vielleicht heute gar nicht den Schritt bei meiner Hausärztin gewagt.

15

Donnerstag, 14. Januar 2010, 12:01

Hallo, Snow White,

fein, dass Du Dich angemeldet hast. Und Gratulation zum Schritt, Deiner Ärztin davon zu erzählen. Alle meine Ärzte wissen von meiner Störung und können darum auch gewisse Dinge viel besser einordnen, ohne dass es zur "Katastrophe" kommt. Ich bin z.B. Diabetiker, und für Diabetiker ist das A und O der Therapie Gewichtsabnahme, und wenn der Patient das nicht macht, sind die Ärzte sauer oder unterstellen, therapie-unwillig zu sein. Meine Diabetologin weiss aber von meiner Störung und würde mir die Standard-Empfehlung "Nehmen Sie ab!" niemals einfach so sagen, weil sie weiss, dass alleine so eine Bemerkung bei mir zu Depressionen und Fressanfällen führen kann. Ich erwarte von ihr keinesfalls besondere Rücksichtnahme und "Samthandschuhe", aber genauso wie ich erwarte, dass man einem Alkoholiker nicht einfach sagt "Trinken Sie doch einfach weniger", erwarte ich, dass man mir nicht sagt "Nehmen Sie doch einfach ab". Ohne das Wissen um meine Essstörung könnte so etwas auch bei Ärzten durchaus passieren, und daher habe ich mir angewöhnt, es den Ärzten ziemlich schnell zu sagen, was mit mir los ist. Wenn Ärzte dann blöde reagieren (ist bei mir aber erst ein- oder zweimal passiert, die meisten haben sehr grosses Verständnis gezeigt), wechsele ich den Arzt, noch gibt es in diesem unserem Land ja die freie Arztwahl.

Ich schätze mal das wird auch einer der schwersten Schritte für mich, die Lebensmittel nicht mehr in gut und böse einzuteilen. Das ist so tief in mir drin, wie ein (falsches)Betriebssystem auf einem Rechner. :S


Ja, das ist schwierig. Ich habe das bei einigen Lebensmitteln immer noch, aber das sind nur ganz wenige. Die sehe ich aber mittlerweile auch nicht als "böse", sondern einfach als "Lebensmittel, die ich nicht essen sollte, weil sie besonders oft FAs bei mir auslösen". Aber das sind wenige, kaum 5. Früher gab es eine ganze Liste der Lebensmittel, die ich nicht essen "darf", heute sind eine handvoll Sachen, die ich nicht essen "sollte". Das ist zwar für viele nur ein sprachlicher Unterschied ("darf", "sollte"), aber für mich liegen da WELTEN zwischen.

Einen lieben Gruss

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

Snow White

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16

Donnerstag, 14. Januar 2010, 12:16

Hallo Petrus,

ich sehe das mit dem "soll" und "darf" genauso wie du. Für mich ist es ebenfalls ein Unterschied wenn ich mir sage "Ich muss xy machen" oder "Ich möchte xy für mich tun". Sobald ich Druck, in jeglicher Form, spüre reagiere ich nämlich fast immer gleich: Ich werfe sprichwörtlich die Hände in die Höhe und laufe kreischend wieder rückwärts und (fr)esse. Das ist das Einzige was ich bisher wirklich sicher sagen kann: Druck hilft mir nicht. Im Gegenteil, dann wird alles schlimmer.

Was die Sache aber auch nicht leichter macht. Denn es ist schwer "alles locker ohne Druck" zu sehen und einen Mittelweg zu suchen, wenn man in extremen denkt (immer ganz oder gar nicht). Ich meine mittlerweile bin ich auch fest davon überzeugt, dass unsere Gedanken das handeln beeinflußen... aber ein Denkmuster das sich über Jahre etabliert hat zu überschreiben und seinem Körper statt Industrie und Medien zu vertrauen, dass ist einfach schwer. :S

Darf ich mal allgemein fragen wie Ihr mit eurer Umwelt umgeht?

Viele meiner Kollegen zum Beispiel wollen mich manchmal motivieren mit Ihnen Diät zu halten oder "etwas zu tun". Nun möchte ich aber nicht gleich mit der Tür (meinem Problem) ins Haus fallen, daher sage ich meist "ja klar" um dem Druck aus dem Weg zu gehen. Was natürlich nicht sehr sinnvoll ist, da klar ist das ich dieses "etwas tun" nicht aushalte.

17

Donnerstag, 14. Januar 2010, 14:09

Hey Snow White :-)
Freu mich ganz dolle für dich, dass du den Schritt gegangen bist deine Hausärztin einzuweihen :-)!!!!!!
Super echt. Und übrigends kenn ich deine Reaktion - "dann erstmal ordentlich (fr)essen" nur zu gut.
Irgendwie hat man halt auch wahnsinnige Angst seine Sucht aufzugeben - weil man ja noch garnix andres hat
um Gefühle zu verarbeiten und überhaupt ist es ja ein Teil vom Alltag - von einem Selbst...
Als ich erfahren hatte, dass ich die Klinik bewilligt bekommen hab, hatte ich auch ne schwere Phase bis es dann endlich
soweit war (Wartezeiten können manchmal lange werden...) da hab ich echt noch schlimmer reingefressen als vorher.
Ich hatte Angst und dachte ja - ich geh dahin und die nehmen mir dann meine Sucht (weg)... und dann???
Ich kannte ja nix anderes. Und obwohl ichs loswerden wollte hatte ich tierisch ANGST...
Kann mir vorstellen, dass es mehr Leuten so geht wenn sie anfangen etwas gegen die Essstörung zu tun...
Ich weiss auch garnicht ob ich dir was schreiben kann was hilft... :S
aber eine Klinikerfahrung ist eine tolle Sache (wars jedenfalls bei mir) und meine Essstörung ist zwar nicht weg aber
ich hab jede Menge wichtige "Schlüssel" für mich in die Hände bekommen, sodass ich jetzt insgesamt besser klar komme.
Ich denke ich wollte dir einfach schreiben, dass ich gut nachvollziehen kann wie es dir geht und anteil nehme daran.
Finds einfach Klasse, dass du dich jemandem Offenbart hast. Das ist ein super Anfang.
Ganz lieben Gruß, triv.

Coccinelle

unregistriert

18

Freitag, 15. Januar 2010, 04:36

Hallo,
ich bin ja noch ganz neu hier, aber ich hab gerade festgestellt, wie schön das ist mal offen darüber zu schreiben. Also wundert euch nicht, wenn ich jetzt ganz viele Beiträge schreibe :)
Nun zu der Frage: Darf ich mal allgemein fragen wie Ihr mit eurer Umwelt umgeht?
Also meine Eltern haben leider das Schreiben der Krankenkasse gefunden, in dem meine ersten 25 Therapiestunden genehmigt wurden. Also musste ich ja etwas sagen. Ich habe ihnen dann eine Infobroschüre von meiner Therapeutin zum Thema Essstörungen gegeben, weil ich selber einfach nur schwer darüber reden kann. Aber in meiner Familie herrscht sowieso eine merkwürdige Art der Kommunikation. Da könnte ich seitenweise drüber schreiben... Das Thema war dann erledigt und ich bin auch bald ausgezogen.
Mein Freund ist trockener Alkoholiker und igentlich der einzige mensch, der wirklich viel darüber weiß. Und um nochmal auf eine vorherigen Post zu verweisen: Ich beneide ihn jeden Tag. Einfach kein Alkohol trinken...

Ich hab dann lange Zeit versucht einfach keine Süßigkeiten zu essen, da ich mich eigentlich nur an Süßigkeiten überesse und Lebensmittel auch ganz strikt nach Süßigkeiten - Nicht-Süßigkeiten trenne. Das Problem ist nur, dass das nicht funktioniert. Denn was macht man, wenn man dann eigeladen ist? Und dann gibt es Dessert. Ist das Dessert nun eine Süßigkeit? Ja, das ist es und ich hab mich so regelmäßig an Pudding und Eis und Kuchen etc. übergessen (ich schreib nicht gern überfressen...), dass das wohl nix war.
Sonst weiß nur eine Freundin von mir davon. Aber das einzige, was ich herausbekommen hab war "Ich hab ne Essstörung"... Genauso steht es mit meinem Chef. Und das bereue ich eigentlich jeden Tag... Aber es ging nicht anders. Das war in einer sehr schlimmen Phase und ich hätte fast eine Nervenzusammenbruch auf der Arbeit bekommen.
Ich will auch eigentlich niemandem davon erzählen. Ich hab Angst, dass mich dann die Leute anders behandeln. So als müsste man mich schonen oder so, als wäre ich kein belastbarer Mensch. Und das will ich nicht.
Grüße,
Coccinelle

19

Freitag, 15. Januar 2010, 06:35

Liebe Coccinelle,
schön, dass es dir bei uns gefällt ! ^^
Ich habe früher meine ES auch verheimlicht. Mich dafür geschämt. Mein Gewicht verheimlicht bzw. mich 10 Kilo "leichter gemacht". Höchstens mal geklagt, dass ich ja "irgendwie nicht abzunehmen schaffe", und bekam dann die üblichen gutgemeinten Ratschläge (iss doch weniger, abends nichts mehr, mach doch Sport etc.).
Seit meiner ersten Therapie ist das anders. Ich gehe offen, schon fast offensiv mit meiner ES um. Die Reaktionen sind unterschiedlich. Meine Mutter will es bis heute nicht wahrhaben und ist jedesmal erschrocken, wenn ich das Wort ES oder gar BED ausspreche. Mein Mann hat es zunächst bagatellisiert und begreift es aber inzwischen sehr gut. (Steter Tropfen höhlt den Stein!) Manche können nichts damit anfangen, andere sind verunsichert und wieder andere akzeptieren es einfach. Meine Kollegen wissen auch davon, mein Chef allerdings nicht - mit ihm rede ich aber eh wenig Persönliches.
Meine persönliche Erfahrung ist, dass die Scham vor der Reaktion anderer oft damit zusammenhängt, dass man es selbst noch nicht so ganz akzeptiert hat ... wenn man so selbstbewusst damit umgeht wie ich inzwischen, kann da eigentlich keiner viel dazu sagen ... und muss es ja auch nicht ...

LG
laverne
"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas einen Sinn hat, egal wie es ausgeht." (Vaclav Havel)

Snow White

unregistriert

20

Samstag, 16. Januar 2010, 10:49

Trigger !

Ich bin mir nicht sicher gewesen ob ich für dieses Posting einen extra Thread eröffnen sollte, daher habe ich einfach meinen schon vorhandenen genutzt. Ich hoffe das ist soweit in Ordnung?! Es geht mir gerade auch eigentlich nur darum, dass ich mir etwas kurz von der Seele schreiben kann. ;(

Also ich habe morgen Geburtstag und wie ihr bereits oben lesen konntet habe ich wenig bis keine Freunde mehr. Die einzige gute Freundin die ich noch habe lebt im Norden. Noch dazu lebt meine gesamte Familie ebenfalls sehr weit weg und somit besteht für mich absolut keine Möglichkeit weder meine Familie noch meine Freundin morgen zu sehen.

Von daher weiß ich natürlich jetzt schon, dass der morgige Tag ein Horror wird und ich würde am liebsten diesen ganzen dummen Tag verschlafen. Mein letzten Geburtstag "feierte" ich noch mit meinem damaligen Freund, dieser Geburtstag war auch mehr als miserabel. Doch immerhin musste ich diesen nicht ganz alleine verbringen.

Nun habe ich heute morgen bereits meinen Wochenendeinkauf erledigt. Das war ein absolutes Disaster, ehrlich! Ich war wie immer hin und her gerissen: "Soll ich "gesund" oder "böse" einkaufen? Morgen habe ich Geburtstag und ich bin alleine, also kauf viel Süßes. Nein das ist aber auch nicht gut was denken die Damen an der Kasse von mir?" (usw.) Was dazu geführt hat das ich viel gutes und viel böses gekauft habe. Mit dem Hintergedanken, dass ich mich so "spontan" entscheiden kann und im besten Fall auch gesunde Sachen im Haus habe obwohl ich schon unglaubliche Angst habe vor morgen (bezüglich FA´s). Ich bin einfach nur noch fertig, dass alles ist so anstrengend und ich bin so ermüdet von diesem ganzen ´schwarz - weiß´denken.

Ich weiß mir kann in dieser Situation (heute und morgen) niemand wirklich helfen, aber ich wollte kurz darüber schreiben da mir das zumindest ein klein wenig hilft. Ich möchte keine negative Stimmung erzeugen, aber ich wusste nicht wohin ich mich sonst mit diesem ganzen wirren Zeug wenden konnte. :S