Binge Eating Forum

Sie sind nicht angemeldet.

Guardian Angel

unregistriert

1

Dienstag, 15. September 2009, 06:23

Ich brauche meine FA`s

Hallo Ihr Lieben,

wünsche euch allen einen wunderschönen guten Morgen, auch wenn das Wetter nicht so gemütlich ist. So, ich habe jetzt ne ganze Weile hier fleißig mitgelesen und auch den ein oder anderen Kommentar abgelassen. Bin zur Zeit in der Prüfungsphase (am Freitag ist Klausur :fertig: ) und in dieser Zeit habe ich eigentlich immer FA´s, da ich das einfach irgendwie brauche. Wenn ich am Schreibtisch sitzt und das Gefühl habe, dass ich das Alles nicht hinbkomme, dann hilft einfach nur ESSEN!!!! Das Schlimme ist, dass es mir danach wirklich besser geht. Ich fühle micht entspannt, ruhig und denke nicht mehr so viel nach, sondern mache einfach. Wenn ich nicht so panische Angst vorm Zunehmen hätte (was natürlich dann sofort der Fall ist, ich laufe zur Zeit noch nicht mal an der Wage vorbei :geist: ), würde ich echt fast sagen, dass ich ohne meine FA´s nicht kann.

So, soweit zu meiner Erkenntnis. Aber irgendwieist das auch total schockierend! :schock:

Ich will einfach nicht mein Leben lang FA´s haben!!!! Ich bin dadurch im ständigen Kampf gegen mich selbst...gegen mein gewicht. zur Zeit kann ich mich echt nicht im Spiegel ersehen. ich wette, dass meine Umwelt noch nichts meiner Zunahme sieht....aber ich fühle mich soooo schlecht. Aber anderer Seits hilft mir der FA, wenn es mir schlecht geht....was für ein Teufelskreis! :beaengstigend:

HAbt ihr auch das Gefül, ohne euren FA nicht sein zu können?

LG :hexe:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tobias« (23. Februar 2010, 08:41)


2

Dienstag, 15. September 2009, 08:06

Oh ja das kenn ich....

ich hab sogar rausgefunden, dass zb shopping im inet mich genauso beruhigt und die gleichen gefühle auslöst wie eine FA oft....

mittlerweile hab ich aber auch herausgefunden dass sport die gleichen gefühle auslöst...also versuche ich erstmal ne runde sport zu machen...und dabei möglichst etwas mit anderen zs damit es nicht gleich zur einer sucht wird.....der vorteil ist, wenn es dann doch zu einer FA kommt, hat man dann doch ein paar kalorien verbrannt....

vielleicht findest du etwas ähnliches was ähnliche gefühle auslöst...eine freundin von mir duscht zb eiskalt...hört sich grausam an...aber sie fühlt sich danach wie in watte...wie nach einer ihrer FAs....

Lernphasen waren und sind für mich auch immer grenzsitutionen...auch urlaub...sobald ich nicht arbeite..muss ich jede minute kämpfen...und oft konnt ich nur lernen wenn ich vorher "richtig" gegessen habe....

Leilah

Yrla

Ehrenmitglied

Beiträge: 6 328

Level: 52 [?]

Erfahrungspunkte: 14 380 214

Nächstes Level: 16 259 327

  • Nachricht senden

3

Dienstag, 15. September 2009, 08:29

Hallo,
weiß nicht..
Ich versuche immer den Fa so wenig wie möglich an Bedeutung beizumessen..
je mehr ich über ihn nachdenke dsto häufiger.. kommt er.. bi sich die Sache fast verselbstständigt..
So ähnlich war es mit meiner Panikattacken..
Früher hatte ich ab und an welche in der Nacht..
dann gab es einen zeitpunkt, daß ich mich so sehr damit aueinandergesetzt hatte und bekam promt eine massive Angststörung, wo ich alle Minuten Angstattacken hatte.
Ich fing an zu analysieren, weshalb und warum und bin immer tiefer in den Teufelskreis hineingesogen..
Erst als ich dem keinen Beachtung gegeben habe und auch akzeptiert hatte, ging es Bergauf hat aber sehr lange gedauert..
So sehe ich das auch mit dem Fa.. die Panik vor dem Zunehmen und den Verzicht auf gewisse Speisen... auch die Wut weil das Essen das einzige ist was man sich noch erlaubt...
Als erstes würde ich gegen den Gedanke, daß man ein FA braucht gegen wehren..
den Gedanken einfach gar nicht akzeptieren..
einfach mal Stop sagen..bevor sich das verselbständigt...
Nichts auf der Welt darf mich zum Esssen zwingen...
so habe ich es mir damals gesagt und dann war ich auf dem Weg.

So habe ich das für mich gesehen..

Alles Gute
Liebe Grüße
Yrla

Alles Gute
Yrla

lols

Erleuchteter

Beiträge: 4 838

Wohnort: Hamburg

Level: 47 [?]

Erfahrungspunkte: 6 929 842

Nächstes Level: 7 172 237

  • Nachricht senden

4

Dienstag, 15. September 2009, 09:11

Hallo,

die Fas brauchen, eigentlich nicht, ich brauche was anderes, sie sind nur Ersatz, für echte Liebe und da in erster Linie Selbstliebe und um es nicht so hochzuhängen Selbstfürsorge.
Ich finde die Idee super, mal zu schauen, was es so an Alternativen gibt, was ähnliche Gefühle auslöst
und davor den Schritt zu machen, sich zu fragen, was brauche ich eigentlich?
Was will ich vom Leben? Was fehlt mir wirklich?
Keine leichte Übung, aber lohnend.
Und ich meine da keine große Sachen: Sport, ein Spaziergang, ein schönes Bad, eine Haarkur, ein Telefonat mit einer Freundin und beim Lernen genug Pausen, mal eine Runde um den Block.
Aber das hilft alles nix, wenn ich nicht rausfinde, was ich wirklich will und das geht bei mir nur in der Therapie.

Ich fühle mich nach dem Essen auch nicht unbedingt ruhig.
Nach einem schönen, gemütlichen Essen, langsam und am besten in Gesellschaft schon,
aber nach einem FA ist es anders: Mir ist übel und ich bin so gedämpft, gefühllos.
Das ist manchmal sicher angenehmer als das Gefühlschaos vorher, aber auch weniger lebendig, eintönig.
Mein Wunsch ist es lebendiger zu werden. Es gibt aber gute Gründe, die mich daran hindern und da muss ich ran.
Ich weiß bisher nur, das Überessen ist der falsche Weg bei mir, genau wie das Überarbeiten!

LG lols

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »lols« (15. September 2009, 09:11)


Guardian Angel

unregistriert

5

Mittwoch, 16. September 2009, 15:28

Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für eure Antworten. Habe mir jetzt mal ne CD "Autogenes Training" und "Autogenes Yoga" besorgt und pobiere das mal als "Belohnung" für mich aus.

LG :hexe:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Guardian Angel« (16. September 2009, 15:28)


Guardian Angel

unregistriert

6

Mittwoch, 16. September 2009, 15:32

Hallo,
weiß nicht..
Ich versuche immer den Fa so wenig wie möglich an Bedeutung beizumessen..
je mehr ich über ihn nachdenke dsto häufiger.. kommt er.. bi sich die Sache fast verselbstständigt..
So ähnlich war es mit meiner Panikattacken..
Früher hatte ich ab und an welche in der Nacht..
dann gab es einen zeitpunkt, daß ich mich so sehr damit aueinandergesetzt hatte und bekam promt eine massive Angststörung, wo ich alle Minuten Angstattacken hatte.
Ich fing an zu analysieren, weshalb und warum und bin immer tiefer in den Teufelskreis hineingesogen..
Erst als ich dem keinen Beachtung gegeben habe und auch akzeptiert hatte, ging es Bergauf hat aber sehr lange gedauert..
So sehe ich das auch mit dem Fa.. die Panik vor dem Zunehmen und den Verzicht auf gewisse Speisen... auch die Wut weil das Essen das einzige ist was man sich noch erlaubt...
Als erstes würde ich gegen den Gedanke, daß man ein FA braucht gegen wehren..
den Gedanken einfach gar nicht akzeptieren..
einfach mal Stop sagen..bevor sich das verselbständigt...
Nichts auf der Welt darf mich zum Esssen zwingen...
so habe ich es mir damals gesagt und dann war ich auf dem Weg.

So habe ich das für mich gesehen..

Alles Gute
Liebe Grüße
Yrla

Alles Gute
Yrla


Liebe Yrla,

Du hast vollkommen Recht damit, dass man sich in der Sache nicht so sehr verlieren darf. ALs ich vor ein paar Wochen begann, mich mit dem Thema FA zu beschäftigen und das Buch "Das Leben verschlingen" gelesen habe, sind die FA`S noch schlimmer gewurden. Immerzu habe ich darüber nachgedacht, ob jetzt ein FA kommt oder nicht. Zum Thema Panikattacken. Ich litt ca. 1 Jahr sehr stark darunter. Erst eine Therapie und die intensive Beschäftigung mit den möglichen Ursachen hat mir geholfen.

LG

Dailaitha

Ehrenmitglied

Beiträge: 4 092

Level: 49 [?]

Erfahrungspunkte: 9 268 898

Nächstes Level: 10 000 000

  • Nachricht senden

7

Donnerstag, 17. September 2009, 19:14

Naja aber schonmal dran gedacht, dass die FAs nur deshalb schlimmer werden,
eben gerade damit man nicht mehr weiter bohrt?

8

Samstag, 3. Oktober 2009, 10:17

Hatte auch Klausuren letztens und mich für die FA's ganz bewusst entschieden. Sie haben mir geholfen, ihren Zweck erfüllt und durften dann wieder gehen*G Hab seitdem keinen mehr gehabt.

9

Montag, 5. Oktober 2009, 14:56

Hallooo

ich wollt auch noch meinen Senf dazu geben ;)
Also ich hab das manchmal so , wenn zb alles Schlimme aufeinmal kommt, dann verliere ich mich richtig im Essen. Also nicht wie eine normale FA zb aus Langeweile, wo ich beim essen schon denke wie dumm es eigentlich ist und auch nur weiter mache weil ich dann denke "is jetzt auch egal jetzt haste schonma angefangen", sondern ich genieße es richtig. Weil wenn ich überhaupt nicht mehr weiter weiß dann ist essen erstmal die einfachste Lösung. Hört sich blöd an aber irgendwie habe ich dann das Gefühl total hilflos zu sein und dann brauche ich einfach irgendwas was einfach ist und das ist essen. Danach gehts mir natürlich total schlecht und ich könnte mich wieder ohrfeigen aber in diesen Situationen denke ich noch nichtmal an eine Alternative... Das ist als ob ich in so eine Art Trance verfalle und nur noch in die Küche steuer und auf gehts...
Und danach sitze ich da und mir fallen 100 Sachen ein die ich stattdessen auch hätte machen können :doof: Total komisch. Ich hab mir deswegen gestern Post its gedacht die ich an den Kühlschrank geheftet habe was man in einer Auswegslosen Stiuation als Alternative machen kann. Stehen so sachen drauf wie "im Lieblingsgeruch baden" (hab so Kokospulver für die Badewanne :)) Bin mal gespannt ob das was bringt! Ist vielleicht auch für den ein oder anderen was :)

Liebe Grüße Kimi

Wolfgang1970

unregistriert

10

Samstag, 26. Juni 2010, 12:18

Leider

Mir geht es nicht anders. Ja, ich brauch gegentlich einen Essanfall. Und warum? Mal um die innere Leere zu füllen, mal um Spannungen abzubauen, etc. Wenn ich sage, ich bin esssüchtig, heißt das ja nichts Anderes, als dass ich süchtig nach Essen bin. Es ist eine Art der Sucht, und Essen ist eben meine Droge. Und Drogen sind, wie hier schon ganz richtig gesagt wurde, immer nur ein Ersatz für irgendetwas. Ich persönlich will Stück für Stück lernen, meine wahre Sehnsucht, meine echten Bedürfnisse auf die richtige Art zu befriedigen. Das heißt, wenn ich hungrig bin, esse ich, wenn ich traurig bin, sollte ich nicht essen, dann sollte ich mich anders trösten als durch Essen. Aber ich weiß, die unterschiedlichen Bedürfnisse als solches zu erkennen und adäquat darauf zu reagieren ist verdammt schwer. Ich gebe zu, mir gelingt das auch noch viel zu selten. Aber kein Weg führt für mich drumherum.

Wolfgang

11

Dienstag, 13. Juli 2010, 18:34

HAbt ihr auch das Gefül, ohne euren FA nicht sein zu können?
Warum sollte man sich von etwas trennen, dass einem ein Wärmegefühlt gibt? Einen glücklich macht, ausfüllt, die Sorgen nimmt. ;g)
Ein Fressanfall bei mir oder allgemein Überessen findet statt weil mir innerlich etwas fehlt, durch das essen erreicht man kurze Glücksmomente.. reicht dieser kurze Moment nicht.. muss mehr her - also so fühl und seh ich das...

Ich bin leider eine Person die sich beim essen oft folgendes sagt: Jetzt haste schon was kleines sündhaftes gegessen.. jetzt kannste es eigtl auch für den Rest des Tages knicken und "normal" essen... nur ist das normal bei mir eben das große Fressen, alle Regeln innerlich aufgelöst und los gehts... Am nächsten Tag gibt's dann ein Reset.. neue Chance... nur läuft bei mir jeder Tag in der letzten Zeit wirklich gleich ab :ihgitt:

Pueppi74

unregistriert

12

Sonntag, 15. August 2010, 09:43

Hallo, Xander, ja genau so jemand bin ich auch. Wenn auch nur das Geringste am Tag nicht richtig läuft, dann ist der Tag eh vorbei und es ist ein Freifahrtsschein für Essen essen essen. Und genau das sollte ich glaube ich lernen, dass es das nicht ist, denn das ist ganz klar ein Trigger für mich, um alles Gelernte fallen zu lassen. Schön ist es auch immer kurz vorm Ersten oder in der Weihnachtszeit. ^^

Püppi