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1

Freitag, 1. Mai 2009, 11:12

evtl. Trigger: Fluchtversuch (Titel geändert)

Aus einem anderen Thread gabs den Hinweis auf die Ernährung nach Pape. Habe da ein wenig zu gegoogelt und frage mich ist das ansatzweise was für mich?
Sicher nicht eins zu eins, dieses als Zwischenmahlzeit nur Götterspeise...das schreit ja nach einem baldigen FA, aber dieses morgens viel Eiweiß, mittags Kohlehydrate und abends keine Kohlehydrate klingt mir auch nach einen guten Plan bei Diabetes, wenn man wie ich kein Insulin spritzt? :o
Aber es ist eine Diät?
Es erinnert sehr an das Drei-Mahlzeiten-Prinzip, das finde ich gut.
Ich habe das Gefühl neben Therapie, auf Ernährung achten zu müssen -was ein Quatsch, das hat nix mit Gefühl zu tun, meine Blutwerte sprechen da eine deutlich Sprache- und mir eine Struktur schaffen zu müssen (feste Essenszeiten usw.) und überlege ob o.g. vielleicht eine gute Idee ist, wenn ich mich nicht sklavisch dran halte.
Ich wäre dann gezwungen vor allem Mittags feste Essenszeit einzuplanen. Im Moment frühstücke ich gar nicht, esse manchmal bis in frühen nachmittags nix und dann irgendein Scheiß, an guten Tagen Müsli, was ich immer im Büro vorrätig habe und abends haue ich mir fettreiches, kohlehydrathaltiges und süßes zum Nachtisch in viel zu großer Menge rein, schlafe schlecht und morgens ist mir wieder so schlecht, dass ich keinen Hunger habe...
Wäre interessiert an Euren Gedanken und Erfahrungen!
Und jetzt gehe ich in den Tagebuchbereich um mich mit dem was dahinter steckt, warum ich gerade wieder mal so wenig Selbstfürsorge betreibe auseinanderzusetzen... :fertig:
lols
Geduld bringt die Leichtigkeit zwischen den Schritten.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »lols« (1. Mai 2009, 11:45)


2

Freitag, 1. Mai 2009, 11:20

Also da es zig tausend Ernährungsformen gibt
alle wissenschaftlich begründet ^^
z.b. hat es keinen Ausschlag ob man abends warm ist
andre sagen um gottes willen nur eiweißreich
ich blicke da nichtmehr ganz durch *lach*

am wichtigsten find ich daher für mich 3 Mahlzeiten
Satt essen
(letzteres schaff ich ersteres nich)
Und wenn ich dann mal endlich geschafft habe wieder morgens ordentlich zu frühstücken
ist es mir egal ob ich die warme Mahlzeit dann mittags oder abends hab.
erstmal dahin kommen regelmäßig zu essen.

Ich habe natürlich keine Ahnung was für Diabetiker jetzt genau richtig wäre^^

3

Freitag, 1. Mai 2009, 18:08

Liebe Lols,
ich kenne diese Ernährungsform nach Pape aus der damaligen Binge TK und mir hat es gut geholfen.
Natürlich klappte es in der TK mit der Regelmäßigkeiten am besten.. zuhause kam wieder mein altbewährtes Chaos.. :eyebrow:
Ich versuche mich heute immer noch daran zu halten, es isr sowas wie ein Leitfaden für mich und habe auch deutlich weniger FAs.. auch wenn ich Zwischenmalzeiten unregelmäßig zu mir mehme..
Statt Götterspeise (ich bin nämlich zu faul mir welche zu kochen...) gibts dann eine Brühe..
Strikt am Plan kann ich eh nicht leben..
Wir hatten in der Gruppe einige Diabetiker und die haben sich genauso an den Plan gehalten..

Liebe Grüße
Yrla
Is(s) doch:
Und: Wer Tippfehler findet, darf sie behalten
By the way: Be yourself, no matter what they say...
Procrastination is the thief of time (Verschiebetaktik ist der Dieb der Zeit) :whip:

4

Freitag, 1. Mai 2009, 18:16

Hmmm die Diät hab ich auch schon durch und das war gar nix für mich.
5h Pause- das hab ich nicht ausgehalten bzw. wenn doch, dann hab ich oft FAs zu den Mahlzeiten gehabt.
Und nur Eiweiß abends konnte mich gar nicht satt machen...

5

Freitag, 1. Mai 2009, 18:52

Ich weiss gerade nicht was bei mir überwiegt...

Der "Neid", dass Ihr eine Diät machen dürft und dann ruckzuck x kg weg habt (weil ich gerade sehr unter meiner Zunahme leide) oder die Abneigung gegen alles, was Diät ist.

Ich hab diese Diät auch schon durch. Magenknurren ohne Ende (keine Ahnung wie man 5h zwischen den Mahlzeiten und nur 3 am Tag aushalten soll). Ich hab eigentlich immer nur auf die nächste Mahlzeit gewartet und mir die "reingehauen", weil ich so hungrig war.

Ich denke diese Diät löst unser Problem genauso wenig wie WW oder sonstige.

Vielleicht will man aber auch insgeheim Diät machen und versucht sich eine rauszusuchen, die man sich schönreden kann.

Bin da irgendwie gerade sehr hin- und hergerissen :o

6

Freitag, 1. Mai 2009, 18:53

Liebe Lols,
aus der damaligen Binge TK


Was war das denn? Find ich merkwürdig, wenn Diäten empfohlen werden.

7

Freitag, 1. Mai 2009, 21:35

Der "Neid", dass Ihr eine Diät machen dürft und dann ruckzuck x kg weg habt


öhm wie kommste denn dadrauf. Ich habe in letzter Zeit kein Gramm abgenommen und ich glaube ruckzuck geht hier bei keinem was oder habe ich Dich falsch verstanden?

Vielleicht will man aber auch insgeheim Diät machen und versucht sich eine rauszusuchen, die man sich schönreden kann.


Ja, den Verdacht habe ich bei mir auch...und dann noch die Angst wegen der Diabetes.
Und klar, nicht hungern! nicht sklabisch dran halten! und es ging eben in erster Linie um die Frage Diabetes. Aber Dai hat wohl recht, bei den ganzen wissenschaftlich abgesicherten Diäten auf dem Markt blickt keiner durch, auch nicht wenn sie sich gesunde Ernährung schimpfen. Ich werde wohl das mitnehmen was sich da gut anhörte (abends keine Kohlehydrate, weil meine morgendliche Werte immer so schlecht sind, regelmäßig essen, satt essen, möhlichdz wenig zwischendurch, gefährliche Lebensmittel meiden) Ach ja, immer mal wieder diese Hoffnung, dass es vielleicht doch ganz einfach ist gesund zu werden und dass es nicht so weh tut...
lols
Geduld bringt die Leichtigkeit zwischen den Schritten.

8

Samstag, 2. Mai 2009, 00:11

8tung Mengenangaben die müssen aber sein sorry

Ich weiß nich ob das 1:1 Pape is
aber was wir in der TK gelernt haben ist definitv keine Diät
oder wie würdest du folgendes beurteilen?

Morgens min 3 Brötchen
Mittags 100g Nudeln (ungekocht)
oder ein Beutel Reis
oder 6-8 Kartoffeln
Und abends bis zu 3 scheiben Brot(brötchen)
Dazu Beilagen etc. und meist auch Nachtisch ^^ wirklich leckeren Nachtisch.

Was meinste wie mir da die Kinnlade runterfiel! 3 Brötchen morgens mindestens.
Da kommt man sich teilweise gemästet vor, aber man ist dann auch wirklich für ein paar stunden satt.
und nimmt auf Dauer ab, weil sich die FAs drastisch reduzieren, die man Aufgrund von hungern hat.
Nicht alles wurde Abgewogen oderso, aber generell schon auf Fett geachtet.
Halt nach der Ernährungspyramide

Man musste aber ganz klar die drei Mahlzeiten einhalten daran scheitere ich,
nicht weil ich gern zwischenmahlzeiten habe sondern,
weil ich generell mich schwer tue mit jeglicher Struktur die über längere Strecken halten soll.

Eine Diät beginnt für mich da, wo ich meine kcal drastisch reduziere
mit 2... liege ich aber im Normalbereich meine Meinung.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dailaitha« (2. Mai 2009, 00:19)


9

Samstag, 2. Mai 2009, 07:27

Also ich hatte diese Diät ja auch gemacht und hätte bei meinem Gewicht keine 3 Brötchen essen dürfen. Das wird weniger, je weniger man wiegt.

Ich weiss halt wie ich bin. Wenn mir jemand sagt: NUR morgens süss, dann will ich abends süsses...

10

Samstag, 2. Mai 2009, 07:55

Liebe No More,..
Dai hat es schon erklärt.
Ich bin froh, diese Ernährungsform kennegelernt zu haben... erst danach habe ich es geschafft meine Ernährung dauerhaft umzustellen und auch wieder Licht am Horizont zu sehen!! Vorher kannte ich auch nur Diät und Nulldiäten. $-z

Liebe Grüße
Yrla
Is(s) doch:
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Procrastination is the thief of time (Verschiebetaktik ist der Dieb der Zeit) :whip:

11

Samstag, 2. Mai 2009, 08:05

natürlich hast du nen andren Tagesumsatz wenn du dich a) weniger bewegst und b) kleiner bist.
aber wie gesagt normale gesunde Ernährung ist darauf ausgelegt, den Körper mit soviel Energie auszustatten, wie er braucht.

Wir Binger können davon ausgehen das wir eben locker mehr als diese 2... am Tag
vertilgen und dürfen daher ruhig erstmal satt essen.
das ist auch erstmal total wichtig:
regelmäßiges Essen
und ausreichend Essen kein "diäten" (Wenn ich das einspare darf ich dann das... ne ne nee)

wenn man das drauf hat stellt der Körper sich auch total um und man hat wieder ein echtes Satt und Hunger Gefühl
(was ich glücklicherweise behalten habe ich bin seitdem auch mal satt beim essen)
auf seinen natürlichen Tagesbedarf zu reduzieren, macht man a) nicht plötzlich und b) erst wenn man sein Gewicht dauerhaft gehalten hat.

^^ also ruhig mit 3 Brötchen etc anfangen.

PS: Leute die deutlich mehr wogen konnten auch 4-5 Brötchen Essen ^^ so das sie eben erstmal ausreichend satt waren
und namen trotzdem ab, ABER das hängt immer vom Ausgangsgewicht ab, und natürlich damit verbunden mit der Menge die
man so in einem FA vertilgt. Das das komplett unterschiedlich sein kann ist klar

12

Samstag, 2. Mai 2009, 08:13

@ dai

wie haben das die diabetiker in deiner gruppe kompensiert? ich mein 3 brötchen auf einmal sind schon viele kohlenhydrate... da schiesst doch der zucker nur so durch die decke?
liebe grüsse
c.
born to be.... sweet :eye:

13

Samstag, 2. Mai 2009, 08:35

Also ich bleib da skeptisch, wie gesagt ich hab die Diät selber schon (nach dem Buch) gemacht. Ich denke es ist und bleibt halt eine Diät.

Ich hab 2 Jahre lang Low Carb (und dazu gehört Pape in Teilen dazu) gelebt und keinen einzigen FA gehabt, aber für mich kann ich sagen: Die kamen wieder und zwar doppelt so schlimm wie vorher...

Entweder essen wir das, was wir wollen und in Maßen oder wir essen nach einem Plan und sind wieder auf Diät. Beides geht meiner Meinung nach nicht...

Ehrlich gesagt bin ich gerade ein bisschen geschockt. Dann kann ich gleich wieder zu meiner South Beach Diet zurückgehen, die in meinen Augen wesentlich ausgewogener und gesünder als Pape ist. Aber das löst mein Problem halt nicht...

14

Samstag, 2. Mai 2009, 08:43

Eigentlich wollte ich vor unserem Ausflug, den meine Frau und ich gleich machen, nur mal kurz schauen, möchte aber sagen, dass es mich SEHR erstaunt, dass hier über DIÄTEN diskutiert wird... Ich denke, das ist eine der URSACHEN unserer Störung, und das verunsichert mich jetzt doch sehr...

Ich weiss nicht.........................

Schönes Wochenende

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

15

Samstag, 2. Mai 2009, 09:31

nee Sorry ich weigere mich das was ich in der Tagesklinik gelernt habe als Diät zu betiteln
Ich weiß nur das einige Elemente von Pape genommen wurden, wie seine Philosophie ist:
Keine Ahnung!
was ich schon öfter in diesem Thread hier betont habe.
Ich wette mit dem was Pape genau sagt, kann ich mich gar nicht identifizieren
ich distanziere mich also hiermit nochmal ausdrücklich davon
Das was ich hier erzähle stammt aus einer Tagesklinik.

Ich finde das es normale Mengenangaben sind, mit denen man gut leben kann
keine Lebensmittel sind verboten kein Kalorienzählen.
Es gibt einfach nur Richtlinien.

Wir hatten einige Diabetiker in der Gruppe, sowohl welche die Spritzten als auch welche die nicht Gegenspritzten.
Die sind gut damit klar gekommen, und was soll ich dir sagen: sie hatten schwarz auf weiß dabei,
dass sich ihre Werte nach einigen Wochen drastisch verbessert hatten.
Man muss dazu sagen, dass die FAs damit auch nichtmehr so riesig ausfielen.

Wie gesagt das A und O bei der Geschichte in der TK war, dass man sich zu den Mahlzeiten ordentlich satt isst, damit man eben keine FAs hat die dem doppelten Tagesbedarf entsprechen.

Also den Pape oder wen auch immer könnt ihr für nen Diätguru halten
ich finde ernähren nach der Ernährungspyramide und nach dem Tagesbedarf, den man hat normal.
Und an drei Mahlzeiten zu denen ich mich satt esse, werde ich auch weiterhin festhalten.
Ich habe definitiv wieder zugenommen, als ich anfing mein Frühstück wegzulassen und zu hungern.
Weil der Stoffwechsel sich dann nachweislich verlangsamt und jedes kleine bisschen dann zulegt.
Wenn ihr 2*** als diät bezeichnet ok... eure Sache (Wie gesagt Leute die wesentlich mehr wogen haben dann eben noch nen paar +++ gramm mehr gegessen)

Ich finde es wichtig sich bewusst zu ernähren aber auch mit Bauchgefühl im wahrsten Sinne des Wortes.
Als Binger musste ich erst wieder lernen, was normale Mengen sind, und ab dann kann man auf seinen Bauch hören.
Deshalb sind Mengenangaben wirklich mal hilfreich für den Anfang.
Und auf Fett sollte man halt immer achten, d.h. noch lange nicht, dass man nur an nem Apfel nagt und jede Kalorie zählt.

Ich finde es geht um den Mittelweg, auf seine Ernährung achten, aber nicht verbissen.
Mein Punkt der auf dem Tagesplan steht ist: wieder frühstücken.
Und was daran verwerflich sein sollte... keine ahnung ^^

Wir hatten zusätzlich in der Tagesklinik mindestens einmal Gruppentherapie, Gestalttherapie und auch Bewegungstherapie.
haben gemeinsam gekocht und auch walking und schwimmen gemacht.

Ich weiß letztendlich was mein rieeeesiges Problem ist in Bezug auf Essen und Körper:
innere Struktur, sich mütterlich behandeln
Ich bin immer dafür, parallel eine Therapie zu machen oder auch nur eine Therapie zu machen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Dailaitha« (2. Mai 2009, 09:40)


16

Samstag, 2. Mai 2009, 10:17

Dai das macht für mich auch Sinn - ich hab mich komplett auf Pape bezogen und das ist einfach eine Diät. Vielleicht nett verpackt, aber eine Diät.

Man hat ganz strikte Vorgaben. Morgens z.B. keine Milch oder Joghurt ins Müsli, sondern wenn überhaupt dann Sojamilch, abends nur Eiweiss, also kein Brot etc.

Ich finds auch nicht schlimm darüber zu reden. Nur wo zieht man die Grenze, was für uns OK ist und was nicht? Ich bin der Meinung, dass keine Ernährungsform mit strengen Vorgaben für uns Sinn macht. Wenn ich nicht mal einen Apfel zwischendurch essen darf, dann weiss ich genau wo das bei mir hinführt...

17

Samstag, 2. Mai 2009, 10:57

Trigger: Diabetes und Fluchtversuch in eine Diät

Hallo ihr Lieben,
also zum einen fällt mir hier ein Mißverständnis auf. Du NoMore wetterst zurecht gegen die Pape Diät(!), von der aber nur am Anfang des Threads die Rede ist und dann nicht mehr. -oh ich sehe gerade, genau das hast Du während ich hier schreibe auch schon angemerkt, na dann iss ja klar-

und ausreichend Essen kein "diäten" (Wenn ich das einspare darf ich dann das... ne ne nee)



Du Dai beschreibst -für mich sehr hilfreich- das Drei-Mahlzeiten-Prinzip, das ich großartig finde, weil es das natürliche Sättigungsgefühl trainiert, keine Vorschriften macht und keine Reduktion bedeutet, sondern eigentlich eine gesunde Ernährungsform bei der man satt wird. In meiner REHA war das auch das Prinzip und aufgrund der vielen Bewegung war auch Eis und sowas als Zwischenmahlzeit drin. Und meine Blutwerte haben sich deutlich verbessert.
Ich glaube auch nicht, dass man das als Diät bezeichnen kann.

möchte aber sagen, dass es mich SEHR erstaunt, dass hier über DIÄTEN diskutiert wird... Ich denke, das ist eine der URSACHEN unserer Störung, und das verunsichert mich jetzt doch sehr...


Ich bin tatsächlich kuzrfristig dem Wunsch erlegen, eine schnelle einfache Lösung zu finden :blush2: , habe mir kurzfritig eingeredet es handle sich bei dem Pape Konzept nicht um eine Diät (nach längerer Internetrechersche hat sich das als Blödsinn rausgestellt). Ich bin in eine Werbefalle, Diätfalle was weiß ich Falle getappt und das ärgert mich maßlos, aber vielleicht bewirkt dieser Thread dann ja eine erneute Sensibilisierung nicht nur bei mir, dass das genau eines der Auslöser für unser Problem ist bzw. unser Problem verstärkt. Nun finde wieder zurück zu der Auseinandersetzung mit mir selbst, die mich gerade sehr anstrengt und mir weh tut, daher dieser Fluchtversuch glaube ich, der mich hat in die Falle tappen lassen rein nach einem "Guru" leben zu wollen, einem der den richtigen Weg kennt, einer Vaterfigur?

Ich distanziere mich hier jetzt auch mal ausdrücklich von der Pape Diät, indem ich auch den Titel meines Threads ändere und den Namen Pape aus dem Titel rausnehme. Der nennt seine bücher "Schlank im Schlaf", das ist nunmal um sie zu verkaufen...das heißt aber auch nicht, dass da nur Mist drin steht. Wisst ihr was ich meine? Aber es ist einfach nix bei ES.

Entweder essen wir das, was wir wollen und in Maßen oder wir essen nach einem Plan und sind wieder auf Diät. Beides geht meiner Meinung nach nicht...


Ich kann es mir aber gesundheitlich nicht mehr leisten, nur das zu essen wonach mir ist. Das geht bei Diabetes nicht und bei Esssucht ja auch nicht (Stichwort Abstinenz). Ich tue es trotzdem dauernd und wenn ich so weiter mache muss ich bald Insulin spritzen und das will ich so lange wie möglich rauszögern.
Ich schwanke ernsthaft zwischen zwei kontrollierten Ernährungsformen oder einer Kombination aus beiden (Drei-Mahlzeiten und Abstinenez), die für mich bedeuten ich will wieder ausreichend früstücken, regelmäßig essen, abends keine Kohlehydrate (meine Zuckerwerte sind morgens immer so hoch, auch wenn ich es schaffe keinen FA zu haben, sondern so esse, wie ich es seit meiener Kindheit kenne mit belegtem Brot). Das würde für mich, wie Dai es schreibt heißen, nach Richtlinien zu essen. Ist das schon eine Diät. Ich denke nicht...
Auch abstinent zu leben heißt ja nach einer Richtlinie zu leben. Das ist einer der schmerzhaftesten Teile für mich. Es gibt Lebensmittel mit denen ich einfach nicht umgehen kann und die ich nicht im Haus haben darf...die Diskussion haben wir ja hier schon öfter geführt...ich werde versuchen heute abstinent zu sein, die letzten Wochen waren furchtbar...so will ich es nicht mehr!

Um so essen zu können wie ich es mir wünsche, ist ganz pragmatisch ein anderer Tagesablauf bei mir nötig. Weniger arbeiten (womit wir bei meiner Arbeitssucht wären) und die Termine, die ich sehr autonom legen kann (Segen und Fluch zugleich), nicht immer so zu legen, dass es den Klienten und Kollegen passt, sondern auch nach meinen Bedürfnissen.
Dann ist es notwendig, an den Gründen fürs zu viele essen und arbeiten zu arbeiten.
Ohne Therapie geht das nicht! Therapie ist das Fundament, die Grundlage zur Genesung (bei mir zumindest).

Mir hilft es immer auch, solange meine innere Struktur noch so instabil ist, ich es nicht einfach schaffe mich zu bemuttern, adäquat für mich zu sorgen usw. mir eine äußere Struktur zu schaffen, die mich eben dabei unterstützt, dass ich es leichter schaffe für mich zu sorgen. Die wenn es gut läuft zu Routine wird. Wie ein Krückstock nach einem Beinbruch. Und eine Strukturierung kann das Essen nach Richtlinien sein, oder bin ich dann in der Diätfalle? :o

Lols
Geduld bringt die Leichtigkeit zwischen den Schritten.

18

Samstag, 2. Mai 2009, 16:48

Oje,

ich wollte niemanden angreifen, und auch niemandem unterstellen, er propagiere hier Diäten. Aber aus eigenster Erfahrung weiss ich, wie schnell man wieder im Diätwahn ist, und wie beschissen es einem hinterher geht, wenn die 2000ste Diät nichts gebracht hat, und man 3 Monate später NOCH mehr wiegt als vorher.

Sorry, ich wollte niemanden angreifen.

Lieben Gruss

Petrus
"Die ganze Welt ist zum Verzweifeln traurig."
Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

19

Samstag, 2. Mai 2009, 17:24

Liebe Lols - tut mir leid, wenn ich das völlig falsch verstanden habe. Und stimmt - ich hab nicht dran gedacht, dass man bei Diabetes ohnehin gewisse Richtlinien befolgen muss. Ich meine mit "essen was man will" auch nicht, dass ich zum Frühstück 500ml Eis esse, sondern eher, dass man seinem Körper das gibt, was er gerade verlangt. Wir Binger können das ohnehin nicht gleich. Aber ich bin morgens mit einem warmen Brei am glücklichsten. Den mag ich, der schmeckt mir und der macht mich satt und so habe ich auch gewisse Vorliegen für Mittags und Abends.

20

Samstag, 2. Mai 2009, 19:26

Ihr beiden und auch alle anderen die hier geschrieben haben, ich habe mich in keinster Weise angegriffen gefühlt.
Ihr habt mich sehr zum Nachdenken angeregt und dafür bin ich Euch unendlich dankbar! Es hat mir die Augen geöffnet und ich bin NICHT in eine Falle getappt.Ich finde solche Auseinandersetzungen bringen weiter, gerade Kontroversen, vor allem wenn sie so respektvoll geführt werden wie hier!
Ein bereichernder Austausch, ich hoffe nicht nur für mich!!

LG lols
Geduld bringt die Leichtigkeit zwischen den Schritten.

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