Also, ich habe mir sowohl den Beitrag im Radio angehört, als auch eben den im TV gesehen. Der Beitrag im Radio hinterlässt ein sehr komisches Gefühl bei mir, was in der Hauptsache an dem Moderator liegt, der durch seine Art immer alles ins Lächerliche zieht. Zum Glück lässt die Psychologin nicht zu, dass er zu tief in die üblichen Klischees abgleitet. Irgendwie bleibt es aber eine Verharmlosung des Themas.
Beim TV-Beitrag weiß ich einfach nicht, was man von einem so kurzen Beitrag erwarten kann. Ich finde es eine sehr knappe, aber durchaus vernünftige Berichterstattung. Wie immer bin ich von den Betroffenen beeindruckt, die den Mut haben, sich im Fernsehen mit ihrer Erkrankung, ihrem Essverhalten und ihrem Übergewicht zu zeigen. Ob es ihnen im Nachhinein hilft, weil es ihre Umgebung sensibilisiert oder wird es nun erst recht zum Spießrutenlauf für sie? Komisch ist halt immer die Darstellung, dass man nur ein bisschen hiervon machen und davon lernen müsste und dann noch ein wenig
Therapie und vor allem Sport, dann wird alles gut. Außen vor bleiben viele Dinge, die sich bestimmt nicht in solche einem kurzen Beitrag vernünftig darstellen lassen. Wie der ungeheure Leidensdruck, die schwierige Suche nach therapeutischer Hilfe, die Probleme im Alltag, die vielen verschiedenen Ausprägungen der Krankheit, die vielen Teufelskreise, die daraus erwachsen. Gut ist auf jeden Fall, dass der Name der Krankheit immer öfter in den Medien erwähnt wird und teilweise sogar den bekannten
Essstörungen vorsichtig gleich gestellt wird.
Es würde mich sehr interessieren, wie es Euch mit den Beiträgen geht.
Rubi