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Karotte

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1

Mittwoch, 29. Juni 2011, 04:45

Broschüre für Schülerinnen über Ess-Störungen?

Hallo Ihr Lieben!

Um die Frage gleich vorweg zu nehmen, ja ich bin auch betroffen, von einer Ess-Störung und das begleitet mich nun seid über 20 Jahren und es ist schwierig.
Ich bin Sozialpädagogin und arbeite mit jugendlichen Mädchen und Jungen zusammen. Wir hatten dieses Jahr zwar eine Veranstaltung von der Krankenkasse zum Thema Ess-Störungen, aber so toll fand ich die ehrlich gesagt nicht. Ich bin jetzt am überlegen ob ich mit den Jugendlichen eine Broschüre bastle die den Jugendton trifft zum Thema Ess-Störungen.
Natürlich wollen wir die Broschüre nicht aus dem hohlen Bauch heraus zusammenstellen daher wollte ich mal fragen welche Lektüre ihr empfehlen würdet um einen sachlichen, guten Überblick über das Thema zu bekommen, etwas womit ich die Jugendlichen guten Gewissens arbeiten lassen kann und dann später eine interessante Broschüre dabei heraus kommt.
Die Broschüre soll annähernd professionell werden, denn für die künftigen Generationen würde ich das gerne zur Aufklärung nutzen!

Was meint ihr?

Schönen Tag euch - zum Glück etwas kühler!

Karotte :D

Klschen

unregistriert

2

Mittwoch, 29. Juni 2011, 08:57

Broschüre lesen..hmm??

Hallo,
ich bin eigentlich Klöschen aber das "ö" ging bei der Anmeldung verloren....wenn das nur als auch mal mit den kg so wäre, dass man sie einfach so verlieren könnte....

Ja ich finde die Veranstaltungen der versch. KK auch kaum so sinnvoll und auch deren Broschüre auch nicht wirklich prickelnd...zugegeben aber ich bezweifle, dass so junge Leute überhaupt eine Broschüre lesen, manchmal denke ich dass anstatt einer großen Broschüre eher Visitenkarten oder so gut wären, etwas kleines das sie heimlich nehmen können und schnell in die Hosentasche passt! Wir wissen doch wie es ist-oder???
:D :D

Gruß Klöschen

Karina

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3

Mittwoch, 29. Juni 2011, 09:31

Hallo Karotte,

erstmal herzlich Willkommen im Forum!

Die Idee, selbst eine Broschüre zu erstellen, finde ich super! Im Allgemeinen interessiert man sich ja eher für Sachen, die man selbst bearbeitet, als für Sachen, die einem nr vorgekaut werden.
Ich glaube auch nicht, dass die Jugendlichen durch die Bank weg uninteressiert sind. Sicher, überall gibt's den einen oder anderen, der keine Lust auf dieses oder jenes Thema hat, aber gerade ´, wenn selbst an einem Projekt gearbeitet werden soll, glaube ich nicht, dass Jugendliche generell "kein Bock" haben und keine Broschüren lesen.

Wie alt sind denn die Jugendlichen, mit denen du arbeitest? Und wieviel Zeit willst/kannst du dafür aufwenden? Was sind die Jugendlichen bereit zu tun? Das muss man ja auch ein bisschen beachten bei der Literaturauswahl.

Wenn sie schon älter sind, kann man ja schon Fachliteratur heranziehen, im Pubertätsalter würde ich vielleicht auf Romane zurückgreifen und dann die Jugendlichen daraus was ableiten lassen (was du dann eventuell mit Daten und Fakten untermauern kannst?)

Sina

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Mittwoch, 29. Juni 2011, 10:22

Hallo Karotte,

auch ich finde die Broschüren-Idee gut. Zusätzlich könntet ihr ja trotzdem kleine "Visitenkarten" drucken, auf denen Adressen stehen, wo die Jugendlichen an "Erste Hilfe" kommen können, wenn sie betroffen sind.

An Literatur würde ich spontan empfehlen:
Simone Munsch: Das Leben verschlingen? (Ein Selbsthilfe-Ratgeber für BED und "Arbeitsbuch")
Annika Fechner: Hungrige Zeiten. Überleben mit der Magersucht und Bulimie. (Ein autobiographisches Buch einer jugendlichen Betroffenen mit halbwegs positivem Ende)
Manche Betroffenen stellen ihre Lebensgeschichte ja auch im Internet dar... sich sowas online durchzulesen wäre für Jugendliche ja vermutlich eine niedrigere Schwelle, als ein Buch zu beschaffen, denn wegen "sowas" traut sich wohl kaum jemand in die Bibliothek und bei amazon-Päckchen wollen die Eltern ja meist auch gleich alles wissen...

Auch wenn ich dadurch wohl komplett bescheuert rüberkomme, möchte ich darauf hinweisen, dass allzu ausführliche Literatur möglicherweise das Gegenteil dessen bewirken kann, was man eigentlich bezweckt... Betroffene können sich daraus "Tricks" abschauen, wie sie ihre Essstörung "besser" ausleben können (z.B. bislang nicht erprobte Methoden zum "Beschaffen" von FA-Lebensmitteln, zuvor unbekannte Hilfsmittel zum selbstinduzierten Erbrechen oder Tricks zur Täuschung der Mitmenschen über die aufgenommene Nahrungsmenge oder das tatsächliche Gewicht).
Meine Erfahrung dabei ist, dass zwar kaum jemand das von sich aus zugeben würde, aber wenn doch jemand das Thema direkt anspricht, "outet" sich eine erschreckend große Zahl von Betroffenen, die die Ratgeberliteratur in dieser ungesunden Form "genutzt" haben.

Was ich in so einer Broschüre übrigens auch ganz wichtig fände, wäre die Erwähnung eher seltener Formen von Essstörungen und die fließenden Übergänge. Z.B. Orthorexie oder... ich weiß gar nicht, wie es heißt... dieses Kauen von FA-Lebensmitteln und Ausspucken, ohne vorher zu schlucken. Bestimmt weißt Du genauer, was es da so alles gibt.


Ich wünsche Dir und Deinen Mitstreitern viel Erfolgt beim Erstellen der Broschüre!

Malin

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Mittwoch, 29. Juni 2011, 12:33

Hallo,
ich war lange in der mädchenarbeit tätig- mädchen allen alters - und fand die broschüre der "bundeszentrale gesundheitliche aufklärung" recht ansprechend gemacht, vor allem enthällt sie in gleichem maße binge eating wie andere essstörungen und ist als als grundlage sicher geeignet, denke ich,
lieben gruß
Malin

Shiva

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Mittwoch, 29. Juni 2011, 14:52

macht euch doch evtl das zu nutze was auch dieses Forum hier attraktiv macht ^^
interviewt Betroffene um andere Betroffene anzusprechen ohne sie bloßzustellen.

Kurze Definition einzelner Essstörungsarten

Interview kann man ja auch kurz fassen
  • Wie kamst du darauf essgestört zu sein und wie geht es dir damit?
  • Hat dir was bestimmtes geholfen?
  • Was wünscht du dir für deine Zukunft?


+ Adressen und Links zu Beratungsstellen und Websiten.

Vom Style her hätte ich den Tipp sich mal das Design von Viva anzuschauen oder mtvmobile werbung,
die treffen den derzeitigen Trend recht gut. Dann könntet ihr überlegen evtl ein ausgefalleneres Format zu nehmen, muss natürlich druckbar sein.

Gruß

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