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  • »Bipolarbaerchen« ist der Autor dieses Themas

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Mittwoch, 28. Oktober 2009, 14:50

Schilddrüsenunterfunktion und Insulinresistenz

Neulich war ich beim Endokrinologen, der hat eine latente bzw. beginnende Unterfunktion der Schilddrüse und eine leichte Insulinresistenz festgestellt. Gegen ersteres habe ich L-Thyroxin 50 µg verschrieben bekommen. Noch habe ich nicht den Eindruck, dass es wirklich gegen das permanente Übergewicht hilft. Allerdings waren wir auch letzte Woche in Urlaub, da nimmt man sowieso eher zu. Diesmal war es nur 1 kg, also nicht die üblichen 3 kg.

Aber davon abgesehen: Gegen meine Fressattacken kann keine Pille wirklich helfen. Im Gegenteil habe ich eher den Eindruck, dass mich meine vielen Psychopharmaka erst richtig krank gemacht haben. Dass die dick machen, ist erwiesen, besonders Lithium verursacht oft ne Unterfunktion. Trotzdem ohne Medikamente zu leben, kann ich mir nicht mehr vorstellen. Zu oft war ich schon "klapsionär" wegen meiner Depressionen.

Nun habe ich aber wenigstens die Chance, nicht "umsonst" schwimmen zu gehen nur des Spaßes wegen, sondern evtl. dadurch auch abzunehmen. Mein jetziges Gewicht ist mir im Alltag sehr hinderlich und unästhetisch.
__________________

Liebe Grüße

Bipolarbärchen



Ich möchte ein Eisbär sein,

im kalten Polar,

dann müsste ich nicht mehr schrei'n,

alles wär so klar.

laverne

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Mittwoch, 28. Oktober 2009, 15:03

Liebe Bipolarbärchen,
kann man denn (außer Bewegung) gegen die Insulinresistenz auch was machen? Würde mich mal interessieren, weil ich befürchte, dass das bei mir auch schon der Fall ist (eine SD-Unterfunktion hab ich ja auch ...)
LG
laverne
"Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas einen Sinn hat, egal wie es ausgeht." (Vaclav Havel)

Petrus

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Mittwoch, 28. Oktober 2009, 16:21

Liebe Laverne,

Insulinresistenz ist die Vorstufe zum Diabetes. "Natürlich" könnten Menschen wie wir dagegen etwas machen: Weniger essen, abnehmen, sich viel bewegen. Klingt einfach, aber wir alle hier wissen, wie sehr sehr schwer das ist.

Dennoch: Bei einer IR kann man es noch verhindern, dass der Diabetes ausbricht; ist er einmal ausgebrochen, kann man in der Frühphase erreichen, dass es noch lange Zeit nicht zur Insulinpflicht kommt. Ist man erst einmal insulinpflichtig, wird es schwer, davon wieder los zu kommen. Nach ca. 5 Jahren Insulinpflicht würde in 99% der Fälle ein wieder Loskommen vom Insulin nicht mehr klappen. IR ist ein ganz starkes Warnsignal des Körper etwa im Sinne "Hallo, Du stehst kurz vor Ausbruch des Diabetes".

Tut mir leid, aber so ist es.

Im Übrigen liegt es nur sehr selten an der SD, dass man übergewichtig und essgestört ist, das kann das negativ unterstützen, aber die URSACHE ist das sehr selten.

Lieben Gruss

Petrus, seit 10 Jahren Diabetiker und seit einem halben Jahr auch schilddrüsenkrank.
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker