Sie sind nicht angemeldet.

21

Dienstag, 26. Mai 2009, 10:38

Als hätte ichs geahnt $-z
Heute in der Therapiestunde mussten wir über das Therapieende sprechen.
Es rückt in beängstigende Nähe...
Auf der einen Seite bin ich zuversichtlich, aber es gibt ein einziges Thema (nicht direkt mit Essen zu tun)
was mich schon noch belastet und wo ich nicht mit allein gelassen werden will.

Mal sehen was sich machen lässt
Vor dem Ende habe ich trotzdem Angst, was natürlich mit meinen frühen Erlebnissen zu tun hat.

22

Dienstag, 26. Mai 2009, 10:54

Hallo Dai,

ich erinnere mich an die Angst. Aber auch an das Gefühl des Neuanfangs. Wünsche Dir viel Erfolg. :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ilona« (26. Mai 2009, 10:54)


23

Dienstag, 26. Mai 2009, 10:56

Dai davor graut es mir auch schon - obwohl es anfangs der absolut herbeigewünschte Schritt war, dass ich irgendwann alleine mit meinem Essverhalten klar komme. Und wenn ich jetzt so drüber nachdenke werd ich ganz hippelig, dass es evtl. in 3 Monaten soweit sein wird.

Hast Du offen gesagt, dass Dir das ein oder andere dabei schwer im Magen liegt und Du da noch etwas Hilfe gebrauchen könntest?

24

Dienstag, 26. Mai 2009, 10:58

Und wenn jemand das gefühl hat er ist geheilt würde ich ihm das niemals absprechen. Nur leise warnen, daß es nicht für immer sein muß.


Genauso ist es, Ilona, und genau das tue ich. Vielleicht nicht "leise" genug. Aber ich habe nur die Alternative, MEINE Erfahrungen und die Erfahrungen anderer, die ich in meinem schon recht langen Leben kennengelernt habe, sei es in Selbsterfahrungsgruppen (Overeaters Anonymous), sei es in Beratungsstellen, in denen ich gearbeitet habe, mitzuteilen oder zu schweigen. Ich mag keinen "Mut machen" mit Tröstungen, an die ich selbst nicht (mehr) glauben kann. Ich halte es für mindestens genauso mutmachend, darauf hinzuweisen, dass man achtsam-achtsam-achtsam bleiben muss. Ein Leben lang. Davon bin ich überzeugt.

Lieben Gruss

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Petrus« (26. Mai 2009, 12:15)


25

Dienstag, 26. Mai 2009, 10:59

FRAGE:

wieso wisst ihr eigentlich wann eure Therapie zu Ende geht? War das von Anfang an klar? Stell ich mir ja irgendwie total blöd vor .... bei meiner Therapeutin war (zum Glück) vom Ende noch nicht die Rede).

LG,
Sonja.
Solange du dem anderen sein Anderssein nicht verzeihen kannst, bist du noch weit weg vom Weg der Weisheit. (aus China)

Die Hoffnung ist der Regenbogen über dem herabstürzenden Bach des Lebens. (Friedrich Nietzsche)

26

Dienstag, 26. Mai 2009, 11:01

Hallo, Dai,

kannst Du die Trauer über das Ende der Therapie zulassen? Ich wünsche es Dir von Herzen. Für mich war es im Dezember 2006, als meine Therapie nach fast 8 Jahren zuende ging, extrem wichtig, durch diese Trauer hindurch zu kommen, ohne diese Traurigkeit, ja, manchmal auch Schmerz wegdrängen zu "müssen".

Lieben Gruss

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

27

Dienstag, 26. Mai 2009, 11:02

Sonja, bei mir war das am Anfang nicht klar. Erst ca. ein dreiviertel Jahr vor dem Ende wurde klar, dass die Höchstzahl der Stunden zum Jahresende erreicht sein wird, und dass meine Therapeutin dann auch in Pension gehen wird.

Gruss

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

28

Dienstag, 26. Mai 2009, 11:10

Also meine jetzige Therapeutin bindet mich darin ein ^^
Wenn es z.B. um einen neuen Antrag geht.
Ich finde es gut so, weil man dann nicht so überfahren wird.

Ja natürlich habe ich ihr diese Bedenken gesagt ^^
wir sind da auch ähnlicher Meinung, an sich könnte die Therapie auslaufen,
aber dieses eine Thema wäre schon schön, wenn ich dafür etwas mehr Zeit hätte.

Ja ich kann die wehmut zulassen, ich kann sehr viel Nähe zulassen.
(Ohne das sie jetzt unprofessionell ist)
Aber die Beziehung zu meiner Therapeutin ist solide geworden
das das Thema Trennung, womit ich deutliche Schwierigkeiten habe
evtl die Chance hat einmal ausgelebt zu werden
und auch mit einer positiven Erfahrung bestückt zu werden.

deshalb insgesamt ein lachendes und ein weinendes Auge ^^
im Moment aber eher ein Gefühl an eine Decke festzukrallen die mir grade weggerissen wird,
was aber absolut mit der Unicherheit auch um dieses Thema zu tun hat, das traue ich mir noch nicht zu.

Aber in zwei Wochen kläre ich das größtenteils selber ab
Mal sehen wie es wird.

BTW: es tut mir leid Ilona das ich deinen Thread hier so mit offtopic zugemüllt habe ^^
ich überlege ob das ich nich ein eignes Thema mache... wo diese Beiträge dann hin kommen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dailaitha« (26. Mai 2009, 11:12)


29

Dienstag, 26. Mai 2009, 11:11

@Sonja: Nein sie hat nie was gesagt, aber 25 Stunden hab ich von der KK bekommen, da kann man ja insgeheim mitrechnen. Klar - ich kann bestimmt verlängern, aber erstmal hab ich halt nur 25 Stunden.

30

Dienstag, 26. Mai 2009, 11:18

Und wenn jemand das gefühl hat er ist geheilt würde ich ihm das niemals absprechen. Nur leise warnen, daß es nicht für immer sein muß.


Genauso ist es, Ilona, und genau das tue ich. Vielleicht nicht "leise" genug. Aber ich habe nur die Alternative, MEINE Erfahrungen und die Erfahrungen anderer, die ich in meinem schon recht langen Leben kennengelernt habe, sei es in Selbsterfahrungsgruppen (Overeaters Anonymous), sei es in Beratungsstellen, in denen ich gearbeitet habe, mitzuteilen oder zu schweigen. Ich mag keinen "Mut machen" mit Tröstungen, an die ich selbst nicht (mehr) glauben kann. Ich halte es für mindestens genauso mutmachend, darauf hinzuweisen, dass man achtsam-achtsam-achtsam bleiben muss. Ein Leben lang. Davon bi

Lieben Gruss

Petrus


Das ist mein letzter Post zu diesem Thema:

Ich finde es mehr als OK, seine (auch kritische) Meinung zu sagen.

Ich mag nur diese verteilten Spitzen hier im Forum gegen Dritte nicht (bis heute konnte ich sie immer überlesen) ala "die anderen hier müssen erstmal so weit kommen wie ich", "solange sie das und jenes nicht einsehen ist ihnen nicht zu helfen". Genau so kommt es bei mir rüber und das finde ich nicht gut. Wir sind halt Menschen und keine Roboter, jeder fühlt und denkt anders. Jeder geht anders mit seiner Sucht um und jeder hat einen anderen Leidensdruck.

Ich wünsch mir da einfach ein wenig mehr Sensibilität WIE es gesagt wird.

31

Dienstag, 26. Mai 2009, 11:40

Liebe Dai,

ich wünsche Dir eine gute Trennung, aus der Du gestärkt hervorgehen kannst und hoffe, Du findest enen Weg, dass schwierige Thema noch zu bearbeiten oder einen Weg dafür zu finden!

@ Sonja
Zum Theme Depression und ES kann ich für mich sagen, es erinnert mich an die Frage nach Henne und Ei...bei mir ist beides irgendwie schon lange da und bedngt sich gegenseitig. Ich werde depressiv wenn ich zu viel esse und manchmal esse ich, weil ich in einer depressiven Phase stecke und dann kommt noch Arbeitssucht hinz, die wiederum zu einer Erschöpfungsdepression führen kann und Harmoniesucht, wobei ich bei letzterem nicht von einer "echten" Sucht sprechen würde, die mir aber das Leben schwer macht und wiederum das andere auslöst. Im Zentrum steht bei mir aber irgendwie die Unfähigkeit Beziehungen so leben und gestalten zu können, dass ich mich dabei selbst nicht verliere...glaube ich ;) Nein sagen, streiten, Zweisamkeit zulassen usw.

LG lols
Geduld bringt die Leichtigkeit zwischen den Schritten.

32

Dienstag, 26. Mai 2009, 12:21

Und wenn jemand das gefühl hat er ist geheilt würde ich ihm das niemals absprechen. Nur leise warnen, daß es nicht für immer sein muß.


Genauso ist es, Ilona, und genau das tue ich. Vielleicht nicht "leise" genug. Aber ich habe nur die Alternative, MEINE Erfahrungen und die Erfahrungen anderer, die ich in meinem schon recht langen Leben kennengelernt habe, sei es in Selbsterfahrungsgruppen (Overeaters Anonymous), sei es in Beratungsstellen, in denen ich gearbeitet habe, mitzuteilen oder zu schweigen. Ich mag keinen "Mut machen" mit Tröstungen, an die ich selbst nicht (mehr) glauben kann. Ich halte es für mindestens genauso mutmachend, darauf hinzuweisen, dass man achtsam-achtsam-achtsam bleiben muss. Ein Leben lang. Davon bi

Lieben Gruss

Petrus



Das ist mein letzter Post zu diesem Thema:

Ich finde es mehr als OK, seine (auch kritische) Meinung zu sagen.

Ich mag nur diese verteilten Spitzen hier im Forum gegen Dritte nicht (bis heute konnte ich sie immer überlesen) ala "die anderen hier müssen erstmal so weit kommen wie ich", "solange sie das und jenes nicht einsehen ist ihnen nicht zu helfen". Genau so kommt es bei mir rüber und das finde ich nicht gut. Wir sind halt Menschen und keine Roboter, jeder fühlt und denkt anders. Jeder geht anders mit seiner Sucht um und jeder hat einen anderen Leidensdruck.

Ich wünsch mir da einfach ein wenig mehr Sensibilität WIE es gesagt wird.


Hallo, NoMore,

Du meinst damit ja mich, weil niemand anderer hier so klar eine eher pessimistische Position vertritt. Die anderen, die früher ähnlicher Meinung gewesen sind, haben sich nämlich zurückgezogen oder schreiben dazu nichts mehr, weil sie mit ihrem "Pessimismus" (?) sich als Fremdkörper fühlen und fühlten. Wenn Du also mich meinst, dann möchte ich Dich bitten, mir Stellen zu nennen, wo ich auch nur ansatzweise die Meinung vertreten habe, dass ich "weiter" sei als die anderen (ich bin lediglich "weiter", indem ich diese Krankheit seit nunmehr 30 Jahren habe), und dass anderen "nicht zu helfen" sei, wenn sie nicht meine Position einnähmen. Das ist ein so krasser Vorwurf, dass ich um Belege bitte, gerne auch per PN, damit wir hier diesen Thread nicht weiter für diesen Disput vereinnahmen.

Schönen Gruss

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

33

Dienstag, 26. Mai 2009, 12:28

Das hier war der Beitrag, der mich am meisten aufgeregt hat:

Weil man SÜCHTIG ist.

Leider haben das noch längst nicht alle in diesem Forum verstanden.


Ich habe jetzt keine Zeit hier nach alten Postings zu suchen, aber solche Posts kamen hier häufiger vor. Hier gibt es nichts zu verstehen, denn jede BED oder Esssucht ist anders.

34

Dienstag, 26. Mai 2009, 13:00

Hier im Forum gibt es Leute, die nicht sehen können, dass BED und Esssucht SÜCHTE sind. Und dass die anders an die Sache rangehen als solche, die ihre Sucht als Sucht anerkennen, ist doch einleuchtend. Und dass jeder SEINE Sucht hat, ebenso. Aber wichtig, um in irgendeine Lösung (sei es Heilung, sei es achtsame Akzeptanz) zu kommen, ist doch sicherlich, dass man die Sucht als Sucht anerkennt? Oder ist das falsch?

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

35

Dienstag, 26. Mai 2009, 13:09

Ich schein da einfach zu empfindlich zu sein glaub ich. :o

Naja lassen wir das Thema am besten einfach.

36

Dienstag, 26. Mai 2009, 13:11

Ich schein da einfach zu empfindlich zu sein glaub ich. :o


Ich auch.

Zitat

Naja lassen wir das Thema am besten einfach.


Ja.

Gruss

P.
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Petrus« (26. Mai 2009, 13:11)


37

Dienstag, 26. Mai 2009, 13:17

Das war ironisch gemeint...nix für ungut...

38

Dienstag, 26. Mai 2009, 13:25

Für mich begründen weder Depressionen eine ES noch umgekehrt. Sie sind Teil einer psychischen Störung/Erkrankung. Es liegt ein Grund vor, warum man Depressionen entwickelt und auch, warum man eine ES bekommt, drogenabhängig wird, usw.

Niemand wird Alkoholiker, weils Bier so gut schmeckt, keiner bekommt eine ES, weil es so gut schmeckt oder er keinen Hunger mehr hat.... und keiner bekommt Depressionen, einfach weil er mal traurig ist.

Vorher habe ich mich immer darauf versteift die Ursachen zu finden. Heute versuche ich mich mehr darauf zu konzentrieren, wie ich es ändern kann, wie ich alte Verhaltensmuster ablegen kann. Sicher, die Ursachen spielen auch eine Rolle und sollten aufgearbeitet werden. Aber die Gewichtung ist bei mir eben nun anders.

Ich hatte schon verschiedene Formen von ES und ich sehe darin auch eine Sucht. Aber ich sehe darin keinen Widerspruch und auch keine Hoffnungslosigkeit. Es ist eine andere Form von Sucht, aber die Strukturen sind m. E. gleich. Ich verstecke Nahrungsmittel überall, um bei jeder kleinsten Gelegenheit schnell und unbemerkt was reinstopfen zu können. Ich gehe sogar in den Keller um heimlich zu essen, selbst bei der Arbeit. Ich denke den ganzen Tag an nichts anderes. Ich werde gereizt, ja sogar aggressiv, wenn ich an nichts zu essen komme. Ich tue es, obwohl ich mir schade. Ich genieße es nicht, schmecke nichts, stopfe es nur rein, weil ich es "brauche". Für mich es das nichts anderes, als bei anderen stofflichen Süchten. Und es ist wirklich schlimmer und daher viel schwieriger, als bei einer stofflichen Sucht. Denn man kann den Stoff weglassen und für alle Zeit meiden, sodass man die Rückfallquote geringer halten kann. Aber man kann niemals aufhören zu essen. Darin liegt für mich die Tücke, die Herausforderung.

Nichts desto Trotz gebe ich die Hoffnung nicht auf, irgendwann kontrolliert mit dem Essen umgehen zu können. Phasenweise ist es mir bereits gelungen und das war ein tolles Gefühl. Und das gibt mir persönlich Kraft, es weiterhin zu versuchen. Was kann ich schon verlieren?

Ayla

39

Dienstag, 26. Mai 2009, 14:11

Vorher habe ich mich immer darauf versteift die Ursachen zu finden. Heute versuche ich mich mehr darauf zu konzentrieren, wie ich es ändern kann, wie ich alte Verhaltensmuster ablegen kann. Sicher, die Ursachen spielen auch eine Rolle und sollten aufgearbeitet werden. Aber die Gewichtung ist bei mir eben nun anders.


Hallo

sehe ich genauso, es ist wictg die Ursachen zu kennen, aber mindestens genausowichtig ist es heute darauf zu achten wie ich mit mir umgehe, mich verhalte. Zumal ich und viele andere wohl auch, an den Ursachen nichts (mehr) ändern können. Wenn ich in der Kindheit schlechte Erfahrungen gemacht habe, kann ich es wissen und muß trotzdem lernen damit zu leben. Wenn meine Eltern mich falsch ernährt haben, kann ich ihnen die Schuld geben, aber am heutigen Zustand ändert das nichts und den zu ändern liegt bei mir, Schuld hin und her.

Wenn die Ursachen allerdings im hier und jetzt liegen, ist es an mir sie zu ändern, zB mich aus einer Beziehung zu befreien, die mir nicht gut tut. Ähnlich ist es wenn die Ereignisse die in der Vergangenheit dazu geführt haben sich wiederholen könnten, wie zB Erschöpfung, Überforderung, dann ist es ebenfalls an mir dafür zu sorgen, daß es nicht mehr soweit kommt.