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[Frage] 3 Mahlzeiten?

dollo46

unregistriert

1

Samstag, 12. August 2006, 11:49

3 Mahlzeiten?

Hallo,

ich habe mich nun schon einige Tage durch das Forum gelesen und recht viele Anregungen gefunden, wie z.B. diese besagten 3 Mahlzeiten. Ich bin vor 15 Jahren in einer Selbsthilfegruppe gewesen, die nach diesem Plan vorgehen. Ich habe das auch schon oft versucht und bin aber immer wieder rückfällig geworden, d.h. ich habe zwischendurch Süßigkeiten gegessen etc.
Seit vergangenen Montag versuche ich mich daran zu halten und es hat bis jetzt ganz gut geklappt. Allerdings habe ich richtige Ängste zwischen den Mahlzeiten, dass ich es mal wieder nicht schaffe bzw. sind die Zeiten bis zur nächsten Mahlzeit, besonders am Wochenende, richtig qualvoll, weil ich nur an Essen denke.
Morgens kann ich ganz schlecht essen und ich trinke nur ein Glas Milch mit etwas Olivenöl, dann bin ich wirklich satt bis Mittags. Der Abend ist besonders schlimm, da kann ich mich kaum bremsen, um mich nicht wieder zu überfr.....
Ansonsten ernähre ich mich sehr ausgewogen z.Zt. Müsli etc.
Nudeln, Weissbrot , Kuchen und Zucker sind für mich besonders gefährlich davon könnte ich mich monatelang ernähren ;D Leider führt das immer wieder zu FA.
Gibt es jemand im Forum, der es schon geschafft hat ganz darauf zu verzichten?
Ich denke immer, wenn ich das mit dem Alkohol geschafft habe muss das mit der Esserei doch auch klappen, aber das versuche ich schon seit ewiger Zeit und es ist weitaus schwieriger als mit dem Alkohol aufzuhören. Beim Alkohol habe ich kapituliert, beim Essen weiß ich nicht, wann da die Kapitulation anfängt. Ich bin einfach total zwanghaft was ESsen anbetrifft. Ich habe schon einige Therapien gemacht, gehe in Selbsthilfegruppen, weiß wirklich schon sehr viel über mich und dennoch kriege ich das mit dem Essen nicht in den Griff.

Ich glaube, jetzt höre ich erstmal auf, ich könnte noch ewig weiterschreiben$a , das Forum ist super, danke, dass es Euch gibt:o

2

Samstag, 12. August 2006, 18:34

Hallo Dollo,

ich würde dir jetzt so gerne etwas Kluges und Mutmachendes schreiben, aber das krieg ich leider nicht so hin ... Ich versuche auch, 3 Mahlzeiten einzuhalten, aber gerade bei starkem Druck (und davon habe ich zur Zeit mehr als genug) schaffe ich es einfach nicht.
Führst du ein Ess-Tagebuch? Falls nicht, könnte es dich vielleicht unterstützem?! Und was ist mit Zwischenmahlzeiten wie mit Obst? Könnten sie dir vielleicht insbesondere am Wochenende helfen, die Zeit zur nächsten Mahlzeit zu überbrücken? Günstig wäre dann vielleicht so etwas wie Kirschen oder Pflaumen, also mehrere Teile, an die nicht mit einem `Happs´ weg sind?! Nur mal eine kleine Anregung.

An den Tagen, an denen ich konsequent alles aufschreibe, klappt das mit dem Essen super (irgendwie ein Kontrolleffekt), es gibt aber Tage, an denen muss ich mich dem entziehen und schreibe nichts auf und esse auch total komisch. Z.B. kann ich morgens auch nichts essen. An einem solchen Chaos-Tag fängt mein Essen vormittags gegen 11/12 Uhr mit den Resten (Nudeln etc) vom Vortag an. Ich habe das Gefühl, ich brauche das dann und kann und will mich dann auch nicht kontrollieren (lassen). Nicht dass ich dann außer Kontrolle geraten würde, mein letzter Frust-Essanfall-Einkauf liegt jetzt schon einige Wochen zurück *binganzstolz*, aber ich will einfach nicht in diese 3-Mahlzeiten-Form passen. Ich glaube ich esse an den Tagen auch nicht immer zuviel, aber halt nicht normgerecht. Mein Abendessen ist dann halt mal ein Glas Gurken ... Nach wie vor ist es so, dass sich meine Seele immer über mein Essverhalten ausdrückt und das im Moment halt chaotisch.

Dass du den Alkohol überwunden hast, finde ich wirklich eine starke Leistung. Einer meiner Arbeitskollegen hat auch damit zu kämpfen, gerade sehr akut, seit vorgestern ist er wieder in der Klinik ... Ich drücke ihm alle Daumen, dass er es schafft und sich nicht wieder alles kaputt macht ...

Liebe Grüße
Mara

toenchen

unregistriert

3

Samstag, 12. August 2006, 19:05

beitrag verschoben in maras Tagebuch

4

Samstag, 12. August 2006, 19:23

Beitrag verschoben in maras tagebuch!


5

Samstag, 12. August 2006, 22:19

Hallo,
also ich mache das mit den 3 Mahlzeiten seit zwei Monaten,
Ich habe zwar auch in dieser Zeit FA´s gehabt, aber deutlich weniger.
Alle drei Wochen vielleicht mal einen.
Bei mir geht das aber nur, wenn ich mich morgens und mittags ausreichend, also mich satt, gegesssen habe. Dann klappt das Abend ganz gut.
Und seit dieser Zeit merke ich es auch, wenn ich satt bin.
LG Navina

toenchen

unregistriert

6

Sonntag, 13. August 2006, 09:54

beitrag veschoben in maras tagebuch!

7

Sonntag, 13. August 2006, 10:18

beitrag verschoben in maras tagebuch!

Eternity

unregistriert

8

Montag, 14. August 2006, 09:29

Hallo Dollo,

ich bin zwar kein Psychologe aber dafür kenne ich deine Situation ja leider zu gut und deshalb denke ich, dass wenn dir diese 3 Mahlzeiten Sache so sehr schwer fällt, wird es auf Dauer bestimmt nicht klappen können und du fällst wieder zurück in alte Gewohnheiten. :(

Witzigerweise habe ich mich genau wie du intensiv mit dem Forum beschäftigt, die letzten Tage und ich bin auch auf diesen Tipp mit den 3 Mahlzeiten gestoßen.
Dank diverser Therapien kenne ich mich selber schon viel besser als noch vor 5 Jahren, deshalb wusste ich gleich, dass ich diese Stratgegie für mich individuell leicht ein wenig umändern muss, damit ich damit leben kann.
Weil, oberstes Gebot ist und bleibt doch immer: Man darf sich nicht kasteien!
Wenn du den ganzen Samstag und Sonntag nur darauf wartest, dass du endlich deine 2. Mahlzeit / 3. Mahlzeit zunehmen darfst...endlich wieder ESSEN darfst (und nach der 3. nur noch auf den nächsten Tag wartest)...das hört sich nach einer ungeheuren QUAL an, die du nicht ewig durchstehen werden kannst!

Ich selber probiere es momentan leicht so (und wirklich nur ganz leicht, ich zwinge mir gar nix auf und versuche es einfach nur mal...)

1. So viel wie möglich früh morgens essen
(wir alle scheinen das gemeinsam zu haben, dass wir früh nix essen können aber wir müssen es probieren!)

2. Mittags dann auch ganz reichlich essen und daran denken, viele Kohlenhydrate zu essen wie hier im Forum beschrieben

3. Abends auch wieder satt essen und Kohlehydrate nicht vergessen!

Zwischendruch bei Lust auch mal was klitzekleines Essen wie Obst.

Ich denke das Geheimins ist, man soll abends nach dem Abendessen wirklich richtig satt sein, dann kommen auch so leicht keine Ess-Attacken.
Und ich habe gemerkt, es kann tatsächlich funktionieren!!! :)
Das kleine aber feine Geheimins ist: Ess dich satt weil dann hast du auch keine Lust darauf, dir noch alle möglichen dick machenden Sachen in den Mund zu stopfen.

Witzig, es kann so einfach sein...jahrelang habe ich tagsüber wenig gegessen, immer mit der festen Vorstellung heute "Diät" zu machen. Aber natürlich kommen dann abends die Heißhungerattacken wenn man so isst.

Letztens z.B. habe ich abends nur Salat gegessen weil ich beim Italiener war und auch wirklich darauf die meißte Lust hatte!
Bloß..3 Stunden später hatte ich nen Eßanfall!
Hätte ich jetzt ne große Portion Nudeln gegessen, wäre mir das wahrscheinlich nicht passiert.
Interessant...d.h. also für mich, dass ich jetzt manchmal wirklich was "dick" machendes zum Abend essen muss OBWOHL mir sogar eher nach Salat wäre! :D Das muss ich jetzt erst noch alles lernen, ist wirklich eine total andere Strategie als alles was ich bisher so gemacht habe um abzunehmen.

Was man ja schaffen will, ist keine Eß-Attacken mehr zu haben und dadurch, dass man sich satt ist wird man hoffentlich auf Dauer wirklich diese Anfälle nicht mehr haben.
Selbst wenn ich jetzt 2.500 Kalorien oder mehr zu mir nehme, täglich...wird es letztendlich weniger sein an Kalorien als wenn ich jeden Tag ne Eß-Attacke habe....:)



Higgins

unregistriert

9

Montag, 14. August 2006, 13:12

Hallo,

ich bin auch erst seit kurzem im Internet auf der Suche nach hilfreichen Tips...
Aber kurz vorher habe ich angefangen, mit dem Buch: "Ess-Attacken stoppen" zu arbeiten und das hilft mir auch sehr gut. Es führt einen schrittweise dazu, keine Ess-Attacken mehr zu haben. Meine haben deutlich nachgelassen und ich fühle mich auch wohler. In Stresssituationen, die bei mir Ess-Attacken auslösen (wie denke ich bei den meisten hier im Forum) kann ich mittlerweile auch mal anders reagieren.
Anfangs schreibt man nur auf, was und wann man isst und dann geht es dazu über, dass man sich am Abend vorher (oder eben noch morgens) einen Ess-Plan macht. Man sollte alle 3-4 Stunden essen (also mehrmals am Tag). Ich versuche, mich 2 mal am Tag satt zu essen und ansonsten kleine Zwischenmahlzeiten einzuschieben. Ich versuche, viel Obst und Gemüse zu essen und mir aber auch nichts zu verbieten. Da Süßigkeiten ein ganz heißes Thema für mich sind, hab ich mittlerweile für mich beschlossen, mir ein mal pro Woche ganz unabhängig von meiner Stimmung was Süßes zu gönnen und es dann auch wieder gut sein zu lassen. Das ist noch ziemlich schwierig für mich.
Und es geht natürlich ganz wesentlich darum, rauszubekommen, was einen dazu veranlasst, zu essen und sich dann diese Gefühle/Situationen aufzuschreiben.

Na ja, ich kann dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.

Liebe Grüße

Higgins

DM-Lady

unregistriert

10

Mittwoch, 16. August 2006, 08:59

Hallo Dollo,

um mich gleich mal in die Reihe einzugliedern: Ich konnte auch viele Jahre lang nicht frühstücken. Selbst wenn ich mit knurrendem Magen ins Bett gegangen bin, war ich beim Aufwachen pappsatt.

Dieses Warten auf die nächste Mahlzeit kenne ich nur zu gut. Vor allem am Anfang war es schlimm, als ich mir gesagt hatte, ich möchte nur noch essen wenn ich hungrig bin. Da mein Kreislauf völlig durcheinander war vom vielen Überessen, hat es anfangs 8 bis 10 Stunden gedauert, bis ich nach einer Mahlzeit wieder Hunger verspürt habe. Und die Zeit dazwischen war die reinste Tortur. Aber ich finde das zeigt auch einiges: Das Leben und die Gedanken sind viel zu sehr aufs Essen fixiert. Es gibt nichts womit man sich "füllen" kann ohne zu essen.
Vielleicht ist dieses strikte 3-Mahlzeiten-Programm auch nicht das richtige für dich. Einigen hilft es, um besser zurecht zu kommen, bei anderen wird die Ess-Störung noch schlimmer. Du solltest vielleicht nicht immer wieder nach der nächsten Regel suchen, sondern dich mal auf dich selbst besinnen. Womit würdest du denn am besten zurecht kommen? Wenn du dir diverse Möglichkeiten ausmalst, bei welcher Vorstellung fühlst du dich am wohlsten und welche hältst du für am machbarsten?
Ein Beispiel: Dieses Buch "Essattacken stoppen", von dem Higgins spricht, habe ich auch gelesen. Aber schon beim Lesen habe ich festgestellt, dass mir sowas nicht liegen würde. Ich habe keine auslösenden Lebensmittel. Im Gegenteil: Grad wenn ich mich dazu zwingen würde, verschiedenes wegzulassen, würde ich wie wild um mich rumessen aus Panik. Higgins dagegen scheint ja recht gut damit klarzukommen.
Und so wäre es eben ideal: Man versucht nicht, das nachzumachen was andere als gut empfinden und womit sie am besten zurecht kommen, sondern man findet seinen eigenen Weg.

So, und zu der Alkohol-Sache will ich noch sagen: Das ist ganz toll, dass du darauf verzichten kannst. Ich gratuliere dir ganz herzlich und wünsche dir, dass du es weiterhin schaffst. 8-)

Alles Gute und viel Glück!
Nancy

P. S. Darf ich fragen warum du Milch mit Öl trinkst? Das stelle ich mir irgendwie unappetitlich vor.:)

dollo46

unregistriert

11

Donnerstag, 24. August 2006, 18:50

Hallo und Danke an Alle, die mir so nett geantwortet haben, ich habe in den letzten Tagen nicht ins Forum schauen können.
Es waren einige hilfreiche Tipps für mich dabei.

@DM Lady

Ich nehme nur 5g Olivenöl in die Milch da schmeckt man das Öl überhaupt nicht. Ich mache das, weil ich das Gefühl habe, etwas relativ Gesundes Morgens zu mir zu nehmen ;)

LG Dollo

Eternity

unregistriert

12

Dienstag, 29. August 2006, 15:58

Je mehr darüber nachdenke, das Konzept mit dem 3x richtig satt essen ist eingentlich genial für uns "Binger".
Wenn ich jetzt früh total viel esse, fühle ich mich gleich "fett" und vollgestopft. Wenn ich nichts esse, fühle ich mich gut. Aber das gilt ja nur für morgens, man hält es erfahrungsgemäß ja eh nicht den GANZEN Tag durch.
Wenn man dann Mittag und Abends wieder viel isst und sich so richtig satt und fast schon unangenehm vollgesopft fühlt und dadurch "fett" fühlt...dann vergeht einem echt total die Lust auf Chipsattacken, etc!
Wenn man es umgekehrt macht, den ganzen Tag wenig isst, hat man abends Lust auf alles mögliche und die nächste Eß-Attacke ist vorprogrammiert!

Dailaitha

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13

Dienstag, 29. August 2006, 17:25

so sollte das auch funktionieren ;)

sunflower

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14

Samstag, 23. Januar 2010, 21:00

Evtl. Trigger!!

Hallo ihr alle!
Darf ich nochmals um aktuelle Beiträge bezüglich dieser "3 Mahlzeiten am Tag" haben? Natürlich klingt das für einen Binger toll...sich sattessen.
Aber ich habe eine unglaubliche Angst davor, daß mich das binnen 4 Wochen zum Platzen bringt...ich kenne seit ganz vielen Jahren kein Hunger- und kein Sattgefühl mehr...ist komplett verlorengegange. Das heißt, die einzige Möglichkeit, die MIR bleibt, ist sowieso ein Essplan. Das Kalorienzählen habe ich Gott sei Dank im Dezember endlich aufhören können, das ist für mich ein ganz großer Fortschritt. Seitdem habe ich allerdings schon ganz schön zugenommen und jetzt suche ich nach der Methode Nr. 2.359.398.329 ;)
Ich möchte mich an dieser Stelle mal ein Stück weit outen und Euch sagen, daß ich - bis ich "satt" bin, ca. 10.000 Kalorien verdrücken kann...mein Magen hat sich nach 30 Jahren Ess-Sucht wohl dermaßen geweitet. Also: glaubt ihr, daß das mit den 3 Mahlzeiten bei mir in Frage kommt? Wohl eher nicht, oder? In der Klinik lernte ich so ansatzweise was in dieser Richtung...da ging es auch nicht um Kalorien, sondern um eine Menge, die auf einen Teller passt...egal, was.
Hätte ich doch nur eine Lösung. Am liebsten wär es mir, mir würde jemand jeden Tag meine mir zustehende Portion vor die Nase setzen. Dann bräuchte ich mir keine Gedanken mehr zu machen. Aber ich bin 43 und irgendwann muß ich ja mal Verantwortung für mich übernehmen.
Für Eure Ratschläge danke ich
Susi

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15

Sonntag, 24. Januar 2010, 09:50

Aber ich bin 43 und irgendwann muß ich ja mal Verantwortung für mich übernehmen.


Hallo Susi,

das tust du doch indem du versuchst weiterzukommen ... immer wieder. Ich bin in deinem Alter (*67) und kenne diese Phasen nur zu gut in denen ich mich frage: wird dieser Kampf nie enden? Wird es für immer so weitergehen?

Eine Patentlösung wird es für mich sicher nicht geben. Ich habe den 3 Mahlzeiten Plan auch schon mehrmals ausprobiert ... ist nicht DIE Lösung für mich. Dadurch dass ich schon so lange Essgestört bin hat sich die Sucht verselbständigt. Fast immer wenn ich etwas esse bin ich wie in Trance (und fühle nichts mehr). Nach dem Essen fühle ich mich schlecht, voll, aufgebläht und bin deprimiert.

Besser gehts mir nur, wenn ich mir vor dem Essen/Kochen überlegen kann was ich essen will (ohne Verbote) .... das gelingt mir leider nur sehr selten. Ist also ne Kopfsache .... ich suche immer noch nach einer Lösung.

Noch was: was genau ist für dich "satt"? Wenn ich körperlichen Hunger verspüre hört dieser Hunger relativ bald auf (wenn ich versuche langsam zu essen und in mich rein höre). DAS ist satt!

Ich glaube was du meinst ist das Gefühl: wann bin ich so voll dass nichts mehr rein passt, bzw. wann hört die Gier auf?? .... ABER das ist NICHT satt, oder? Jedenfalls nicht im körperlichen Sinn.

Schwierig, schwierig ....

LG,

Sonja.

16

Sonntag, 24. Januar 2010, 10:15

Bei mir klappt das mit den 3 Mahlzeiten nicht....zum Einen stopfe ich mich dann auch noch zu voll und esse zu Kalorienreiche Sachen!
Das auch, weil ich denke das ich wirklich satt bin, damit ich nicht zu früh wieder Hunger bekomme!

Wobei ich, wenn ich ehrlich bin dann schon längst satt bin und es irgendwas im Kopf ist das mich weiter essen lässt!
Und es ist auch nicht der Hunger der mich treibt wieder zu essen ( oder nur selten ), sondern es ist wieder der Kopf, dieser Drang!

Eine Lösung habe ich nicht wirklich...
..ich achte "nur" darauf das ich Sachen esse die gesund sind und Kalorinarm!
So traue ich mich mehr zu essen bzw habe ich dann nicht ganz so ein schlechtes Gefühl..wenn ich viel von etwas leichtem gegessen hab, als wenn ich mir da 3 Teller Bolognese Spagetti reingezwitschert hätte mit extra viel Fleisch!

sonja

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17

Sonntag, 24. Januar 2010, 11:15

sondern es ist wieder der Kopf, dieser Drang!
Ganz genau das hab ich gemeint .... !

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18

Mittwoch, 3. Februar 2010, 07:33

EV. Trigger - Hab Lebensmittel genannt

Das mit den drei Mahlzeiten klingt schon ganz gut finde ich ...
Aber ob ich das schaffen würde?...
In der Klinik in der ich war mussten wir 6 Mal essen!!!
Halt dann wahrscheinlich kleinere Portionen als wenn man drei mal isst...
Trotzdem - so hat man einfach viel Zeit vom Tag doch wieder mit Essen verbracht.
Ich weiss nicht ob das so gut war. Andererseits hatte man kaum Hunger zwischendurch.
Ich hatte keinen einzigen FA in der Klinik. Aber da gabs ja auch all die Ablenkung, Therapie, Sport...

Und ich hab trotz 6 Mahlzeiten einiges abgenommen dort. Mittlerweile ist das wieder drauf weil
ich daheim in die FA`s zurückgefallen bin.
Bei uns gabs zwischen den Hauptmahlzeiten vormittags dann ein Stück Obst und nachmittags einen Müsliriegel
und Abends vor dem zubett gehen gabs noch einen Jogurt...
Was mich gestört hat in der Klinik war, dass man zum Frühstück jeden morgen das selbe essen musste und beim
Abendessen wars das gleiche - jeden Tag die selben Lebensmittel. Boah, das kann ganz schön öde sein.
Aber es gibt auch Sicherheit irgendwie. Insgesamt hätte ich gerne einen entspannteren Umgang mit Essen gelernt.
Also, ich hätte auch mal Alternative aufgezeigt bekommen müssen zu dem täglich gleichen Abendessen und Frühstück.

Kann mir grad garnicht vorstellen welche Mengen man so zu den Mahlzeiten essen muss/soll wenn man nur drei mal am Tag isst.
Bekommt man da nicht auch Heißhunger...? ich bestimmt schon.
Aber ich würds trotzdem ausprobieren. Zu verlieren hab ich ja nix. Läuft ja eh nicht mehr gut bei mir.
Mit den 6 Mahlzeiten hats auf Dauer auch nicht geklappt...

Und überhaupt liegt das Problem ja meist nicht nur beim Essen sondern tiefer. Das Fressen ist ja meist eher ein Symptom
für was anderes tief im Inneren...

Trotzdem ist die Ernährungsumstellung natürlich wichtig wenn man so lebt wie ich oder viele von euch anderen...
Ist halt leider nur nich so leicht... ;(

Petrus

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19

Mittwoch, 3. Februar 2010, 08:10

Hallo, Triv,

man sollte nicht an der Zahl "3" hängen. Ich denke, auch wenn man 4 Mahlzeiten am Tag isst, ist das in Ordnung, sofern man wirklich nichts mehr zwischendurch isst. Das Konzept "6 Mahlzeiten" oder gar mehr, hat sich für mich nicht bewährt, weil ich dann aus dem Denken ans Essen gar nicht mehr rauskomme. Für mich ist es wichtig, eine Mahlzeit zu essen und dann mindestens 4-5 Stunden nicht mehr ans Essen zu denken. Es gibt dann einfach nichts mehr! Schluss! Fertig! Aus! Diese "Selbstkonditionierung" halte ich für das wichtigste überhaupt, jedenfalls für mich. Wenn ich mir vorstelle, regelmässig 6 Mahlzeiten zu essen, dann hiesse das ja, 9, 11, 13, 15, 17 und 19 Uhr essen oder so ähnlich. Da würde ich ja ständig daran denken, dass bald die nächste Mahlzeit käme, und das würde den Druck enorm erhöhen. Jedenfalls ist das bei mir so. Ich habe für mich erkannt, dass ich in abstinenten Phasen am besten klarkomme, wenn ich das Thema "Essen" aus meinem Kopf bekomme, und das schaffe ich leichter, wenn ich nicht so oft esse. Meistens esse ich dann 3 Mahlzeiten am Tag, manchmal auch 4, z.B. wenn meine Frau zuhause ist, die nämlich schon immer 4 Mahlzeiten gegessen hat und isst. Vier Mahlzeiten ist das, was bei mir auch noch geht. Aber mehr darf es auf keinen Fall sein, dann kreist mein Denken nur noch über EIN Thema.

Einen schönen Gruss

Petrus

20

Mittwoch, 3. Februar 2010, 10:59

Ich sehe es wie Petrus und deshalb kämen auch für mich niemals so viele Mahlzeiten in Frage. Ehrlich gesagt wüsste ich auch nicht, welche Mengen ich dann jeweils essen sollte. Ich habe in den letzten Jahren intensiv an meinem Hunger- und vor allem Sattgefühl gearbeitet, weshalb es mir möglich ist danach zu essen. Meistens frühstücke ich, allerdings immer eher wenig, weil ich da eben nicht so großen Hunger bzw. Appetit habe. Mittags esse ich dann, sobald ich Hunger habe, das kann schon um 12 Uhr sein, aber manchmal auch erst um 14 Uhr. Selten esse ich vormittags Obst, meistens nur, wenn ich arbeiten bin. Je nachdem was ich mittags gegessen habe, halte ich es gut bis abends aus oder muss nachmittags nochmal was essen. Wichtig für mich ist, dass ich nur aus Hunger esse. Ich erlaube mir keinen Zwischenmahlzeit aus Langeweile oder Lust heraus. Ich fahre damit generell sehr gut, mache mich nicht verrückt wegen Kalorien usw. Ich esse einfach bis ich satt bin, das merke ich daran, dass das Essen dann nicht mehr so gut schmeckt wie anfangs... Das ist ein ganz bestimmter Punkt, den ich mittlerweile ziemlich gut kenne.