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[Sonstiges] Erinnerungen

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Mittwoch, 16. Februar 2011, 10:40

Erinnerungen

Hallo,

falls ich das Thema in der falschen Kategorie erstellt habe, bitte verschieben, wusste nicht genau wo ich's einordnen soll. :pinch:

Wie weit könnt ihr euch an eure Kindheit zurück erinnern? Wisst ihr noch Erlebnisse aus dem Kindergarten :abinsbett!: oder sogar noch früher, vielleicht ab der Schulzeit. Ab welchem Alter könnt ihr euch erinnern? ?(

Ich kann mich leider erst so ab dem 10. Lebensjahr an so das ein oder andere erinnern, alles andere weis ich nur aus Erzählungen. Wenn ich dann erzähl, komm ich auch immer durcheinander wann was war. :huh: Da werden schon mal leicht Erlebnisse 2 Jahre vorgezogen, andere dafür um 4 Jahre verschoben. :rolleyes:

Die Kindheit und Jugend als 3. Person zu betrachten wäre ganz schön interesant, oder? Hat sich schon einmal jemand Gedanken über eine Hypnose (Rückführung) Gedanken gemacht, oder ist vielleicht schon einmal hypnotisiert worden?

Grüße,

Mylife (die jetzt mal auf Entdeckungsreise geht :wissenschaftler: )
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Mylife« (16. Februar 2011, 10:40)


Irgendeine

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Donnerstag, 17. Februar 2011, 17:56

Meine allerersten Erinnerungen reichen sehr weit zurück, vielleicht war ich da 1 oder 1 1/2 Jahre alt. Konnte mich aber erst wieder genau daran erinnern, als ich alte Fotos sah und mit meiner Mutter draüber sprach. Da konnte ich dann diese diffusen Gedanken einordnen. Und mir fielen noch einige andere Sachen ein.

Was ich nach wie vor witzig finde ist, dass mein Erinnern natürlich auch aus der kindlichen Perspektive ist, ich meine damit meine Körpergröße. So weiß ich z.B. wie ich beim Schlachter stand und erinnere, dass die Auslage in der Kühltheke auf meiner Augenhöhe war. Heute wäre da so ungefähr mein Knie ;-)

Insgesamt weiß ich recht viel, denke ich, auf jeden Fall die Dinge, die mich emotional berührt haben - positiv wie negativ.

Eine Hypnosebehandlung habe ich tatsächlich schon einmal gemacht, auch eine Familienaufstellung. Dabei ging es allerdings weniger um eine Reise zurück zu tatsächlichen kindheitlichen Erlebnissen, sondern um meine Gefühlswelt und die Bewältigung von aktuellen Problemen. Natürlich haben meine Gefühle einen Ursprung, vielleicht auch in der Kindheit, aber das war absolut nicht der Schwerpunkt.

Ob ich mir eine Rückführung vorstellen kann? Weiß nicht, kann mir gerade nicht denken, dass das wirklich in irgendeiner Form hilfreich sein würde. Die Familienaufstellung fand ich dagegen sehr effektiv und habe auch großen Nutzen davon gehabt.

Alles Gute auf Deiner Reise!
Wenn Du ein Gespenst siehst und davor wegläufst, verfolgt es Dich. Wenn Du aber darauf zugehst, verschwindet es. (aus Irland)

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Glück ist nichts Vorgefertigtes - es entsteht aus deinem eigenen Tun. (Dalai Lama)

Malin

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Freitag, 18. Februar 2011, 09:37

Ich kann mich an vieles nicht erinnern, es gibt sogar eine phase als ich 18 war, die völlig im dunkeln liegt. Ich schreibe selber viel und dann fallen mir manchmal vermehrt auch frühe erlebnisse ein - aber vieles ist verdrängt, ist auch schmerzhaft, dass merke ich beim schreiben, so dass ich häufig lange pausen mache. weil mich erinnerungen sehr belasten.
Ich versuche in der gegenwart zu leben, damit bin ich meist schon ausgelastet.....
LG
Malin

Mylife

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Freitag, 18. Februar 2011, 21:05

@Irgendeine: Was ist denn eine Familienaufstellung? Hast du wirklich in die Vergangenheit schauen können. Möchte dir persönlich nicht zu nahe treten. Wenn du mir vielleicht ein bisschen darüber (Ablauf) erzählen könntest wäre schön (auch per PN), wenn nicht ist es natürlich auch in Ordnung.

@Malin: In der Gegenwart leben, ja das reicht eignetlich auch schon aus :thumbsup:
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Samstag, 19. Februar 2011, 23:38

Meine erste, richtig klare Erinnerung ist die an meinen 3. Geburtstag. Vielleicht kann ich mich an was Früheres erinnern, bei manchen Erinnerungen weiß ich halt nicht, wann sie genau waren.

Generell kann ich sagen, je länger es her ist, umso mehr verblassen die Erinnerungen und umso schwerer fällt es mir einzuordnen, wann das jetzt genau war... ist denk ich ein logischer Verlauf. Insgesamt würd ich mein Erinnerungsvermögen als durchschnittlich einstufen.

Soweit ich weiß, gibt es nur eine Zeit in meinem Leben bzw. einen Teil dieser Zeit, an den ich mich nicht erinnern kann. Da war ich 6 Jahre alt und es sind wohl Dinge passiert, die nicht so toll waren...würde mich gerne erinnern, würde mich interessieren, aber vielleicht ist es derweil auch besser, dass ich es nicht weiß. Mal schaun, ob das irgendwann was wird.

Ich muss sagen, ich mag die Erinnerungen, die ich an meine Kindheit habe, die schönen und auch die weniger schönen...ich bin einfach froh sie zu "besitzen". Und ich kann den Gedanken kaum ertragen, dass mir einige davon mit der Zeit verloren gehen werden beziehungsweise einige natürlich schon weg sind...oder sie sind nur mehr teilweise vorhanden, manche Infos gehen verloren. Ich merke das, wenn mir etwas Vergangenes einfällt und ich nicht mehr weiß, wie es genau war. Da könnt ich wahnsinnig werden. Ich fürchte ich häng zu sehr an der Vergangenheit. :whistling: Ich will die Vergänglichkeit der Erinnerungen nicht akzeptieren. Jetzt, wo ich 20 bin, wird mir der Verlauf des Lebens Stück für Stück mehr bewusst und mir wird klar, dass ich von der Kindheit Abschied nehmen muss und es fällt mir schwer, das hinter mir zu lassen.

Ich glaube, man behält vor allem jene Erinnerungen, an die man immer wieder mal denkt. Die Folge davon ist jedoch, dass man irgendwann nicht mehr die ursprüngliche Erinnerung hat, sondern nur noch die Erinnerung an die Erinnerung, die vielleicht bereits verfälscht wahr. So können sich die Erinnerung und die Gedanken und Gefühle dabei immer mehr verändern.

Mich interessiert sehr, wie gut man sich noch an Kindheit und Jugend erinnert, wenn man älter wird. Vielleicht kommen ja hier noch Antworten. :*)

Liebe Grüße,

Wundergecko

Karo48

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Sonntag, 20. Februar 2011, 08:02

Ich konnte mich lange noch an Dinge erinnern. An das Jahr, sogar an den Monat.
das ist mir immer aufgefallen, wenn ich einen lebenslauf für therapiesitzungen geschrieben hab.

Das ist mir merklich in den letzten jahren verloren gegangen und das geht mir mittlerweile auch mit kindheitserinnerungen so, vielleicht ist es aber auch so, das die dinge verblassen, die keine rolle mehr spielen und nur noch die im gedächnis bleiben, an denen man noch arbeiten muss.

es gibt immer noch erschrecklich viele dinge, die von hoher intensität sind, an die denk ich täglich/nächtlich. z. b. die geschichte mit meiner mutter, meinem vater.
da werden mir auf einmal dinge klar, die mein ganzes leben geprägt haben und wo ich nicht so genau weiss, sollte ich sie nochmal mit meiner mutter, meinem vater besprechen . oder sollte ich für mich einen weg finden damit zu leben. Vor allem damit zu leben, das niemand unfehlbar ist und daraus resultierend auch gnädiger mit meinen fehlern werde?

ich bin fast 50 und meine eltern über 70 j. vielleicht wäre es gut, da nichts mehr von seinen eltern zu erwarten, aber ich weiss es nicht und irgendwie fühlt sich das nicht richtig an. denn vielleicht werden wir ja noch jahrzehnte miteinander haben und immer so wütend zu sein, ist vielleicht auch nicht richtig.

so ein bisschen vom thema abgeschweift
karo

Finchen

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Sonntag, 20. Februar 2011, 10:08

Ich kann mich an vieles erinnern, auch an das, wo ich erst 3 oder 4 war. Aber eigentlich sind es nur die schlechten Sachen, an die ich mich aus dieser Zeit erinnern kann. An ziemlich alles erst so seit dem 13. Lebensjahr. Was in einigen Jahren passiert ist weiß ich gar nicht. Das weiß ich dann nur besonders schöne oder halt besonders schlimme Sachen.

Liebe Grüße,
Finchen

Malin

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Sonntag, 20. Februar 2011, 10:48

Liebe karo,
auch ich bin über 50 und dachte/denke darüber nach, ob ich noch mal das gespräch über meine jugendtraumata suchen sollte...Meine erfahrung: hat mir nichts gebracht, mich und sie total aufgewühlt. Ich hatte gehofft, es würde meine vielen symptome verbessern, dem war nicht so. Jetzt übe ich mich im akzeptieren und vergeben. Soooo schwer.
Lieben gruß
Malin

mybella

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Sonntag, 20. Februar 2011, 11:24

Es ging mir ähnlich. Ich hatte vor drei Jahren versucht mit meiner Mutter über Dinge aus meiner Kindheit zu sprechen. Weil ich das Gefühl hatte, dass ich diese Dinge alleine nicht mehr tragen kann. Sie hat falsch reagiert und nun muss ich noch mehr alleine tragen. In letzter Zeit macht mich das aber stärker denn je.

Ich kann Ereignisse sehr schlecht chronologisch einordnen. Meine frühste Erinnerung ist vielleicht ein Bild von den Holzstangen meines Kinderbettes, die Hand meiner Mutter, das Lied, welches sie mir vorgesummt hat.

Ich finde es erstaunlich, wie sehr Geschehnisse aus der Kindheit einen Menschen prägen. Erfahrungen und Gefühle, die man den Rest seines Lebens nie wieder ablegen kann.

Dass ein Kind, welches viel Angst hatte, auch als Erwachsener immer diese Angst in seinem Fundament haben wird, egal wieviel Stärke oder Sicherheit man aufbaut. Dass man immer ein Stück Distanz bewahrt, nie jemandem voll vertrauen kann, wenn man als Kind im Stich gelassen wurde.

Karo48

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Sonntag, 20. Februar 2011, 11:45

hi malin,

meine erinnerungen und kindheitsereignisse sind im grunde genommen nie vorbei gewesen. noch heute ist meine mutter von einer übergriffigkeit und so von sich eingenommen, das mir oft echt schlecht wird.
erst letztens hat sie mir zu verstehen gegeben, das sie ja immer wieder in mein leben eingreifen musste, weil ich es allein ja nicht schaffe. Während ich dies schreibe könnt ich schon wieder ausrasten, wütend und traurig werden.

noch heute habe ich momente, da halt ich mich nicht für fähig mein leben selbst in griff zu bekommen. diese momente werden zum glück seltener, aber wenn ich dann versuch, ihr klar zu machen, das sie sich nicht immer in mein leben und in die beziehung zu anderen (speziell mein vater) einmischen soll, versteht sie es als angriff und nichtverständnis ihrer person.
es kommen dann immer so sätze wie:
"ich stehe nicht mehr als sündenbock zur verfügung",
was ich so gar nicht beabsichtige.

wenn das alles "nur" kindheits- jugendtraumata wäre, würde ich da schon meinetwillen ein schlussstrich machen wollen, aber das einzige mittel was ich sonst sehe, ist immer wieder den kontakt gering zu halten, wenn es mir wieder zuviel wird und mich die wut über sie schon die nächte beschäftigt. Ich komme ja nicht mal dazu sie anzuklagen. :schimpf: :motz:

mal an die psychologinnen unter uns, habt ihr da einen fachlichen rat? *kopkrtz*

mary

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Montag, 21. Februar 2011, 08:08

Hallo karo,
es geht mir wie dir mit meiner Mutter. Der "Alptraum" meiner Kindheit wirkt bis heute. Meine Mutter ändert sich nicht und versucht auch heute noch mich mit den Worten wie: das kannst du sowieso nicht - oder - ach du hattest ja schon immer schwache Nerven..... grrrrrrr... als wenn ein Kind mit sogenannten schwachen Nerven zur Welt kommt, nieder zu machen. Ich versuche sie mir so gut es geht vom Leib zu halten, indem ich den Kontakt auf ein Minimum beschränke.
Für mich finde ich es wichtig die Dinge meiner Kindheit zu betrachten und den Einfluss auf meine Situation heute zu erkennen. Aber vielleicht ist das für jeden anders. Bei mir ist es so, dass ich mehr Verständniss für mich habe was gut ist, auch wenn es zunächst nichts ändert.

mary
Es gibt einen Raum hinter richtig und falsch,
dort treffen wir uns

Malin

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Montag, 21. Februar 2011, 08:42

Ihr lieben, ich habe teilweise mit meinen eltern dinge besprechen können, die sie mir "angetan haben" und es gab partiel sowas wie einsicht, eingeständnis, verständnis. Ich bin auch einiges losgeworden in ihre richtung, das haben sie ausgehalten. Trotzdem sind die traumata da und ich (ver)traue ihnen nicht, habe immer noch alpträume.Es wirkt einfach immer nach, was in der kindheit war. Ich habe es jedoch etwas leichter, den weg des verzeihens zu gehen - und dennoch - sie haben viele dinge in meinem leben unmöglich gemacht, obwohl ich alles getan habe, nicht in der opferrolle zu bleiben. Aussöhnung ist soooo schwer,
Malin

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Montag, 21. Februar 2011, 11:31

Aussöhnen mit den Eltern (in meinem Fall Mutter, mein Vater lebt schon lange nicht mehr) war auch für mich sehr wichtig. Ich wollte wissen, was genau passiert war. Da ich selbst sehr jung Mutter geworden bin und dann mit meinem kleinen Kind plötzlich selbst in der Erzieherrolle war, kamen sehr viele Dinge hoch. Außerdem waren meine Mutter und ich uns sehr uneins, was Erziehung überhaupt bedeutet.

Im normalen Alltag oder bei Besuchen, hat meine Mutter immer abgeblockt und ist ausgewichen, wenn ich intensiver nachgefragt habe. Also habe ich etwas recht fieses gemacht: habe mit ihr an einem Abend das Gespräch gesucht und lange auf sie eingeredet, nachgebohrt und nicht locker gelassen. Sie war bei mir zu Besuch und konnte nicht weg. Es wurde immer später, noch Nachts um zwei saßen wir im Wohnzimmer und haben "geredet". Sie hat dann irgendwann immer mehr erzählt und zugegeben, in vielen Passagen konnte ich ihre Wut spüren, wenn sie mich angefunkelt hat und mir nach wie vor für vieles Vorwürfe gemacht hat. Verständnis habe ich kaum erfahren, sie meinte nur "ist doch alles lange her, vergiß das doch 'mal..."

In dieser, für sie unfreiwilligen Aussprache, kam alles zur Sprache, was ich wissen musste. Danach war der Kontak für mich erst'mal kaum noch möglich - schwierig war es ja immer schon mit ihr und mir. Erst als meine Großmutter starb, dachte ich mir, "eines Tages stehst Du an ihrem Grab, willst Du Dir da vorwerfen müssen, nicht genug für sie dagewesen zu sein?" Seit dem haben wir Kontakt, mal so mal so, aber herzlich wird es nie werden.

In der Familienaufstellung habe ich vor allem mit meinem Vater Frieden schließen können. Es starb ja leider sehr früh und ich hatte noch für mich Unerklärtes mit ihm zu besprechen. Das konnte ich nun aufarbeiten, sehr erleichternd für mich. Er war meine Bezugsperson und ich habe ihn sehr geliebt. Außerdem habe ich visualisieren können, wie unsere Familienmitglieder zueinander stehen und insgesamt besser verstehen können.

Eine befreiende Erfahrung!

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Auch etwas vom Thema abgeschwiffen ;-) aber ist trotzdem spannend darüber zu schreiben.
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Donnerstag, 31. März 2011, 19:13

Ihr lieben, ich habe teilweise mit meinen eltern dinge besprechen können, die sie mir "angetan haben" und es gab partiel sowas wie einsicht, eingeständnis, verständnis. Ich bin auch einiges losgeworden in ihre richtung, das haben sie ausgehalten. Trotzdem sind die traumata da und ich (ver)traue ihnen nicht, habe immer noch alpträume.Es wirkt einfach immer nach, was in der kindheit war. Ich habe es jedoch etwas leichter, den weg des verzeihens zu gehen - und dennoch - sie haben viele dinge in meinem leben unmöglich gemacht, obwohl ich alles getan habe, nicht in der opferrolle zu bleiben. Aussöhnung ist soooo schwer,
Malin
ich denke, traumata, vor allen dingen, wenn sie lange andauern (in meinem fall 17 jahre) wird man nicht mehr los. und wir sind ja im selben alter, da ist ein "alles wird gut" unrealistisch. es gibt für manches ja auch biologische grenzen.
als ich vor 3 jahre mal nen vernünftigen thera gefunden habe, hab ich ihm das auch direkt gesagt. wir machen auch keine gezielte nachbohrerei, außer es taucht mal was auf.
die täglichen probleme reichen schon.
als ich anfang 20 war, hab ich sowas mal versucht, die erzeugerin auf einiges mal festzunageln. darauf kam nur, das macht man halt so, wenn man wütend ist. bei den meisten sachen ist sie eh drumrumgeeiert.
für mich war die sache damals erledigt, ein für alle mal.
verzeihen? wozu das denn?
ich habe vor 25 jahren den kontakt abgebrochen und habe den schritt nie bereut, außer dass ich ihn nicht früher gemacht habe.
the war is over - are you sure ?

aber auch:

Wo kämen wir hin, wenn alle sagten "Wo kommen wir denn hin", und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin man käme wenn man ging.

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Freitag, 1. April 2011, 08:34

Ja, das wort "verzeihen" kann verschieden verstanden werden. Ich habe mich viel damit befasst und für mich bedeutet es nicht gutheißen oder entschuldigen, sondern es ihnen nicht mehr nachtragen, um selber die last nicht mehr zu tragen.
Sicher unterscheiden sich auch unsere traumata, manchmal ist beziehungsabbruch das beste. Bei uns gab es danch eine annäherung, aber keine wirkliche nähe.
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Freitag, 1. April 2011, 09:38

ok, das kann ich eher verstehen.
the war is over - are you sure ?

aber auch:

Wo kämen wir hin, wenn alle sagten "Wo kommen wir denn hin", und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin man käme wenn man ging.

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Freitag, 16. März 2012, 08:09

Hallo Quenn,
Ich bin erst zarte 17 und kann mich noch an sehr viel aus der Kindheit zurückerinnern. Ich kenne auch Leute in meinem Alter, die nur weniger darüber wissen. Meine Kindheit war mit die schönste Zeit meines Lebens, vielleicht liegt es auch daran, dass ich noch so vieles behalten und nicht ausgeblendet habe. Es kann natürlich auch sein, dass mir meine Erinnerungen manchmal einen Streich spielen, z.B wenn ich bestimmte Fotos sehe, habe ich das Gefühl, wieder in der Situation wie damals zu sein. ALs ich 4 Jahre alt war, bin ich in den Kindergarten gekomen und an diese Zeit kann ich mich auch ohne Fotos oder Erzählungen erinnern. Ob es an einem guten Gedächtnis oder an den vielen positiven Erfahrungen liegt, weiß ich nicht. Jedenfalls habe ich auch vor kurzem angefangen, mein Leben von der ersten geistesgegenwärtigen Situation aufzuschreiben. So können mir meine eigenen Gedanken nicht mehr verloren gehen. Manchmal wunder ich mich auch, dass ich noch einige Begegnungen mit 3-4 Jahren im Kopf habe.
Liebe Grüße Lucky

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