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[Sonstiges] Neuer Versuch...

LadyMoonlight

unregistriert

1

Samstag, 22. August 2009, 15:17

Neuer Versuch...

Hallo Ihr Lieben,

nachdem es die letzte Zeit wieder echt schlimm ist mit den FA's (auf zwei Tage normal essen folgen drei bis vier Tage FA), versuche ich es jetzt mit der "Schlank im Schlaf" Methode wieder in den Griff zu bekommen. Das ist zwar eigentlich eine Methode zum Abnehmen, aber ein ganz wichtiger Punkt dabei ist, daß man zwischen den Mahlzeiten jeweils eine Pause von 5 Stunden einhält. Vielleicht hilft mir das, nicht ab Mittags durchgehend bis zum schlafen gehen alles Mögliche in mich rein zu schaufeln.

Ich versuche es jetzt sogar mit frühstücken, und mich dann an die 5 Stunden Pause zu halten. Dann gibt es ein Mittagessen, so daß ich richtig satt bin, und dann wieder die 5 Stunden Pause, und dann ein leichteres Abendessen. So habe ich sozusagen "ein Ziel" vor Augen, weil ich eben genau weiß, wenn ich um 9:30 Uhr mit Frühstücken fertig bin, darf ich um 14:30 Uhr Mittagessen. Und wenn ich um 15 Uhr mit Mittagessen fertig bin, darf ich um 20 Uhr Abendessen. Vielleicht hilft mir diese Regelung mit den festen Zeiten, wo ich halt genau weiß, wann ich wieder etwas essen darf. Vielleicht brauche ich das... :o

Ich hoffe, daß es mir hilft... Ich weiß sonst nicht mehr wie ich es im Moment wieder in den Griff bekomme... Mir geht es im Moment auch so nicht gut, die Depri ist wieder stärker, und ich fühl mich oft schon von den simpelsten Dingen total überfordert und hab das Gefühl daß ich nichts auf die Reihe kriege. Dadurch sind wohl auch die FA wieder so ausgeprägt denke ich. Und umso mehr FA ich an den Tag lege, umso mehr fühl ich mich als Versager etc. und bekomme erst recht nichts auf die Reihe. Vielleicht komm ich so aus dem Teufelskreis erst mal wieder halbwegs raus...

Ich wünsch Euch trotzdem ein schönes Wochenende!
Liebe Grüße
Lady

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »LadyMoonlight« (22. August 2009, 15:17)


2

Samstag, 22. August 2009, 16:46

Hallo Lady,

ich habe mit der 5-Stunden-Pause Methode total gute Erfahrungen gemacht und kann sie nur empfehlen.
Auch ein Frühstück (so schwer es mir oft fällt) tut mir sehr gut.

In depressiven Zeiten ist es natürlich ganz besonders schwer .... umso stolzer kannst du sein, dass du es trotzdem angehst!

GLG,
Sonja.
Solange du dem anderen sein Anderssein nicht verzeihen kannst, bist du noch weit weg vom Weg der Weisheit. (aus China)

Die Hoffnung ist der Regenbogen über dem herabstürzenden Bach des Lebens. (Friedrich Nietzsche)

3

Sonntag, 23. August 2009, 09:39

Hallo Lady,

wir haben damals in der Binge Tagesklinik im groben nach dem Prinzip gelebt und Fas und Gewicht gingen deutlich zurück.
Wichtig: wir haben uns richtig satt gegessen!!!!! Morgens drei Brötchen waren ein Muss!!! Und es war auch egeal ob Sahne oder Milch..
Wichtig waren morgens und Mittags viele Kohlenhydrate, auch Zucker statt Süssstoff. Abends nur Eiweiß und auch das Gemüse.
Das Buch kenne ich, und finde es an einigen Stellen übertrieben..

Neben dieser Ernährung, gehörten:
Mal, Gestalt, Gesprächstherapie und ein bissel Sport, aber kein Hammersport, sondern ehrer konzenrtrierte Bewegung..

Du kannst morgens auch Dein Müslee mit Milch essen, ich hab davon auch gut abgenommen. Spreche da aus Erfahrung.
Gutes Gelingen

Yrla
Is(s) doch:
Und: Wer Tippfehler findet, darf sie behalten
By the way: Be yourself, no matter what they say...
Procrastination is the thief of time (Verschiebetaktik ist der Dieb der Zeit) :whip:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Yrla« (23. August 2009, 09:39)


4

Sonntag, 23. August 2009, 10:31

vorsicht trigger (essensplan aus meiner klinik)

hallo,

ich wundere mich nur über diese 5 stunden regel. die
spanne finde ich persönlich recht lang. ich habe in meiner reha
gelernt, dass man ca. alle 4 stunden was essen sollte (so haben wir es
dort auch gemacht). gut, wenn man zu den mahlzeiten recht viel isst,
mag das gehen, aber dennoch. ich glaube es spricht nichts dagegen auch
4 oder sogar 5 mahlzeiten einzulegen. letztendlich geht es ja nur darum
eine struktur zu haben. in der klinik haben wir das so gemacht:

Frühstück (2 Brötchen, Saft, Milch, Obstsalat mit wenig Müsli)
Mittag (kl. Salat, mittlere Portion Hauptmahlzeit, kleiner Nachtisch)
Snack (1 Riegel Schokolade o.ä. , sonntags ein Stück Kuchen, 1mal pro Woche ein Eis)
Abendessen (2-3 Sch. Brot, kl. Salat)
Snack (Stück Obst, ein warmgetränk)

keine lightprodukte, kein zuckerersatz.

die
meisten (welche starkes übergewicht hatten) haben recht gut abgenommen.
haben aber auch ein moderates sportprogramm 4mal pro woche gemacht
(walken, aquafit, gymnastik) etc.

ich will hier keine
ernährungspläne reinstellen, eben nur schreiben was ich gelernt habe
und womit ich gute erfahrungen gemacht habe. die ernährungstherapeutin
sagte, mit dieser struktur stellen wir sicher, dass neben dem
psychischen hunger kein physischer hinzu käme, wir uns darum also keine
"sorgen" machen müssten. mein physischer hunger wäre nach 5 stunden
einfach zu groß und da hätte ich angst, dass ich mich dann schon
deswegen überessen würde.

aber ich denke das muss jeder für sich rausfinden.

ich hoffe es war ok, sowas hier beizutragen? wenn nicht bitte löschen, ich kenne mich hier noch nicht so aus ;-)

gruß, isa

5

Sonntag, 23. August 2009, 10:45

Hallo Isa,

es gibt sicherlich keinen "besten" Weg. Jeder muss für sich selbst einen finden. Mir gehts nur so, dass es meiner Psyche unendlich gut tut von der andauernden Fresserei wegzukommen. Deshalb komme ich mit der 5-Stunden-Lösung auch so gut klar. Ich DARF essen, DARF ALLES ESSEN was ich will ..... aber nicht ANDAUERND!

Mir hilfts ;-)

GLG,
Sonja.
Solange du dem anderen sein Anderssein nicht verzeihen kannst, bist du noch weit weg vom Weg der Weisheit. (aus China)

Die Hoffnung ist der Regenbogen über dem herabstürzenden Bach des Lebens. (Friedrich Nietzsche)

6

Sonntag, 23. August 2009, 10:58

Im Prinzip habe ich eine "4-Stunden-Lösung", ich esse alle 4 Stunden etwas, also 4 Mahlzeiten, und versuche, zwischendurch nichts zu essen. Momentan klappt das recht gut. Ich denke, dass es keine allgemeingültige Lösung gibt, sondern nur eine, die individuell auf einen selbst "passt". Und die muss man finden.

Isa, wenn Du mit dem Klinikplan gut klarkommst, ist das Dein Weg. Wenn nicht, musst Du DEINEN Ess-Weg noch suchen und finden.

Gruss

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

7

Sonntag, 23. August 2009, 11:07

ich hoffe es war ok, sowas hier beizutragen? wenn nicht bitte löschen, ich kenne mich hier noch nicht so aus ;-)


KLar ist das o.k.! Schreb wozu immer Dir was einfällt. Ich empfinde Deine Beiträge als sehr bereichernd hier!
Und Fehler sind erlaubt, wir Mods weisen Dich dann freundlich drauf hin und gut ist.

Liebe Grüße
lols
Geduld bringt die Leichtigkeit zwischen den Schritten.

8

Sonntag, 23. August 2009, 22:30

das beruhigt mich, danke :)

Guardian Angel

unregistriert

9

Montag, 24. August 2009, 11:20

Hallo an Alle,

ich bin vor kurzem auf dieses Forum gestoßen und finde es echt schön, sich mit "Leidensgenossen" austauschen zu können. Ich persönlich habe auch das Gefühl, dass ich einen vorgegebenen essensplan brauche, um FA verhindern zu können. Ich habe mal ein halbes Jahr WW (die mit den Punkten) gemacht und konnte so meine FA´s minimieren (vorgekommen sind sie trotzdem). Aber ich stelle mir immer wieder die Frage, ob ich jetzt mein ganzes Leben lang "diät" machen muss, damit mich meine FA´s nicht im Griff haben....*grübel* Habe auch schon versucht, "normal" zu essen und einfach 5 Mahlzeiten zu mir zu nehmen. Das Problem ist nur, wenn ich nicht Alles aufschreibe, bekomme ich schnell das Gefühl, dass eh Alles sinnlos ist und fange wieder mit fressen an.:o( Kann also eine Diät die Lösung sein?

Zudem lese ich gerade das Buch "das Leben verschlingen". Dort wird ja eindeutig davor gewarnt, gleichzeitig zu versuchen abzunehmen und die FA´s in den Griff zu bekommen. Aber irgendwie kann ich gar nicht mehr "normal" essen. :o(

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Guardian Angel« (24. August 2009, 15:23)


LadyMoonlight

unregistriert

10

Montag, 24. August 2009, 13:35

Hallo Ihr Lieben!

Ui, so viele Antworten... :-)

@ Sonja und Yrla,

das ist ja schon mal schön zu lesen, daß Ihr mit der Methode gute Erfahrungen gemacht habt!

Daß es in den Phasen wo die Depris schlimmer sind, noch schwieriger ist, kann ich allerdings auch nur bestätigen. Aber ich denke mir halt auch, wenn ich nichts gegen meine FA mache, werden die Depris nur noch schlimmer, weil ich mich dadurch noch mehr als Versager fühle. Und jeden Abend, an dem ich ins Bett gehe und den Tag mit der 5-Stunden-Regelung eingehalten habe und keinen FA hatte kann ich stolz auf mich sein und mich (soweit möglich) drüber freuen, und das hilft dann wiederum ein bißchen gegen die Depris.

Yrla, Du schreibst, ihr habt "im Groben" nach dem Prinzip gelebt - magst Du mir das mal ein bißchen näher beschreiben? Also ohne Abwiegen, ohne genau die Kohlehydrat- und Eiweißmengen in Gramm zu berechnen etc.? (so mach ich es zumindest im Moment)

Sport... tja, ich muß leider gestehen, daß ich seit *grübel* irgendwann im Juni leider nicht mehr im Training war. Auch so eine "Begleit-Erscheinung"der Depri. Erst hatte ich ein paar mal keine Zeit, und dann hab ich den Einstieg wieder nicht mehr geschafft. Der gute Wille ist da, aber wollen und können.... Ich nehms mir fast täglich vor und schaff's nicht. Aber ich geb nicht auf. Ich krieg meinen Hintern schon wieder hoch - ich hoffe nur bald...


@ Isa

Bei mir spricht etwas sehr stark GEGEN 4 oder 5 Mahlzeiten... Wenn ich mir z.B. nachmittags einen Snack erlaube, ist das für mein Unterbewußtsein schon wieder der Startschuß für einen FA. Ich habs ausprobiert... Der "physische Hunger" hält sich bei mir auch bei ca. 5 Stunden in Grenzen. Vom Mittag- zum Abendessen ist es sowieso überhaupt kein Problem, wenn dann müsste ich den Snack zwischen Frühstück und Mittagessen einschieben, und da ist die Gefahr, daß ich dann wieder rund um die Uhr esse einfach zu groß. Und das Stück Schoki oder so gönne ich mir auch, nur halt direkt nach dem Mittagessen als Nachtisch sozusagen. Und wenn ich das Essen würde, was Du hier geschrieben hast, würde ich auch ohne FA weiter zunehmen... Und für 4x pro Woche Sport hätte ich - selbst wenn ich mich dazu aufraffen könnte %u2013 gar nicht die Zeit.

Und ohne Süßstoff - das geht bei mir gar nicht. Ich brauche meinen Kaffee süß, und meinen Tee auch. Und wenn ich da jedesmal Zucker reintun würde, wären das massig Kalorien, und auch das Prinzip des "Schlank im Schlaf" wäre zunichte.


@ Guardian Angel

Vor der Frage, ob ich jetzt mein ganzes Leben lang Diät halten muß bin ich auch schon gestanden. Und weil mir diese Aussicht überhaupt nicht gefällt, versuche ich, eine Ernährungsweise zu finden, die ich eben nicht als Diät sehe, sondern als umgestellte Ernährung. Das heißt, das muß etwas sein, mit dem gut leben kann, und was mir auch kein Unbehagen bereitet, wenn ich denke "so werde ich mich jetzt den Rest meines Lebens ernähren%u201C. Das ist nur nicht so ganz einfach, BED ist eine Sucht, und wie bei jeder Sucht mit der Gefahr von Rückfällen behaftet. Mit Weight Watchers habe ich zwar auch schon zwei mal abgenommen, aber dabei habe ich immer Hunger gehabt, und dadurch daß es keine zeitliche Begrenzung gibt, waren FA vorprogrammiert. Oft habe ich mittags schon meine 18 points voll gehabt, und habe dann entweder gehungert bis zum nächsten Tag (selten), oder trotzdem noch was gegessen, was dann wieder den sch***egal-Effekt und den nächsten FA ausgelöst hat. Außerdem habe ich immer gewußt daß WW sicher NICHT die Ernährungsweise ist, mit der ich mein restliches Leben weitermachen will, und habe natürlich beide male wieder alles zugenommen hinterher.

Am ehesten kann ich mich eben noch mit der "Schlank im Schlaf" Methode anfreunden, und scheinbar brauche ich auch die zeitliche Struktur sehr stark. Ich mache es jetzt auch nicht strikt nach Plan, aber ich halte an das Prinzip (also grob umrissen)
morgens nur Kohlehydrate, keine tierischen Produkte
mittags alles erlaubt, auch "Leckereien", Eis...
abends nur Eiweiß

wobei ich aber auch Ausnahmen mache - z.b. hole ich mir morgens einen Kaffee am Automaten, und da ist halt mein Lieblingskaffee mit Milchpulver. Aber darauf will ich eben nicht verzichten.


Heute gab bzw. gibt es immer noch schon wieder eine "Bewährungsprobe" - eine liebe Kollegin hat einen runden Geburtstag, und ein üppiges Buffet aufgebaut schon morgens, mit lauter Sachen die ich irre gern mag. Ich bin also auch zum gratulieren gegangen, und habe mir natürlich auch was vom Buffet geholt - Brötchen, Schinken, etwas Käse, ein Stück Kuchen und Joghurt mit frischen Himbeeren.

ABER: ich habe dann an meinem Platz ganz brav alles schön eingepackt und in den Kühlschrank gestellt, da ich schon gefrühstückt hatte, und mein Mittagessen erst jetzt dann "fällig" ist. Ich habe also noch nichts davon gegessen!!! Ich werde mir Mittags das Stück Kuchen als Nachtisch genehmigen, und die Wurst, Käse und den Joghurt als Abendessen. Die Brötchen gibt es dann morgen zum Frühstück mit Marmelade. Ok, Himbeeren sind ja eigentlich abends nicht erlaubt wenn man streng nach "schlank im Schlaf" essen möchte, aber das sind dann eben die kleinen Ausnahmen, die ich oben schon angesprochen habe :-)


So, jetzt muß ich aber wieder arbeiten... :-TD

Liebe Grüße
Lady Moonlight

11

Montag, 24. August 2009, 14:31

Diäten (und eben auch WW) halte ich bei Essgestörten für sinnlos, ja, sogar für gefährlich. Sie kurieren an den Symptomen herum. Es geht nicht um "richtiges" Essen und auch nicht darum, das Richtige zu essen, sondern darum, warum man sich ÜBER-isst, und dieses Überessen zu kontrollieren. Das ist eine psychologische Sache und keine Sache der Ernährungslehren. Diäten bieten da meiner Meinung nach keine Antworten, im Gegenteil, sie verschlimmern das Problem meiner Meinung und Erfahrung nach nur noch. Nach 25000 Diäten lehne ich Diäten rigoros ab.

Gruss

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

LadyMoonlight

unregistriert

12

Montag, 24. August 2009, 14:54

Hallo Petrus,

sicher ist bei vielen Ess-störungen Diät genau das Falsche. Nur als ich z.b. bei Weight Watchers war, wusste ich noch nicht, daß ich eine Ess-störung habe, und von BED hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal etwas gehört. Ergo bin ich davon ausgegangen, daß ich "einfach nur verfressen" bin, und daß ich ein "Frust-Fresser" bin, und dachte daß das einfach nur was mit Selbstbeherrschung zu tun hat. Und daß ich eben mit WW bzw. Diät meine zuvielen Pfunde wieder loswerde.

Daß ich wirklich ess-gestört bin, und daß es BED ist, weiß ich erst seit ein paar Wochen. Sicher ist die Hauptsache, die FA in den Griff u bekommen, und auch das Warum herauszufinden, aber auch in diesem Fall geht es darum, das Richtige zu essen, denn sonst nimmt man auch ohne FA immer weiter zu, und das ist ja auch nicht Sinn der Sache. Die meisten von uns wollen doch ihr "zuviel" wieder loswerden, und ich schätze mal alle wollen nicht weiter zunehmen und ich glaube auch alle wollen sich halbwegs gesund ernähren! Und dazu muß man auch das Thema "richtige" Ernährung betrachten. Wie das für jeden im Einzelnen aussieht, muß wohl (leider) jeder für sich herausfinden, aber komplett ignorieren sollte man es auch nicht. Wobei ich mit "richtige Essen" natürlich NICHT "Diät" meine!

Liebe Grüße
Lady Moonlight

13

Montag, 24. August 2009, 15:18

ihr beide widersprecht euch doch da überhaupt nicht ^^

Sagen wir mal so...
Essen sollte ausgewogen sein und satt machen
ich denke da sind wir uns doch einig oder?

Was das für jeden im speziellen bedeutet, kann er doch gerne mitteilen ^^
aber klar müsste sein, dass eine Essstörung eben nicht über das Essen kurierbar ist,
wie der Name fälschlicherweise vielleicht vermuten lässt.
Da auch das klar ersichtlich war aus den Posts meiner Vorredner ^^

ist von meiner Seite aus alles gesagt.

14

Montag, 24. August 2009, 16:34

Hallo, Lady Moonlight,

natürlich ist es wichtig, auf gesundes ausgewogenes Essen zu achten. Für jeden Menschen ist das wichtig, auch (und vielleicht sogar besonders) für essgestörte Menschen. Aber dort liegt nicht das Problem. Das ist meiner Meinung nach der ZWEITE Schritt, der erste ist eine psychotherapeutische Aufarbeitung der Ursachen, Anlässe und Folgen, die die Esssucht ausgelöst haben und ihrerseits bewirkt. Und ja, sicher, ich habe auch zahlreiche Diäten gemacht, vor allem, als mir noch nicht klar war, dass ich SUCHTKRANK bin. Ich verurteile das ja nicht generell. Nur denke ich, dass man anders an sich arbeiten muss, wenn man einmal erkannt hat, was Sache ist.

Lieben Gruss

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

15

Montag, 24. August 2009, 16:35

aber klar müsste sein, dass eine Essstörung eben nicht über das Essen kurierbar ist,


:)
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

16

Montag, 24. August 2009, 20:31

aber klar müsste sein, dass eine Essstörung eben nicht über das Essen kurierbar ist,


:)


*unterschreib*
Geduld bringt die Leichtigkeit zwischen den Schritten.

17

Montag, 24. August 2009, 22:05

Liebe Lady Moonlight,

ich finde es toll, wie Du es mit dem verwerten der Feierspeisen es geschafft hast für Dich als Person konsequent zu sein...
egal ob es der richtige Weg ist, aber Du warst in dem Punkt bei Dir selbst.
So erlebe ich es bei mir.. alles essen aber zu seiner Zeit, kein Futterneid in sich entstehen lassen.
Und wenn , dann eben wieder von vorn. Immer wieder aufs Pferd steigen.
Genau so habe ich meine FAs gröstenteils im Griff bekommen.
Und wenn mich einer fragt wi ich es geschafft habe so viel an Gewicht verlore zu haben, sage ich ich habe gelernt bei mir selbst zu bleiben und zu achten was ich werklich will und mir wichtig ist.
Dazu gehört auch eine Menge Mut und Standhaftigkeit für seine Intressen zu kämpfen.
Auch mal NEin zu sagen und was man wirklich möchte und was nicht.
Ich habe keine Probleme mehr mich in der Gastronomie durch zusetzen.. und wenn ich meinen Döner zu 80% mit Salat möchte dann mache ich es dem Herren an der Theke klar. Auch wenn er wahnsinnig unfreundlich wird, weil ich seine Kreation nicht achte.. schon oft passiert. :eyebrow:
Es geht mir nicht nur um das Kalorienarme Essen, aber gerade weil da in der Verfechtung von meinen Wünschen ein wunder Punkt ist, bin ich besonders stolz darauf, daß ich es schaffe..

Mit der TK Methode rechne ich keine Kalorieren, sonder halten mich nur an die Trennkost wie morgens und mittags KH und abends Eiweiß..
Und wiegen tue ich gar nichts..
Wichtig ist, sich satt zu essen und möglichst wenig Fett und wenn dann die Gesunden (Olivenöl Rapsöl Nüsse Fisch...)
Und auf meinen Cappu verzichte ich auf keinen Fall...

Genug philosophiert,.. sollte ins Bett..

Grüße
Yrla
Is(s) doch:
Und: Wer Tippfehler findet, darf sie behalten
By the way: Be yourself, no matter what they say...
Procrastination is the thief of time (Verschiebetaktik ist der Dieb der Zeit) :whip:

18

Montag, 24. August 2009, 22:08

WICHTIG!!!

Bin mal schneller im Post als im Denken... ;)

Da ich aus vieleleei Gründen auch Gewicht verlieren muss und will, dreht sich vieles leider ums Essen..
wenn ich mein "Wunschgewicht" errreicht habe.., wird sich das gnaze mehr entspannen, ich hatte das nämlich in meiner Pausenzeiten die sehr wichtig und entspannend für mich sind.
Das ist alles so schwer zu beschreiben..
Is(s) doch:
Und: Wer Tippfehler findet, darf sie behalten
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Procrastination is the thief of time (Verschiebetaktik ist der Dieb der Zeit) :whip:

Guardian Angel

unregistriert

19

Dienstag, 25. August 2009, 10:46

Hallo,

ich gebe Daila total recht, dass eine Essstörung nicht durchs Essen kuriert werden kann. Mir persönlich hilft es aber, wenn ich ungefähr vorgegeben bekomme, wieviel ich essen darf. Ansonsten stopfe ich alles wahllos in mich hinnein.....diese Sache mit dem Dammbruch. Ich denke, dass es für mich das Schwierigste sein wird, auch mal etwas Fettiges zu essen, ohne danach gleich nen FA zu bekommen, da ich ja eh gesündigt habe.

LadyMoonlight

unregistriert

20

Dienstag, 25. August 2009, 11:55

Hallo ihr Lieben!

"aber klar müsste sein, dass eine Essstörung eben nicht über das Essen kurierbar ist,

DAS ist völlig klar! Alkoholismus kuriert man auch nicht MIT Alkohol... 8-)
Nur geht es halt (um beim Vergleich zum Alkoholiker zu bleiben) im Gegensatz zu ihm bei uns nicht komplett ohne Essen. Daher müssen wir uns auch tagtäglich gedanklich mit dem was, wann, wie und wieviel beschäftigen. Und da muß wohl jeder für sich herausfinden, wie er am besten klarkommt.

Ich habe am Freitag 21.08. wieder mit dem 5-Stunden-Rhytmus und dem Schlank-im-Schlaf-Prinzip angefangen, und (toi toi toi) bis jetzt klappt es ganz gut. Am Sonntag habe ich eine kleine Ausnahme gemacht, als ich meinen Dad im Krankenhaus besucht habe, da wollte er unbedingt daß ich seinen Nachtisch vom Abendessen aufesse... Das war ein kleines Schälchen Diät-Kompott. War zwar genau "zwischen" meinen 5 Stunden, aber es war für mich ok.

Und gestern war ich auch fast ganz brav... ;-) Ich habe so gegessen wie ich es geschrieben hatte. Leider hatte ich abends depri-mäßig wieder einen ziemlichen Absturz, und habe mir zwei Teelöffel Nußnougatcreme einverleibt. Nachdem ich aber gemerkt habe, daß das der Beginn eines FA ist, bin ich ins Bett gegangen, hab mir eine halbe Schlaftablette eingeworfen und versucht zu schlafen. Das ist bei mir immer noch das Beste, was ich machen kann, wenn ich merke daß ein FA im Anmarsch ist. Vorausgesetzt ich merke es... was nicht immer der Fall ist. Oft kriege ich es auch erst mittendrin mit, da scheint sich mein Gehirn wohl irgendwie auf völliges Ignorieren zu schalten... :nonono:

Ich versuche mir dann trotz allem immer den Satz vor Augen zu halten:

Wenn die Seele hungert, nützt es nichts, den Magen zu füllen!


Liebe Yrla,

ich finde es klasse, daß Du für Dich gelernt hast, Dich durchzusetzen! :) Es sollte selbstverständlich sein, daß Du Deinen Döner so bekommst wie DU ihn haben willst, und es ist toll, wenn Du Dich dann durchsetzen kannst! Ich glaube, daß genau dieses "seine Bedürfnisse durchsetzen" ein Punkt ist, bei dem viele von uns Probleme haben. Ich musste das auch erst langsam lernen. Inzwischen kann ich es zum Glück auch. Wenn ich z.b. in einem Restaurant meinen Salat ohne fertiges Dressing aber dafür mit Essig und Öl zum selbst anmachen haben will, dann setze ich das auch durch, auch wenn der Ober dann etwas pikiert von dannen zieht *ggg*.

"Und auf meinen Cappu verzichte ich auf keinen Fall..."
DAS untershreib ich!!!!!! Ich nämlich auch nicht *gg*

Was meinst du mit "Pausenzeiten"? Die Zeiten, wo Du nicht weiter abnehmen wolltest, sondern Dein Gewicht erst mal halten?
Komisch, genau diese Zeiten empfinde ich immer als besonders stressig... Irgendwie glaube ich ist das so dieses "juhu ich mach im Moment keine Diät" und trotzdem nicht wieder in die alten (Fr)Essgewohnheiten zurück zu fallen sondern ein gesundes Mittelmaß zu finden...


Liebe Grüße
von Lady Moonlight
die wieder an die Arbeit muß.... :ihgitt:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »LadyMoonlight« (25. August 2009, 11:55)