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Mittwoch, 3. Juni 2009, 10:19

Bloch: Bauchgefühl

In der sehr realistischen und hervorragend besetzten Fernsehserie um den Psychoanalytiker BLOCH kommt heute abend um 20.15 Uhr die Folge "Bauchgefühl", in der es um eine junge Magersüchtige geht. Im Verlauf der Therapie wird auch die Esssucht des sehr übergewichtigen Analytikers Bloch zu einem Thema. Hervorragend wie immer der Schauspieler Dieter Pfaff, aber auch die Darstellerin der Magersüchtigen soll exzellent sein.

Siehe auch hier: http://www.wdr.de/unternehmen/presseloun…auchgefuehl.pdf

Gruss

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tobias« (7. Juni 2009, 19:05)


2

Mittwoch, 3. Juni 2009, 12:51

Lieben Dank, werde ich mir anschauen heute abend. :)

3

Mittwoch, 3. Juni 2009, 18:20

Ich auch. Mag diese Serie sowieso und bei dem Thema wird es noch was besonderes.

Danke für den Tip
lols
Geduld bringt die Leichtigkeit zwischen den Schritten.

4

Donnerstag, 4. Juni 2009, 06:26

Ein guter Film, wenn auch in der Tendenz etwas vereinfachend. Wenn es für Magersucht immer so relativ klar daliegende Gründe gäbe, wäre die Todesrate nicht so hoch, denke ich mal.

Am berührendsten war für mich, als der alte Analytiker Bloch, der ja auch schon jenseits der 60 ist, am Schluss wohl seine eigene Ess-Sucht-Problematik (erstmals?) begreift und darüber hemmungslos weint... Da schnürte es meiner Frau und mir wirklich den Hals zu...

P.
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

5

Donnerstag, 4. Juni 2009, 07:27

Sehr ergreifender Film. Wobei es mich etwas geärgert hat, wie "einfach" das doch als heilbar hingestellt wurde. Bloch's Esssucht kam meiner Meinung nach zu wenig drin vor. Da hätte ich gerne noch etwas mehr gesehen.

Aber alles in allem ein super Film :) Danke für den Tip

6

Donnerstag, 4. Juni 2009, 08:07

Hallo, NoMore,

ich denke, für uns "Fachleute" in eigener Sache war das zu "einfach". Aber ich habe an Reaktionen meiner Frau gesehen, dass das genau die "Menge" war, die einem nichtbetroffenen Zuschauer so gezeigt werden kann, dass er es versteht. Obwohl meine Frau ja einiges zum Thema weiss, "genügte" ihr das Mass an "Ursache" und sie fand die Therapie "sehr mühsam", die "Lösung" fand sie "einsichtig".

Ja, Blochs Sucht... Leider war DAS nicht das Thema. Gut wäre es, wenn das in der nächsten Folge zum Thema würde, aber ich denke, das ist noch nicht bekannt genug, um den Zuschauer zu fesseln. Ich fand es gut, dass das überhaupt mal ein (Rand-)Thema war, ohne dass das Gefühl hochkam, das sei ein unkontrollierter, disziplinloser Mensch. Nein, Bloch ist Hauptperson, Analytiker, studierter Arzt, und DER hat so ein Problem... Ich glaube, das hat unserer Krankheit und ihrer Akzeptanz schon einen kleinen Dienst erwiesen...

Lieben Gruss

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

Tobias

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7

Donnerstag, 4. Juni 2009, 10:12

also ich habe mich in bloch wiedergefunden, insbesondere wo er anfing das " süße" aus der schale zu futtern ... und wo er am ende die ganzen pralinen verdrückt hat ...klassische situation

ich denke da wie petrus, das hier auf etwas aufmerksam gemacht worden ist, vielleicht sogar neugierig und mich würde es nicht wundern wenn das erst der anfang war um den stein ins rollen zubekommen ...

für mich hat sich der film gelohnt ...

Lg Tobias

8

Donnerstag, 4. Juni 2009, 10:20

Hallo, Tobias,

diese Szene, in der er die ganze Tüte in sich hineinschüttet, fand ich besonders realistisch, denn da war sogar noch das Goldpapier an den Pralinen dran... Das kenne ich, schrecklich...

Lieben Gruss

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

9

Donnerstag, 4. Juni 2009, 18:23

Trigger: Magersucht, Esssucht, Bulemie und "Vorurteile"

Am berührendsten war für mich, als der alte Analytiker Bloch, der ja auch schon jenseits der 60 ist, am Schluss wohl seine eigene Ess-Sucht-Problematik (erstmals?) begreift und darüber hemmungslos weint... Da schnürte es meiner Frau und mir wirklich den Hals zu...


DA hatte ich Tränen in den Augen und konnte es kaum aushalten und war sehr versucht umzuschalten...habe ich aber nicht.

Ich frage mich, ob es in der Realität übergewichtige Therapeuten gibt, die mit AnorektikerInnen arbeiten. Ich könnte das glaube ich nicht. Das ist so gegensätzlich und doch so ähnlich. Einiges so weit weg und anderes zu nah.
Ich habe mal eine Jugendliche betreut, die in einer Klinik für Esstörungen war. Sie berichtete mir am Telefon, sie habe Angst vor den Magersüchtigen (wurden dort Rexen genannt...). Konnte ich nicht nachvollziehen, bis ich sie dort besucht habe. Die schlichen durch die Flure und auch ich bekam zwar keine Angst, aber ein sehr beklemmendes Gefühl, habe so unglaublich viel Aggressivität gespürt und Verachtung mir gegenüber (oder habe es mir eingebildet)...habe ich lange drüber nachgedacht. Vielleicht ist es irgendwie bedrohlich, weil der T*d so offensichtlich sichtbar ist...? Ich weiß es nicht und mich würde interessieren, wie es ihnen umgekehrt geht...und wie ist es wenn eine in die andere ES übergeht? Ich habe eine Freundin, die Bulemikerin ist und in manchen Pukten unsere ES betreffend geraten wir immer wieder aneinander...

Hm, nachdenklich
lols
Geduld bringt die Leichtigkeit zwischen den Schritten.

10

Donnerstag, 4. Juni 2009, 22:24

Trigger: @lols

Ähm, warum krieg ich das mit dem Zitat eigentlich nicht hin?? :o

Wie auch immer.

@lols: Ich habe den Wandel von Magersucht in eine kurzzeitige Phase von Fressucht bei meiner Schwester erlebt. So etwas möchte ich nie wieder sehen! Ein größeres Leid als das kann ich mir nicht vorstellen. Eine Magersüchtige, die einen ganzen Kühlschrank leerfrisst, jeden Tag und innerhalb kürzester Zeit ihr Gewicht verdoppelt. So viele Tränen, solche Scham, so eine Selbstzerstörung. Jeder von uns hat gelitten. Ich wünsche niemandem ein solches Leid. Wir sind daran fast zu Grund gegangen - alle - dieses Leid mit ansehen zu müssen und nichts tun zu können. Da sind meine FA's easy-going dagegen.

LG beeboo

11

Freitag, 5. Juni 2009, 07:31

@beeboo:
Warum? du zerstörst dich doch genauso selbst!
Bei dir ist dein Elend dein Leid egal oder unwichtig?
Vor allem wenn du danach "easy going" für deine Selbstzerstörung wählst.

Also DAS kann ich jetzt nicht nachvollziehen.
Sie hat sicherlich gelitten, aber du leidest auch.

du bist auch krank, du hast auch eine ES

Ich würde das nicht vergleichen!
Magersucht ist am tödlichsten ok.
Aber ich weigere mich jemanden der MS hat als elitär anzusehen oder als "mehr leidend"

Als dicker bekommt man noch die volle Verachtung der Gesellschaft reingedrückt

@Lols
Ja ich kenne eine Therapeutin die übergewichtig ist und mit Magersüchtigen arbeitet.
Aber da geht es nicht speziell um die Essstörung in der Therapie.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dailaitha« (5. Juni 2009, 07:31)


12

Freitag, 5. Juni 2009, 09:24


Als dicker bekommt man noch die volle Verachtung der Gesellschaft reingedrückt


Hallo, Dai,

so ist es. Ich kenne ja beide Seiten. Als Magersüchtiger habe ich Mitleid gespürt, ja, manchmal sogar so etwas wie "Respekt", so absurd das auch sein mag. Aber als Esssüchtiger erlebe ich entweder Gleichgültigkeit, oft aber auch Verachtung, ja, hin und wieder auch Ekel im Gesicht des anderen.

Hallo, Beeboo,

es ist recht typisch für Esssüchtige, dass wir die Krankheiten anderer viel wichtiger nehmen, für viel "schlimmer" halten als unsere eigenen...

Gruss

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

13

Freitag, 5. Juni 2009, 09:40

Liebe beeboo,

ich glaube ich weiß was du meinst. Es ist furchtbar mitanzusehen wie sich ein geliebter Mensch selbst zerstören will und nichts dagegen tun zu können. Eine Katastrophe für die ganze Familie.

GLG,
Sonja.
Solange du dem anderen sein Anderssein nicht verzeihen kannst, bist du noch weit weg vom Weg der Weisheit. (aus China)

Die Hoffnung ist der Regenbogen über dem herabstürzenden Bach des Lebens. (Friedrich Nietzsche)

14

Freitag, 5. Juni 2009, 09:40

Hab leider kein TV. Gibts das auch bei youtube oder auf der Seite direkt?
Don’t shed a tear for me, I stand alone
This path of destiny is all my own
Once in the hands of fate, there is no choice
An echo on the wind, you’ll hear my voice

15

Freitag, 5. Juni 2009, 09:49

Ach ja .... nochwas!

Passt vielleicht nicht so ganz zum Thema, aber ich möchte es trotzdem gern schreiben:

als meiner Tochter mit 6 Jahren plötzlich alle Haare ausgefallen sind bin ich fast daran zugrunde gegangen (so hat es sich jedenfalls angefühlt). Bei den Kommentaren von lieben Mitmenschen wie: "sei froh, dass sie noch lebt" usw. hätte ich nur schreien können.

Meine beste Freundin hat damals gesagt: "Man kann sich nicht immer am Leid anderer hochziehen. Manchmal hat man sein Leid und was Schlimmeres kann man sich kaum vorstellen." Dieser Satz hat mir damals sehr geholfen. Trotzdem glaube ich schon, dass es irgendwann wichtig ist auch wieder ein bißchen den Blick für Andere zu haben. Und zu erkennen, dass es Menschen gibt denen es NOCH schlechter geht und die damit fertig werden.

Und auf meine Sucht bezogen bedeutet das für mich: ich kann meine Sucht nur überwinden wenn ich etwas an meinem Leben ändere. Das macht mir Angst und ich schaffe es oft nicht, aber wenn alles so bleibt wie es ist wird sich sicher nichts ändern.

LG,
Sonja $-d .
Solange du dem anderen sein Anderssein nicht verzeihen kannst, bist du noch weit weg vom Weg der Weisheit. (aus China)

Die Hoffnung ist der Regenbogen über dem herabstürzenden Bach des Lebens. (Friedrich Nietzsche)

16

Freitag, 5. Juni 2009, 09:51

Liebe beeboo,

ich glaube ich weiß was du meinst. Es ist furchtbar mitanzusehen wie sich ein geliebter Mensch selbst zerstören will und nichts dagegen tun zu können. Eine Katastrophe für die ganze Familie.

GLG,
Sonja.


Hallo, Sonja,

nur eine Verständnisfrage (ist wirklich keine Provokation) : Ist das denn nur bei Magersucht eine Katastrophe? Ich kenne auch Bulimiker und Esssüchtige, die sich selbst vernichten, mich z.B. und zumindest zwei weitere User hier in diesem Forum. Vermutlich tun es aber auf die eine oder andere Art alle hier...

Ich finde es für uns selbst gefährlich, wenn wir nur "die anderen" bemitleiden, uns selbst aber ignorieren. Ich denke, dieses "Dem anderen geht es aber sehr schlecht, und mein Weg ist "easy-going"" ist verheerend für uns selbst.

Lieben Gruss

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

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Freitag, 5. Juni 2009, 09:54

Trotzdem glaube ich schon, dass es irgendwann wichtig ist auch wieder ein bißchen den Blick für Andere zu haben. Und zu erkennen, dass es Menschen gibt denen es NOCH schlechter geht und die damit fertig werden.


Ohne Frage richtig, Sonja. Aber das eigene Problem, das tödlich enden könnte, als "easy going" zu betrachten, halte ich für selbstquälerisch.

Lieben Gruss

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

18

Freitag, 5. Juni 2009, 13:10

@all

Danke für Eure Kommentare, seien sie nun eher kritisch, mitfühlend, verständnisvoll. Ich kann jedem eigentlich zustimmen. Vielleicht aber noch soviel vorab: ja, ich esse, ich habe eine Essstörung und meine FA's sind in letzter Zeit nicht gerade selten - täglich um es genau zu sagen. Von daher ist mir auch das Verhalten des Bloch im Film sehr nahe gegangen. Aber ich habe das Problem mit dem Übergewicht nicht (oder noch nicht?) und deshalb kommt dieser erschwerende Punkt der Diskreminierung durch andere nicht dazu, was vielleicht manchen von Euch zusätzlichen Druck und Leid verursacht.

Es stimmt, ich neige immer dazu, das Leid anderer viel wichtiger zu nehmen, als mich um mich selbst zu kümmern. Ein Familientherapeut vor über 25 Jahren hat dazu seinen Teil beigetragen, dass ich so denke. Als Gefühlskalt musste ich mich bezeichnen lassen von ihm, weil ich schon als 13-jährige versucht habe stärker zu sein als alle anderen in der Familie und angesichts des Zusammenbruchs meines Vaters und meiner Mutter, tränenüberströmt in der Therapie, einfach nicht mitgeweint habe. Einer musste doch schließlich den Überblick behalten .... alle sollten der Reihe nach sagen, was sie meinen was sie dazu beigetrage haben, dass meine Schwester magersüchtig war. Wie bitte? Das war für meine Eltern höchst beschämend und unangenehm, jeder hat erst die Schuld nur bei sich gesucht und wo schon mal alle so entblößt waren, war auch jeder angreifbar für gegenseitige weitere Schuldvorwürfe. So hat man uns nach Hause geschickt und der Zerfall unserer Familie nahm seinen Lauf.

Und ich habe es von Kleinkindalter her gelernt Rücksicht zu nehmen, weil mein Vater schwer krank war und von uns allen deshalb besonders schonend zu behandeln war.

Andererseits muss ich sagen, dass ich tatsächlich auch vieles gut wegstecken kann (natürlich nicht alles, sonst wäre mein Essverhalten nicht so entgleist, ist klar). Ich bin aber schon immer vielen Dingen auf den Grund gegangen, habe schon immer viel in mich hineingeschaut und so manches Problem versucht an der Wurzel zu packen. Oft habe ich es auch geschafft und dieses, was sich so hartnäckig jetzt schon so viele Jahre wohl noch tiefer zu verbergen scheint, das krieg ich auch noch zu packen.

Jeder auf seine Weise und ich stelle bei mir fest, dass ich stärker werde, wenn ich mich "kümmern" kann, dass ich aber immer mehr leide, wenn ich mein eigenes Problem zu wichtig nehme. Dann folgt Gedanke auf Gedanke, so wie neulich, als ich weinend zu Hause saß und hier einen Beitrag geschrieben habe. Mit etwas mehr Abstand und etwas tiefgründigerem Schauen hätte es nicht sein müssen, dass ich mir den schönen Abend verderbe. Negative Gedanken ziehen weitere negative Gedanken nach sich, das wird eine Spirale. Das heißt nicht, dass ich sie verdrängen möchte. Aber bei allem was passiert will ich doch lieber so oft es geht einfach Beobachter sein. Mag auch eine Form von Verdrängung sein, ja, aber ich mag die Tage halt nicht, wo ich dasitze und mit meiner Situation einfach nur hadere. Davon wird's ja nicht besser und das Leben ist zu kurz und zu schön dafür.

LG beeboo

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »beeboo« (5. Juni 2009, 13:10)


19

Freitag, 5. Juni 2009, 14:05

Aber bei allem was passiert will ich doch lieber so oft es geht einfach Beobachter sein


Ich glaube, genau das ist es, beeboo. Du willst auch weiterhin "Kontrolle" behalten. Essstörungen sind aber immer Kontrollverlust, auch Magersucht ist übrigens Kontrollverlust und die Magersucht ist der verzweifelte Versuch, diese Kontrolle inform von "Esskontrolle" wieder in den Griff zu bekommen. Als Essgestörter kannst Du nicht "Beobachter" sein, daran glaube ich nicht.

Es ist gut, dass Du das alles mal niedergeschrieben hast, vielleicht hilft es Dir.

Übrigens: Ich werde auch "stärker", wenn ich mich kümmern kann. Wenn es meiner Frau schlecht geht, bin ich ein wunderbarer Kümmerer, aber das löst NICHTS von MEINEM Problem zu tun, nichts. Ist leider so.

Lieben Gruss

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

20

Freitag, 5. Juni 2009, 14:38

Das mit der Magersucht kann ich zwar zum Teil verstehen, denn man weiss derjenige wird sterben, wenn er nicht aufhört. BED-ler sind zum Teil ja auch normal bis leicht übergewichtig, da macht sich irgendwie keiner Sorgen um das körperliche Wohl.

Allerdings wiegt das seelische glaub ich bei dem BED-ler besonders schwer, weil man eher auf der nicht gesellschaftlich akzeptierten Seite steht. Man wird dann gerne als maßlos etc. beschrieben.

Ich bin deshalb gerade hin- und hergerissen, was ich denken soll. Auf der einen Seite weiss ich, dass ich mit BED weiterleben könnte (wenn auch nicht gut), mit meiner Bulimie wäre ich wahrscheinlich schon nicht mehr hier. Aber meine Krankheit als "easy going" abstellen käme mir auch nicht in den Sinn. Durch beboos Beitrag ist mir aber auch klar, woher das alles kommt.

Meine Thera hat zu mir in der ersten Stunde gesagt, dass ich froh sein soll von der Bulimie losgekommen zu sein und BED wesentlich grössere Heilungschancen von allen ES hat. Deshalb bin ich mittlerweile "froh", dass es BED ist. Ich hoffe, Ihr versteht das jetzt nicht falsch. :o Am liebsten wäre ich natürlich ganz gesund.

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