Wie bei vielen von euch anscheinend, hängt es bei mir ganz gewaltig mit meinem Gemütszustand zusammen, wie ich mich pflege, gebe, anziehe, style usw.
Aber auch damit, dass ich eifnach nichts Schickes mehr finde. Das ist echt deprimierend. Entweder ist es zu klein oder zu teuer. Oder eben Sweatshirt-Style. Im Sommer ist das ganz schlimm.
Es gibt Zeiten, da muss ich mich zum Duschen überreden und dann wieder bin ich täglich geschminkt, gestylt usw.
Ich habe während meiner AUsbildungszeit meist von Jeans und T-Shirt gelebt, ungeschminkt usw. einfach, weils mir morgens zu früh war, um noch groß was zu machen. Dann gings aufs Ende zu und mir wurde leichter ums Herz und begann, mich zu stylen. Mensch, jeden Tag war dann ein: Mensch, gehste heute wieder auf die Piste, schick siehst du aus. zu hören. Ich habs einerseits schön gefunden, dass es den anderen auffällt, andererseits wars irgendwie, hmm, komisch, denn ich hab direkt das Gegenteil, also Ironie unterstellt usw.
Aber ich merke auch, dass es mir psychisch in einem Tief VIEL besser geht, sobald ich mich morgens geduscht und vernünftig angezogen habe. Das macht einen gewaltigen Unterschied, als ob ich plötzlich ins Leben trete.
Einezeitlang habe ich "erwachsen gespielt" (was ich mit 26 eigentlich sein sollte, mich aber so nicht gefühlt habe und mich auch nicht so angezogen habe) und es hat mir das Gefühl vermittelt. Zunächst nur oberflächlich bis es langsam ein tieferes Annehmen dieses Gefühls gab.
Aber ich kenne es auch, wie anfangs jemand schrieb, dass ich mich in schlechten Zeiten sträflich vernachlässige. Ich muss Kompressionsstrümpfe tragen und es gibt Tage, wo ich sie einfach nicht anziehe, nicht weil ich sie nicht anziehen will, weil ich es einfach doof finde, die Dinger zu tragen, vom Styling und Gefühl her (das kommt noch hinzu), sondern auch, weil ich weiß, dass ich mir damit schade. Dumm. Aber ist so. Fiel mir heute morgen wieder auf.
Vielleicht sollte ich mir auch regelmäßig was Gönnen. Ich liebe Massagen, aber die sind immer so teuer...