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Montag, 11. Januar 2010, 13:40

Erfahrung mit "Low Carb"

Habe mir letzte Woche das Buch "Zucker und Bulimie" bestellt.

Ist ja nicht viel anders als "Low Carb", eben noch strenger auf den Zucker betogen. Nach 3 Tagen habe ich beschlossen, daß ich das ganze für mich passend zu machen und sieht nun so aus:



Ich esse weiterhin 3 Mahlzeiten am Tag, tut meinem Magen einfach gut, habe mich auch sehr gut dran gewöhnt.

Frühstück und Mittagessen besteht aus etwas Kohlenhydraten und viel Gemüse, Fleisch und Salat. (Heute hab ich das erste mal "Nachtisch gegessen, da muss ich aufpassen, daß es bei einer "Nachtisch-Portion" bleibt)

Abends gibt es dann keine Kohlenhydrate, was mir am schwierigsten fällt. Habe abends nicht die Zeit zum Kochen, wir essen da immer kalt.

Habe aber für mich beschlossen, daß ich 2 Tage die Woche einbau, wo ich bewußt abends Kohlenhydrate esse.

Bin mal gespannt, wie ich auf Dauer klarkomm, momentan fühl ich mich gut.



Ich denke, so ist es für mich keine "Diät", sondern eine Ernährungsumstellung, der Gesundheit zuliebe...



Habt Ihr auch Erfahrungen hiermit gemacht ?

2

Montag, 11. Januar 2010, 18:00

Low Cab.. no thanks... :D
Da sind meine FAs vorprogrammiert...

Ich bin damit gar nicht klar gekommen...
meine Tante lebt dafür...


Liebe Grüße
Yrla
Is(s) doch:
Und: Wer Tippfehler findet, darf sie behalten
By the way: Be yourself, no matter what they say...
Procrastination is the thief of time (Verschiebetaktik ist der Dieb der Zeit) :whip:

3

Montag, 11. Januar 2010, 18:11

Ich hab auch keine guten Erfahrungen (mittelfristig) mit dem Verzicht oder der totalen Einschränkung von Kohlenhydraten gemacht ... löst bei mir FA aus ;( .

LG,

Sonja.
Solange du dem anderen sein Anderssein nicht verzeihen kannst, bist du noch weit weg vom Weg der Weisheit. (aus China)

Die Hoffnung ist der Regenbogen über dem herabstürzenden Bach des Lebens. (Friedrich Nietzsche)

4

Montag, 11. Januar 2010, 19:08

Das tröstet mich sehr, Sonja und Yrla, dass ihr das schreibt: Mich hat der Beitrag schon so getriggert, dass ich beim puren *Gedanken* beim Verzicht auf KH fast nen FA gehabt hab ... (ist nicht deine Schuld, CM, keine Sorge, ich beschäftige mich eh grad wieder mit Ernährung).

LG
laverne
"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas einen Sinn hat, egal wie es ausgeht." (Vaclav Havel)

5

Montag, 11. Januar 2010, 20:42

Ich bin da etwas zwiegespalten.

Einerseits erlebe ich oft genug, dass ich manchmal auf Kohlehydrate stark mit Heißhunger reagiere.
Andererseits fühle ich mich ohne Kohlenhydrate nicht besonders wohl, hab da ein komisches Gefühl im Bauch.

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass ich nach einer schlimmeren Essphase eine ziemliche Achterbahnfahrt in meinem Insulinspiegel habe. Es ist dann so, dass zu meinem psychischen Essdruck auch noch richtiger körperlicher Heißhunger dazu kommt. Da könnte ich morgens gleich wieder mit bestimmten Lebensmitteln weitermachen, mit denen ich am Abend zuvor aufgehört hatte...

Ich möchte auf keinen Fall meine Ernährung auf so einem Prinzip aufbauen. Das wäre einfach viel zu krass, selbst wenn es vielleicht hilft einige Essanfälle zu vermeiden. Ich fühle mich damit einfach nicht wohl. Ich versuche aber dennoch immer mal wieder Eiweiß in meinen Ernährungsplan einzubauen, denn es gibt ein paar Gerichte, da fühle ich mich nicht so seltsam, sie schmecken mir und ich habe schon das Gefühl, dass dadurch mein Heißhunger reduziert wird. Generell kann und ich will ich das aber nicht permanent durchziehen...

Und was man immer auch bedenken sollte: Kohlenhydrate sind genauso wichtig für uns, wie alle anderen Lebensmittelbestandteile. Man sollte, glaube ich, generell eher vermeiden sich sehr einseitig zu ernähren, vor allem wenn es einem dann auch noch schwer fällt...

6

Montag, 11. Januar 2010, 21:19

Es gibt kaum etwas Ungesünderes, als sich kohlenhydrat-arm zu ernähren. Selbst uns Diabetikern wird das nicht empfohlen, obwohl es unseren Insulinbedarf reduziert würde. Aber der Körper braucht Kohlenhydrate, weil die KH Energie liefern. Wenn der Körper sie nicht bekommt, holt er sich die Energie aus dem menschlichen MUSKEL(!)fleisch, da sich Protein notfalls in KH umwandelt lässt. Das heisst, der Körper greift sich selbst an. Wer glaubt, durch Verzicht auf Kohlenhydrate seinen Körper anzuregen, aus Fett Kohlenhydrate zu synthetisieren, der irrt leider. Über Protein ist das viel leichter, und der menschliche Organismus geht immer den leichtesten Weg. Und notfalls holt der Körper sich das z.B. vom Herzmuskel, was dann eine Herzschädigung zur Folge hat. Nicht umsonst wird eine ganz bestimmte amerikanische protein- und fettbetonte, aber kohlenhydrat-reduzierte Diät (deren Namen ich nicht nennen werde) als "Herzinfarkt-Diät" bezeichnet. Soviel zum Thema...

Schönen Gruss und gute Nacht

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

7

Dienstag, 12. Januar 2010, 04:56

Jede Ernährungsform wo man irgendwas weglässt, ist in meinen Augen unsinnig und fördern ES nur.

Ich musste mal eine zeitlang zucker weglassen (1 jahr) aus gesundheitlichen gründen - jeglichen industriezucker egal wie er hiess...es war nur honig und algavensirup erlaubt..somit fielen fast alle aufschnitte, brotsorten etc weg. war eine menge arbeit....und im ersten moment denkt man...hey super...mal richtig gesund...wieder zurück zur "natur-süße" von lebensmitteln....

Ging voll in die Hose...und zwar sehr extremst...die FAs sind noch UNkontrollierter als sonst gewesen danach....

wir beschäftigen uns eh schon viel mit dem essen...wenn man sich dann noch extrem überlegen muss was man wann isst und nicht darauf achtet, was man wirklich will...denk ich, wird der druck nur grösser.....

Leilah

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Leilah« (12. Januar 2010, 06:48)


8

Dienstag, 12. Januar 2010, 05:52



Ging voll in die Hose...und zwar sehr extremst...die FAs sind noch kontrollierter als sonst gewesen danach....


Guten Morgen, Leilah,

ich denke, Du meinst "unkontrollierter", oder?

Auf jeden Fall stimme ich Dir zu: Kohlenhydrate sind ein notwendiger Bestandteil unserer Nahrung, sie wegzulassen oder unter ein gewisses Mindestmass zu drücken, bedeutet, ein Ungleichgewicht zu schaffen. Und auch dem möchte ich zustimmen, dass wir uns schon genug (mehr als genug und uns gut tut!) mit "Essen" beschäftigen. Ich habe schon "nach Bruker" gelebt, "nach Wandmaker", habe "Trennkost" gemacht, natürlich "makrobiotisch" ernährt, ich kenne alle "gesunden" Ernährungsweisen und bin meine Sucht nicht los geworden, im Gegenteil, jeder "gesunden" Phase folgte ein Rückfall, manchmal schlimmer als vorher...

... wobei wir all diese Erfahrungen leider niemandem abnehmen können.

Schönen Gruss

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

9

Dienstag, 12. Januar 2010, 06:51

Danke Petrus - ich habe es gleich editiert - war vor meinem 50. Kaffee heut morgen :thumbsup:

Leilah

p.s. achja Bruker hab ich auch schon durch ...hatte damals die hoffnung dass sich meine darmprobs damit regeln lassen..tja hätte wohl geklappt wenn die sucht nicht gewesen wäre und die FAs....

10

Dienstag, 12. Januar 2010, 09:30

Danke Petrus - ich habe es gleich editiert - war vor meinem 50. Kaffee heut morgen :thumbsup:

Leilah

p.s. achja Bruker hab ich auch schon durch ...hatte damals die hoffnung dass sich meine darmprobs damit regeln lassen..tja hätte wohl geklappt wenn die sucht nicht gewesen wäre und die FAs....


Bist Du auch ein Kaffee-Junkie, Leilah? Ich auch...

Ich bin damals sogar zu einer dieser "Gross-Sprechstunden" von Bruker Himself gefahren, habe meinen Fall geschildert und war stocksauer, weil er seine Standard-Antwort gab "Zucker weglassen, kein tierisches Fett, nur Vollkornprodukte" (das vierte habe ich vergessen) "dann gibt es auch keine Sucht". Als ob es so leicht wäre! Als ob Sucht allein vom Suchtstoff abhängt! Natürlich ist es gut, sich gesund zu ernähren. Aber das ist nicht das Problem von Esssüchtigen und Bingern. Im Übrigen ernähre ich mich ausgesprochen gesund, ja, fast schon perfektionistisch, wenn ich gerade abstinent bin. Dann ernähre ich mich so gesund, dass "Petrus" und "Gesunde Ernährung" geradezu Synonyme sind. DAS ist nicht das Problem...............................

Lieben Gruss

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

11

Dienstag, 12. Januar 2010, 09:42

Laverne, ich musste gerade lachen...
aber mir ging es genauso...
der Gedanke keine KH zu essen löst in mir Panikattacken aus...
Als ich den Thread laß bekomm ich innere Wutanfälle..
(nein, nicht auf dem Threadsteller persönlich :D )
Spoantan kam bei mir "no thanks" raus, habe aber zur Abschwächung ein Grinsesmilie hinter gemacht...


Liebe Grüße
Yrla
Is(s) doch:
Und: Wer Tippfehler findet, darf sie behalten
By the way: Be yourself, no matter what they say...
Procrastination is the thief of time (Verschiebetaktik ist der Dieb der Zeit) :whip:

12

Dienstag, 12. Januar 2010, 10:19

Jede Ernährungsform wo man irgendwas weglässt, ist in meinen Augen unsinnig und fördern ES nur.

Bin nicht ganz deiner Meinung Leilah ....

es gibt einfach Lebensmittel die bei manchen Menschen FA-auslösend sind. Die wegzulassen hilft sehr (wenn man es schafft). Außerdem bin ich der Überzeugung, dass es eine gefährliche Illusion ist zu glauben man brauche und müsse nichts an der Ernährung/den Ernährungsgewohnheiten ändern und das Problem würde sich irgendwann von selbst regeln.

Nach jahrelanger/jahrzehntelanger Essstörung hat sich das gestörte Essverhalten nämlich manifestiert. Auch wenn alle anderen Probleme/Auslöser usw. gelöst und im Griff sind .... das gestörte Essverhalten bleibt. Das macht es auch so unendlich schwer - wir können nicht (wie z.B. ein Alkoholiker) auf Essen verzichten, wir MÜSSEN lernen damit zu leben.


LG,

Sonja.
Solange du dem anderen sein Anderssein nicht verzeihen kannst, bist du noch weit weg vom Weg der Weisheit. (aus China)

Die Hoffnung ist der Regenbogen über dem herabstürzenden Bach des Lebens. (Friedrich Nietzsche)

13

Dienstag, 12. Januar 2010, 10:57

Liebe Sonja,

vielleicht meint Leilah es ja so wie ich es meine: Klar, gewisse triggernde oder gar suchtauslösende Nahrungsmittel lasse ich auch weg. Es gibt einige wenige Nahrungsmittel, da kann ich auf den Rückfall ins Fressen geradezu warten! Die meide ich, so gut es geht.

Aber ganze Bestandteile der Nahrung wegzulassen, wie Proteine, Fett, Kohlenhydrate, das halte ich für ausgesprochen gefährlich. Und ich denke, dass Leilah das ähnlich gemeint hat?? ?? ??

Lieben Gruss

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

14

Dienstag, 12. Januar 2010, 11:49

LEBENSMITTELANGABE

Genauso meine ich es Petrus.....triggernde Lebensmittel meide ich auch....z.b. dieses schei*** Sandwichbrot....aber ich meide deshalb nicht andere Kohlenhydrathe.....

Leilah

15

Dienstag, 12. Januar 2010, 14:24

Hier ist ein alter Thread zum gleichen Thema:

[Empfehlung] Eiweißreiche, kohlenhydratarme Ernährung hilft mir - wem noch?