Eine Begleiterkrankung habe ich schon: Die Bipolare Störung, bin manisch-depressiv. Dazu kommt noch hoher Blutdruck durch das permanente Übergewicht. Dagegen nehme ich seit 4 Jahren Medikamente. Mein Vater hat auch hohen Blutdruck, obwohl er sehr schlank ist, das liegt also in der Familie.
Trotzdem: Meiner war fast immer zu hoch, über 140/95, oft 160, manchmal sogar 180/110. Davon kriegt man irgendwann Kopfschmerzen und es wird einem schwindelig, auch Nasenbluten kenne ich noch.
Es hat gedauert, bis ich endlich nen Arzt fand, der den behandelte, die anderen sagten immer nur: "Das liegt am Übergewicht, Sie müssen abnehmen", ja, aber so schnell kann man ja gar nicht abnehmen. Natürlich kostet das die Kasse Geld, aber die psychische Krankheit kostet auch Geld, da muss ich auch viel Medikamente nehmen.
Seit die psychische Krankheit medikamentös behandelt wird, bin ich nicht mehr so süchtig nach bestimmten Lebensmitteln. Auch kann ich die Essanfälle bis zu einem gewissen Grad noch steuern, sie arten nicht mehr in Fressorgien aus. Drum ist es mir gelungen, das Gewicht zu halten, also nicht weiter nach oben zu treiben.
Das Abnehmen hat nur anfangs geklappt, als ich aufhörte, die Sachen zu futtern, nach denen ich süchtig bin. Jetzt muss ich mehr dafür tun, z. B. viel Wasser trinken und Sport treiben, letzteres fällt mir allerdings sehr schwer. Der hohe Blutdruck bleibt mir erhalten und durch bestimmte Nahrungsmittel steigt er trotz Medikamente. Die kenn ich glaub ich inzwischen alle und kann sie auch entsprechend meiden.
Mein Ziel ist es, weiter abzunehmen, damit ich mich insgesamt wohler fühle, und das Gewicht, das ich erreiche, auch zu halten, so wie letztes Jahr.