Binge Eating Forum

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triggerhippie

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1

Freitag, 12. März 2010, 06:28

Was wäre wenn....

Moin, Moin Ihr Lieben!!!!

Ich möchte Euch allen im Forum eine sehr wichtige Frage stellen...

Was wäre wenn es doch eine Heilung gäbe, wenn das Loch in Euch ausheilt, Was würde sich verändern in Eurem Leben???

Wie würdet Ihr die freie Zeit füllen, was würdet Ihr gern neues entdecken, würde sich Euer Privatleben ändern oder Euer Berufsleben? Was würdet Ihr tun, wenn es Euch schlecht geht? Gäbe es Dinge, die Ihr Euch vorher vielleicht verwehrt habt, die jetzt auf eine Umsetzung warten? Wie würdet Ihr Euch selbst belohnen? Wie wäre ein Lebensmitteleinkauf und würdet Ihr gerne Klamotten kaufen gehen?
...und last but not least: würde sich Euer Aussehen verändern?

Ja, ja ich weiss-jede menge Fragen, aber lasst Euch Zeit, das WE naht. Also, wer Lust hat, ich bin supergespannt!!!

Ein ganz schönes Wochenende
Liebste Grüße
triggerhippie

Petrus

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2

Freitag, 12. März 2010, 06:46

Hallo, triggerhippie,

ich bin nach über 30 Jahren Essstörungen nicht mehr in der Lage, mir so etwas vorzustellen. Zumal es zu meinem Therapieziel gehörte (und das habe ich nach 8 Jahren Therapie irgendwann mal erreicht), mich nicht immer mit dem "Was wäre wenn" zu beschäftigen, sondern mit der Realität, mit dem IST-Zustand. "So IST es. Was kann ich JETZT tun?"

Aber wie gesagt, das war MEIN Therapieziel, und es ist MEINE fehlende Fähigkeit, mir so etwas vorstellen zu können.

Ich bin auch gespannt, was die anderen hier sagen...

Gruss

Petrus

triggerhippie

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3

Freitag, 12. März 2010, 07:51

Lieber Petrus,

das, das ganze nicht heilbar ist, haben wir ja schon ausdiskutiert. Die was wäre wenn Frage ist ein Spinnen von neuen Netzen, vielleicht ein Schlüssel zu einer Tür... für mich persönlich auch ein Angstmacher - ich habe Angst davor, trotzdem nicht das RICHTIGE drauss zu machen...

Ja, lass uns mal gespannt sein und danke für Deine Ehrlichkeit zum Thema Nebenwirkungen!!!

Hab nen schönen Tag..
triggerhippie

4

Freitag, 12. März 2010, 08:56

Ich hab mir auch vor Jahren abgewöhnt, darüber nachzudenken was wäre wenn.......ich bin "zu krank psychisch", um mir das vorzustellen..es ist absurd.

Letzendlich haben mich die vielen psych. Krankheiten zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin..und ich kann sagen, dass ich ein "feiner Kerl" bin ...meine Störungen egal welche sind völlig egal bezüglich meines Charakters geworden.....


Leilah

Yrla

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Freitag, 12. März 2010, 09:44

Das einzige was mich freuen würde, wäre, ich hätte nur EINE Größe im Kleiderschrank hängen :D

laverne

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6

Freitag, 12. März 2010, 10:15

Was wäre wenn ...

... ich JETZT und HIER und HEUTE einfach schon so leben würde, wie ichs in der "erwünschten Zukunft" ohne die ES tue? Das ist meine Strategie seit einiger Zeit. Nicht "ich kann ja nicht, weil ..." sondern einfach trotzdem so leben, als "würde ich das Essen nicht mehr brauchen ..."

Gelingt nicht immer so gut. Insbesondere ist aber in den letzten Jahren ein großes Aha-Erlebnis für mich, dass ich mutiger, selbstbewusster "meine Frau stehe", vor Konflikten nicht mehr zurückscheue, Dinge ausprobiere, vor denen ich große Angst habe.

... Eigentlich lebe ich schon so, wie ich's gern hätte ... im Moment zumindest ... interessante Erkenntnis ... ^^

mary

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7

Freitag, 12. März 2010, 11:41

Was wäre wenn...

ich weiß auch inzwischen dass es wichtig ist jetzt schon so versuchen zu leben, als wenn die FA und das Übergewicht weg wären. Das geht sicher in Bezug auf die innere Einstellung....sich jetzt schon etwas zu trauen... zu sich zu stehen... Konflikten nicht aus dem Weg gehen... etc. Fakt ist aber, dass viele Folgen, besonders die körperlichen und damit meine ich mien starkes Übergewicht vieles an Lebensmöglichkeiten nicht zuläßt. Das nimmt mir immer wieder ein großes Stück Lebensfreude.

Wenn ich ein normeles Gewicht halten könnte durch abstinentes Leben hätte ich endlich wieder Lust neue Kleidung zu kaufen, die ich mir auch dann leisten könnte, da ich nicht mehr in teure XL Läden gehen muss um schöne Sachen zu bekommen.Ich hätte nur noch eine Größe im Schrank(wie oben schon erwähnt)
Ich könnte wieder wandern, spazierengehen, Flugreisen machen.
Meine Einschränkungen sind so schlimm, da ich massives Übergewicht habe durch die Esssucht. Deswegen habe ich dieses was wäre wenn.. auch oft im Kopf und denke drüber nach. Nur ich glaube es zieht mich mehr runter als das es mir hilft. Geht euch das auch so?

Tobias

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8

Freitag, 12. März 2010, 12:46

Vermutlich würde mir was fehlen ... so bekloppt wie es klingt. Aber vielleicht hätte ich dann mehr Erfolg bei der Job suche, oder hätte mehr Kondition ?! Aber ich würde mich vermutlich freuen, das ich ein gesundes Leben führen würde ... Aber ich würde wohl nicht viel an meinem Leben ändern, weil eigentlich finde ich es ganz Ok. Habe gerade überlegt ob meine Minderwertigkeitsgefühle weniger würden, und auch meine Depressionsphasen ... Interessantes Thema :thumbup:

9

Freitag, 12. März 2010, 14:06

Ich bin ein ausgeprägter "Wenn erstmal alles anders ist und so oder so oder so ist... dann ist alles gut"- Mensch.
Das schlimme ist, ich werde niemals diesen fiktiven Punkt erreichen können, an dem scheinbar endlich alles in Ordnung sein wird.
Selbst wenn ich mal ein "Teilziel" erreicht habe, fällt mir irgendwas anderes ein, was nicht perfekt ist und mich wertlos macht.
Diese Einstellung bezieht sich hauptsächlich auf die ES und mein Aussehen, welches ich verabscheue.
Ich kann mich nicht akzeptieren, wie ich bin.
Ich habe im Schrank eine riesige Menge wunderschöner und sogar teilweise teurer Kleidung- ziehe sie aber fast nie an! Ich erlaube es mir nicht, weil ich "noch nicht gut genug" dafür bin, ich habe es nicht verdient. Ich müsste erst die BED ablegen, abnehmen...

Mein allergrößter Wunsch ist, dass ich sagen kann: ich bin jetzt gut wie ich bin, mit BED und mit mehr Gewicht, nicht erst, wenn ich xy Kilo weniger habe oder soundsolange abstinent war. Ich bin nicht wertloser jetzt als ohne BED oder schlanker.
Und genau das schaffe ich nicht.
So gönne ich mir die schöne Kleidung nicht, gehe abends nicht weg ( ich habe es nicht verdient so wie ich bin) usw.

Mein Ziel ist es zunächst mal, mich selber lieben oder wenigstens mögen oder akzeptieren zu lernen und nicht unter dem Druck zu leben, mich mit BED wertlos zu fühlen. Wenn ich das schaffe, wird das der BED vermutlich schon Wind aus den Segeln nehmen.

triggerhippie

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10

Freitag, 12. März 2010, 14:50

Liebe Dana,

was Di da schreibst, kenn ich nur allzu gut. Ich selbst war auch schonmal magersüchtig, aber habe ich mich deswegen mehr gemocht - NEIN! Und auch ich verbiete mir in den FA Phasen vieles, trage Kleidung, die meinen Körper verstecken... deshalb habe ich heute morgen auch schon mal erwähnt, das die Vorstellung einer Heilung bei mir auch mit Angst verbunden ist. Was wäre wenn ich dann immer noch nicht genießen könnte. Vielleicht sind die FA`s mein Weg, meine Rechtfertigung für etwas, was sowieso nie sein wird- nämlich: ich stehe in meiner Mitte. Was käme also anstelle der ES? Das ist ja auch ein Thema, das in mehreren Büchern zu dem Thema angesprochen wird...eine unbewusste Angst, das Ziel zu erreichen, z.B. sein Gewicht zu halten,plötzlich mitten im Leben zu stehen. Was tun, wenn ich erkenne, das alles nach wie vor Scheisse ist aber meine Entschuldigung, mein Schutzwall ist weg???

Man muss ja sagen zu sich selbst, jetzt-später; mit Übergewicht, Normalgewicht! Ich denke, wenn diese Versöhnung ausbleibt, fällt man in ein neues Loch. Wir müssen uns erst selbst vergeben!!!

Karo48

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11

Freitag, 12. März 2010, 18:16

ein tolles thema,
geht mir auch so, dass die beschäftigung damit, was mir die BED gibt, oder mein Übergewicht die eigentliche Frage ist, was fällt dann weg und was tritt an deren Stelle.
Ich habe festgestellt, das ich so eine Grenze habe, an der ich immer wieder hänge. Es macht mir so Angst attraktiv und schlank zu sein, das ich dort wieder weg will.
:geist:
Ich tu schon soviel, was mir gut tut, was mich ausfüllt. Das würd sich auch nicht ändern, wenn ich kein Übergewicht oder keine FA´s mehr hätte.

Malin

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12

Freitag, 12. März 2010, 18:53

spannendes Thema...
ich würde aktiver sein, öfter Haus und Sofa verlassen, evtl. verreisen. Dabei könnte ich wieder verunfallen oder überfallen werden. Ja, dass ist mir passiert. Und ich würde wieder Sehnsucht nach Nähe haben und bei meiner Prägung wieder einen Mann anziehen, der mich in den Wahnsinn treibt.
Das ist meine Erfahrung- wenn ich es mal "geschafft" hatte- ca 6 mal in meinem Leben.
Aus Angst, Schmerz und Selbstschutz zog ich es dann vor, mich wieder in meine schützende Höhle zurückzuziehen und mir auch wieder Schutz anzuessen.

sadness

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13

Freitag, 12. März 2010, 19:59

Was wäre, wenn ...
... dann wäre ich "normal". Und damit kann ich nicht umgehen. "Normale" Menschen, ohne (sichtbare) Macken, ohne Fehl und Tadel, besonders Frauen, die (anscheinend) alles toll im Griff haben, Familie, Haushalt, Freundeskreis ... machen mir Angst. Ich fühle mich da nie zugehörig.
Mit Menschen, die chaotisch sind, irgendwie "anders", über die andere Leute mehr oder weniger tratschen, komme ich besser zurecht.

Was wäre dann ... ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Keine Ahnung, was "man" dann so tut. Dann wäre Ich ja nicht mehr Ich, mein ganzes Leben wäre mir fremd. Wenn ich zurückblicke, habe ich den Eindruck, noch nie "normal" gelebt zu haben, auch nicht als Kind.
Nur manchmal, wenn ich bei meinen Großeltern zu Besuch war, gab es so etwas wie "Normalität" ... Familienleben, pünktliche Mahlzeiten, Spaziergänge und Spieleabende ... :lovemore:

Für mich stellt sich die Frage irgendwie eher umgekehrt. Wenn ich keine FA hätte, würde ich abends nach Hause kommen, alleine sein, Zeitung lesen, Haushalt machen, mal raus gehen, Kinder besuchen ... Wie jetzt auch. Geld für Reisen oder Shoppen würde mir weiterhin fehlen, Vereine sind nicht so mein Ding. Ich bin nicht mehr so unternehmungslustig wie früher, aber das hat wohl eher mit dem Alter zu tun ... $-z Fast alles, was mir erschreckend bewußt wird, was ich in meinem Leben noch tun möchte / schon immer wollte, hängt nicht mit meiner ES zusammen. Das könnte ich auch so, das scheitert an anderen Gegebenheiten. Aber vieles von dem, was ich bisher versäumt oder versaut habe, ist wegen meiner ES geschehen.
Um ehrlich zu sein, bin ich wohl gerade in einer Midlife Crisis (ja, als Frau ?( ). Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, was ich alles vielleicht nicht mehr machen werde in meinem Leben, und deshalb würde ich viel von dem, was sich mir bieten würde, auch mit meiner ES tun und / oder genießen. Ich kann das momentan wohl nicht so richtig unterscheiden.

Ach Mensch, die richtigen Worte zu finden ist hier so schwer ... :fertig:

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Freitag, 12. März 2010, 20:41

Hallo triggerhippie!

Ich finde deine "Was wäre wenn..."-Frage auch dann sinnvoll, wenn es keine komplette Heilung gibt. Denn auch wenn man nur weiter weg möchte von der ES....muss man sich schließlich fragen "Was ist wenn...." Wenn die ES eben in den Hintergrund gerückt ist sei es für Stunden, Tage oder Monate.

Für mich wäre es, dass ich mich meinen Gefühlen mehr stellen müsste und hoffentlich lernen würde besser mit ihnen umzugehen. Deshalb macht mir der Gedanke ziemlich Angst. Wenn ich aber mal das Gefühl habe mich richtig zu spüren und damit wohlzufühlen, dann ist das ein wunderschönes Gefühl und wenn ich mir vorstelle, ich könnte das wirklich lernen und öfter erleben, macht mich das richtig sehnsüchtig....

Ich hätte auch mehr Zeit und müsste mir vor allem über meine Abendgestaltung Gedanken machen, aber da würde ich sicher gute Lösungen finden, um die Zeit zu füllen. Das Problem sind vielmehr die Gefühle, die ich in der Zeit aushalten müsste....und die ich trotz ES manchmal schon schwer aushaltbar finde. :wacko:

sunflower

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Freitag, 12. März 2010, 22:26

Ein Therapeut sagte einmal zu mir "Die Depression ist die Mutter der Essstörung". Weiß nicht, ob er das NUR FÜR MEINEN FALL so deutlich gemeint hat. Aber es könnte stimmen. Seit ich denken kann - auch schon im frühen Kleinkindalter - kenne ich immer wieder Phasen, in der meine Mutter tief depressiv war; auch einen Selbstmordversuch habe ich "live" miterlebt, da war ich ungefähr 6. Ich entwickelte in meiner Pubertät die Essstörung. Erst viele viele Jahre später wurde dann in Therapien herausgefunden, daß genau DAS meine Depressionen zurückgedrängt hat. Das heißt: bin ich heute längere Zeit abstinent, kommen die Depressionen hervor. Ich bin dann niedergeschlagen und tief traurig, neige zum Weinen und mich freut einfach nichts so richtig am leben. Ich habe sehr wohl mit etlichen Antidepressiva versucht, die Depressionen zu besiegen. Aber nie hat das so wirklich einen Erfolg gebracht. So gesehen ist bei mir die naheliegendste Antwortauf die Frage "Was wäre, wenn ich frei vom zwanghaften Essen wäre?": ich würde wieder Depressionen haben..
Ich finde das Thema genial und ich werde mir noch Gedanken darüber machen, ob mir da nicht noch was anderes dazu einfällt...irgendwie was positiveres oder schöneres. Möchte Euch auch sagen, daß ich von jedem einzelnen Eurer Beiträge etwas mitnehmen kann.

Karo48

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16

Freitag, 12. März 2010, 23:43

So gesehen ist bei mir die naheliegendste Antwortauf die Frage "Was wäre, wenn ich frei vom zwanghaften Essen wäre?": ich würde wieder Depressionen haben..

hi sunflower,
das kann ich bei mir nicht bestätigen,meine ES verstärkt die Depression und umgekehrt. Kann es sein, das du dich nicht wertvoll genug fühlst, das es dir gutgehen darf? ich kann mir vorstellen, das ein leben mit einer depressiven mutter für ein kind sehr traumatisierend ist und das du vielleicht denkst, das du es nicht wert bist, das es dir auch mit ES gut gehen darf.

sunflower

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17

Samstag, 13. März 2010, 08:27

Hallo Karo,
ja... da geb ich Dir in jedem Fall recht. Es ist nämlich auffällig, daß ich gerade nach schönen Erlebnissen oder wenn es mir so richtig gut geht/ging, ich immer öfter FA's habe. Zuerst wollte ich das lange nicht sehen ("Versteh nicht, wieso ich jetzt f..... muß, wo ich doch so glücklich innen drin bin und so satt"). Inzwischen weiß ich, daß ich da ganz schön viel "falsches" abgeschaut habe...Opferspielen, Märtyrerspielchen...da will ich unbedingt an mir arbeiten.

Malin

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18

Samstag, 13. März 2010, 09:01

Halllo sunflower,
ich kenne dieses phänomen auch, dass in abstinenten phasen die depression stärker hervorkommt. Und die finde ich noch schwerer zu ertragen.Auch ängste werden stärker. In einer selbsthilfegruppe zu einem anderen thema sagte eine frau, es sei wie eine schützende decke, wenn man sie wegnimmt, kommt das darunterliegende... passt für mich sehr gut.
Malin

triggerhippie

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19

Samstag, 13. März 2010, 10:18

Auch bei mir ist das eine Seite des Normal-Essens...ich leide mehr unter Ängsten und Depressionen. Dieser Zustand der inneren Leere, verlagert sich dann auch nach draußen. Auch die Gedanken zum Thema, wann kann ich endlich wieder was essen, wann ist endlich mittag, wie lange dauert die Nacht noch, sodass ich frühstücken kann... stimmen mich nicht wirklich fröhlich. Die Diagnose meines Borderlines beinhaltet auch eine Zwangsstörung, und ich merke immer wieder, das die auch zunimmt, wenn ich weniger esse. Fresse ich und lehne mich deshalb ab, treten die anderen Probleme eindeutig in den Hintergrund! Ein FA ist für mich auch so ziemlich die einzige Möglichkeit, einfach mal nichts zu denken, runterzufahren, mein ganzes ich nur noch einem Sinn hinzugeben.So gesehen ist der FA ein Freund, der uns die Möglichkeit bietet uns auszuklinken. Vielleicht ist es hilfreich, den FA nicht mehr zu verteufeln, sondern als Vermittler zu verstehen: Du brauchst mal Ruhe...

Was die ganz-Tages-FA`s betrifft, glaube ich, das sie der verzweifelte Versuch sind, das Hochgefühl am Anfang eines FA`s erhalten zu wollen. Oft merke ich nach einiger Zeit, das die Wirkung des Essens nachlässt, das DAS SCHLECHTE GEWISSEN durchkommt und dann hofft man erneut auf diesen Kick... So seh ichs für mich.

Ich finde es soooooooooooooooo klasse, wieviele von Euch einen Beitrag geschrieben haben. Ich lerne so viel hier im Forum und entdecke immer mehr neues an mir....

Lasst Euch drücken!!! :freunde:

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Samstag, 13. März 2010, 12:35

Lass dich zurückdrücken, triggerhippie! ^^ Ich finde es faszinierend, was so ein Forum so bewirken kann. Ich habe für die Schule mal eine Arbeit geschrieben zum Thema "Gefahren des Internets". Ich denke es wäre eine Überlegung wert etwas über das Gegenteil zu schreiben: "Chancen des Internets".

Ich finds sehr interessant, dass in diesem Thread deutlich zu sehen ist, dass bei vielen von euch schlechte und unangenehme Dinge zum Vorschein kämen und dass ihr euch dessen auch bewusst seid. Ich denke das ist wichtig um sich nicht von dem Gedanken in Versuchung führen zu lassen"Ohne ES wäre alles super"

Oder, um es mit triggerhippies Worten zu sagen:

Zitat

Vielleicht ist es hilfreich, den FA nicht mehr zu verteufeln, sondern als Vermittler zu verstehen: Du brauchst mal Ruhe...


Ich betrachte meine ES inzwischen so "liebevoll" und doch ärgere ich mich, dass nicht in der Lage war eine bessere, gesündere Strategie zu finden, um mit mir umzugehen....