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1

Freitag, 1. Februar 2008, 21:16

ich bin so depremiert!

hallo!
ich bin so depremiert,verzweifelt und traurig!
seit wochen esse ich und esse ich,und esse!
und zwar alles was ich in die finger bekomme!
es nützt aber auch gar nichts!
alles was ich hier lese,weiss ich,aber ich kann es nicht umsetzen!
ich kann auch nicht mehr sagen ob ich unruhig bin,oder traurig oder ärgerlich
bin,wenn ich zum essen greife!
ich spüre gar nichts mehr,und esse und esse.....!
das resultat ist,ich nehme zu,und werde immer dicker!
meine ärztin hat mir meine AD höher und umgesetzt!
sie meint ich müsste erst einmal aus meiner depression wieder raus kommen!
aber die AD haben natürlich auch wieder nebenwirkungen,gewichtszunahme!
das alles macht mich so traurig,und ändert nichts daran das ich esse!
das ist wie eine spirale :essen,depressiv,Ad,gewichtszunahme,essen.......!
ich weiss nicht mehr was ich machen soll.....!!!!!!!!
wie gerne würde ich mal wieder regelmässig essen,das gefühl haben satt zu sein und aufhören mit dem essen!
:verzweifelt: babel

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tobias« (17. Februar 2010, 18:40)


2

Freitag, 1. Februar 2008, 22:21

Hallo Babel,

erst mal eine liebe Umarmung.

Ich kenne das mir geht es momentan ähnlich mit dem Essen... :verzweifelt: ist wieder mal eine blöde Phase....
Aber mit dem ADs.., wenn Du davon zunimmst und wieder ins Depriloch fällst, kann man sie nicht absetzen und andere verschreiben lassen? Da beißt sich die Katze irgendwie in den Schwanz.. Es gibt andere, die nicht so einen Heishunger fördern. Mir hat damals Cipramil gut geholfen.

Wünsch Dir eine Portion Kraft!!!

lg
Yrla
Is(s) doch:
Und: Wer Tippfehler findet, darf sie behalten
By the way: Be yourself, no matter what they say...
Procrastination is the thief of time (Verschiebetaktik ist der Dieb der Zeit) :whip:

3

Samstag, 2. Februar 2008, 08:59

Hallo, Babel,

>meine ärztin hat mir meine AD höher und umgesetzt!
>sie meint ich müsste erst einmal aus meiner depression wieder
>raus kommen!

Genau so würde ich es auch sehen. Sucht und Depressionen sind eng miteinander verkoppelt. Davon kann fast jeder hier im Forum ein Lied singen. Manchmal denke ich sogar, dass Essstörungen eine Form der Depression sind. Daher scheint mir sehr wichtig, zuerst einmal aus der Depression rauszukommen, aber nicht nur allein mit AD, sondern auch mit Therapie (machst Du eine Therapie?).

Ich hing jahrelang in dieser Spirale aus Depression und Überessen. Erst als die Depression in den Griff bekam (sie ist nicht weg, aber sie ist nicht mehr sooo dramatisch wie früher), war ich in der Lage, mich meiner Abstinenz zu widmen, die ich nun seit sage und schreibe fast 9 Monaten halte. Ich habe die Sucht nicht überwunden (das wird wohl nie der Fall sein), aber ich habe sie im Griff. Und ich denke, das war nur möglich, als ich den "Nebenkampfplatz Depression" (der für mich der HAUPT-Kampfplatz ist) ein wenig loslassen konnte und Kraft frei hatte, die Sucht anzugehen. Zur Zeit hänge ich wieder in einer depressiven Stimmung und prompt kommt auch der Suchtdruck verstärkt wieder. Dennoch habe ich weiterhin das Gefühl, die Zügel (noch) selbst in der Hand zu halten.

Liebe Grüsse

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

4

Samstag, 2. Februar 2008, 14:55

Hallo Babel,

ich denke ebenfalls, dass der Ansatz deiner Ärztin richtig ist. Erst muss die Depression besser unter Kontrolle sein, bevor du dich an die ES machen kannst. Das war bei mir genauso. Ich war bei einer Essberatung und die Dame dort hat mir ganz klar gesagt, dass die ES eine Funktion hat und es gar keinen Sinn machen würde, da dran zu gehen, bevor nicht die Depression besser wird. Und sie hatte Recht.

Der große Nachteil an den meisten ADs ist leider, dass sie eine Zunahme fördern. Es gibt einige wenige, die das nicht tun, diese sind jedoch meistens von antriebssteigernder Art und die Frage ist, was du brauchst - Ruhe oder Antrieb...

Viele Grüße,
Tarja

5

Sonntag, 3. Februar 2008, 10:56

hallo!
ja,auf der einen seite weiss ich das ich erstmal aus der depression
raus kommen muss!
aber es ist so schwierig!!!!!!!!!!!
denn da ich zur zeit mein essen nicht nicht im griff habe,
geht es mir natürlich noch schlechter!
letztes jahr habe ich so viel abgenommen,alles für die
katz!ich habe alles wieder drauf,
und das zieht mich total runter!
und ohne AD geht es nicht,dazu bin ich schon zu lange
krank,habe schon soviele ausprobiert,und reagiere supersensibel
auf viele AD.
leider vertrage ich nur die die zusätzlich noch hunger machen!
im moment sehe ich alles nur negativ,und fühle mich einfach nur beschissen!
aber was ich noch nie gemacht habe,ist es öffentlich zu machen!
ich habe noch nie es raus gelassen,wie es in mir aussieht!
noch nicht mal vor mir selbst habe ich es zugelassen!
das ich das hier überhaupt in worte fasse ist premiere!
ich werde sehen was es mit mir macht!
gruss babel:-|

6

Sonntag, 3. Februar 2008, 12:28

Liebe Babel!

Erst mal eine ganz feste mitfühlende Umarmung!!!!!! Immer raus mit Deinen Gefühlen und Gedanken, das ist der ERSTE Schritt zur Besserung! :)

Liebe grüße
Yrla
Is(s) doch:
Und: Wer Tippfehler findet, darf sie behalten
By the way: Be yourself, no matter what they say...
Procrastination is the thief of time (Verschiebetaktik ist der Dieb der Zeit) :whip:

7

Sonntag, 3. Februar 2008, 13:09

Hallo, Babel,

nein, Du sollst die AD auch keinesfalls absetzen, das wollte ich damit nicht sagen. Ich denke nur, dass es ALLEIN mit AD nicht getan ist, sondern dass eine Therapie dazukommen muss, die in die Tiefe geht. Machst Du eine Therapie?

>letztes jahr habe ich so viel abgenommen,alles für die
>katz!ich habe alles wieder drauf,
>und das zieht mich total runter!

Aber das ist genau der Punkt. Wir sind von unserer Krankheit nicht geheilt, wenn wir abnehmen. Abnehmen ist normalerweise auch nicht das ZIEL einer "Heilung" von einer Essstörung. Wer glaubt, man müsse nur abnehmen, und schon sei man von der Essstörung geheilt, wird meistens sehr sehr enttäuscht werden.

Abstinent sein heisst meiner Erfahrung nach nicht einfach abnehmen. Abstinenz sein heisst, dass das Essen einem so unwichtig wird, dass es fast schon egal ist, ob man abnimmt oder nicht. Ich weiss, das ist schwer nachzuvollziehen.

Liebe Grüsse

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

8

Sonntag, 3. Februar 2008, 14:40

hallo petrus,
ich glaub, ich versteh es jetzt... deinen satz mit dem abstinent usw. ... einfach mal an alles andere denken, ausser ans essen...
ich wollt, ich wär so weit.
liebe grüsse
c.
born to be.... sweet :eye:

9

Sonntag, 3. Februar 2008, 14:52

ich kann petrus Stimme nur nochmal verstärken

mach dir bewusst dass in welchem gedankenkreis du dich bewegst und welche gefühle es hervorruft.
also führ dir vor Augen was du tun MUSST um da heraus zu kommen und wenn es im Moment ist zu akzeptieren, dass du unweigerlich zunimmst.
anders geht es nicht ich glaube das ist nochmal wichtig zu sagen
es gibt keine Hintertür über ernährungsberatung oder der super tollen neuen Diät
das funkioniert NICHT

Wie lang du so weitermachst bleibt dir überlassen
aber dieses Ständige gegen die Wand rennen lässt einen letztendlich glauben, dass nichts funktionert

benutz die Tür ;o)

lg Dai

10

Sonntag, 3. Februar 2008, 19:45

hallo!
ich weiss das ich nicht geheilt bin wenn ich mein normalgewicht
habe!
mittlerweile weiss ich auch das Essstörung ein symptom ist!
genauso wenig mag ich immer wieder gegen eine wand laufen!
ich weiss das ich eine Therapie machen muss,nur ich habe
zur zeit so wenig kraft!
die kraft reicht nur für meine tochter,und an der arbeit zu funktionieren!
gerne würde ich was für mich ändern,ich weiss was gemacht werden müsste,doch ich schaffe es z.zt. nicht!
es wäre so einfach meine therapeutin an zu rufen,ist ja
kein grosser akt!
aber ich nehme es mir immer vor,aber dabei bleibt es auch!
hier durch euch hat sich mein denken in vieles geändert,
ich sehe jetzt auch vieles mit anderen augen!
wahrscheinlich muss ich jetzt erstmal abwarten,bis die medis wirken,damit ich dann wieder klarer denken kann!
im moment sehe ich alles nur negativ!
vielen dank für eure worte,es tut echt gut!
gruss babel:verzweifelt:

11

Sonntag, 3. Februar 2008, 20:06

Hm das kann ich schon gut nachvollziehen

aber ich stell mir die Frage worauf du wartest
Gibt es da eine Art Termin?

Weil dir müsste klar sein, dass so wie es jetzt ist
richtest du dich immer weiter zugrunde.
Deine fehlende Kraft resultiert ja genau aus dem Leben wie du es jetzt gerade führst funktionieren und Teufelskreis.

Ich wünsch dir das du bald nen Anfangspunkt hast
lg Dai

12

Montag, 4. Februar 2008, 09:01

Hallo Babel,

vieles was Du so schreibst erinnert mich an mich selbst vor einigen Monaten. Dieses verharren in seiner Starre, alles auf später verschieben - genau so war das bei mir auch. Zum Teil ist es auch heute noch so.

Aber da musst Du raus. Wage einen ersten Schritt, und dann noch einen. Komm in Bewegung. Wenn Du das erstmal geschafft hast, dann sind die weiteren Schritte gar nicht mehr so schwierig, wie es zuerst schien.

Mir fällt dazu auch spontan ein Buch ein, was für Dich denke ich passen würde:

Warte nicht auf schlanke Zeiten - von Renate Göckel
Kreuz-Verlag
ISBN 3783122791
Kurzbeschreibung:
Es geht in diesem Buch um Irrtümer, denen man immer wieder aufsitzt.
1. Irrtum: Schlank bin ich eine ganz andere Person...
2. Irrtum: Das "dünne Selbstbild" ist meine wahre Natur...
3. Irrtum: Mit der richtigen Figur könnte ich mich selbst akzeptieren...
4. Irrtum: Kleine Erfolge sind keine Erfolge....
5. Irrtum: Solange ich dick bin kann es mir nicht gut gehen...
Es geht darum, dass man aufhören muss, sein Glück auf "schlanke Zeiten" zu verschieben und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass die "dicken Zeiten" nicht zu Ende gehen...

Hast Du denn für Dich herausfinden können, was Du mit den FA kompensierst? Was dahinter steckt?

Kann es vielleicht auch sein, dass Du Dich nicht wirklich mit Dir auseinandersetzen willst? Das ist nämlich ein Punkt bei mir. Ich überdecke mit dem Essen meine Gefühle, lenke mich so von ihnen ab. Ich habe große Angst, mich mit mir auseinanderzusetzen, da ich Angst habe, was dann mit mir passiert. Dass meine Fassade einstürzt und alles über mir zusammen bricht. Dies ist ein Grund bei mir. Mir kommt es bei Dir auch ein wenig so vor. Ich kann mich irren, ist nur mein Eindruck.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall die nötige Kraft, damit Du Dich aus dieser Starre befreien kannst.

LG, Ayla

13

Montag, 4. Februar 2008, 10:27

Das Buch hätte ich mal voe 20 Jahren lesen sollen..seufz..
Aber was solls.. morgen gehe ich mal los und kauf es mir :megafreu:

Danke füe den Tipp!

Lg
Yrla
Is(s) doch:
Und: Wer Tippfehler findet, darf sie behalten
By the way: Be yourself, no matter what they say...
Procrastination is the thief of time (Verschiebetaktik ist der Dieb der Zeit) :whip:

14

Montag, 4. Februar 2008, 10:35

RE:

Zitat

Original geschrieben von babel
ich weiss das ich eine Therapie machen muss,nur ich habe
zur zeit so wenig kraft!
die kraft reicht nur für meine tochter,und an der arbeit zu funktionieren!


Hallo, Babel,

das verstehe ich. Aber warum glaubst Du, dann "genügend Kraft" zu haben, um es alleine zu schaffen? Was ich sagen will: MIT Therapie ist es schwer. Aber dennoch ist es mit Therapie EINFACHER als alleine.

Liebe Grüsse

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

15

Montag, 4. Februar 2008, 12:03

... wenn man das glück hat und eine / einen fähigen therapeuten bekommt....

ps. hier kannste im prinzip auch sagen "qualität statt quantität" wobei die quantität sich m. e. auf die verfügbaren termine bezieht
born to be.... sweet :eye:

16

Montag, 4. Februar 2008, 13:39

jo klar
aber bemühen um Therapie generell muss man sich erst mal


17

Montag, 4. Februar 2008, 14:14

RE:

Zitat

Original geschrieben von zuckersuesse1975

... wenn man das glück hat und eine / einen fähigen therapeuten bekommt....


Das ist richtig, liebe C. Aber wenn ich das richtig verstanden habe, hat Babel doch eine Therapeutin, sie müsste sie "nur" anrufen. Ich weiss, wie schwer auch das sein kann. Aber zu glauben, man würde es alleine schaffen, kostet noch VIEL mehr Kraft.

Liebe Grüsse

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

18

Montag, 4. Februar 2008, 15:05

achso, sorry,
ich bin mit meinen gedanken nicht so da...

ich glaub nicht, dass man aus ner depression und ner Essstörung alleine rauskommt...
das allein aufzuarbeiten klappt nicht, und schon garnicht ohne die impulse von aussen, sprich therapeut.

born to be.... sweet :eye:

19

Montag, 4. Februar 2008, 16:57

Ja, das sehe ich genauso. Und zum Glück haben wir ja die Möglichkeit, uns Hilfe zu suchen. Nur manchmal ist eben der Weg schwer, weil die Kraft fehlt...

Nachdenkliche Grüße,
Tarja

20

Mittwoch, 6. Februar 2008, 15:20

hallo!
erstmal danke für eure worte!ich fühle mich
heute etwas besser,nicht so negativ

lieber petrus!
ich kann es auch nicht alleine schaffen,das weiss ich!
ich habe nur z.zt.keine kraft,mich mit etwas aus einander zu
setzen!was unweigerlich passieren wird,wenn ich einen termin
bei meiner therapeutin hätte!
keine kraft brauche ich auf zuwenden,wenn ich alles in mir
reinstopfe!aber kraft brauche ich wenn ich versuche
normal zu essen!
l.g.babel

liebe dai!
wenn ich depressiv bin,dann denke ich nicht klar!
dann ist bei mir alles schlecht,es geht eh nichts mehr,
es ist alles negativ,und ich kann die einfachsten sachen
nicht verstehen!ich fühle mich dann völlig reizüberflutet,aber dadurch auch völlig blockiert!
ich kann es nicht genau beschreiben!
l.g.babel:o