Hi Pinki,
hatte letztens ein Seminar über Schlafstörungen, und da hat der Dozent (Dr. Tilman Müller vom Interdisziplinären Zentrum für Schlafmedizin an der Uniklinik Münster) vom "sleep related eating syndrome" berichtet - scheint ja das zu sein, wovon du berichtest.
Naja wie soll ich sagen ,wenn ich aufstehe mache ich das sozusagen im Halbschlaf also unbewusst ,es ist schwierig das zu erklären ,ich bin wach und doch wieder nicht ,ich mache das unbewusst ,und ja es kommt vor das ich mich am nächsten morgen nicht mehr erinnern kann .Ich stehe auf wie im Wahn ,ich kann es keineswegs kontrolieren hab ich .
Also ich sag mal so in dem Moment wo ich esse weiß ich nicht 100% was ich gerade tue meistens am nächsten Morgen erst .
Genau! Ich hab leider vergessen, in welcher Schlafphase das Essen passiert, aber die meisten sind wohl jedenfalls NICHT wach! Es scheint wohl eher etwas wie schlafwandeln zu sein, und deshalb greifen auch so viele Strategien nicht, die bei FAs am Tag funktionieren.
Er hat von einer Patientin berichtet, die er behandelt hat. Süßes entfernen half nicht, sie hat dann süßen Senf und Vanillezucker gegessen. Dann hat er es mit Schokolade auf dem Nachttisch probiert; da waren die vertilgten Mengen für zwei Wochen geringer und sind dann wieder deutlich angestiegen (aber nicht mehr auf das vorherige Maß). Schließlich haben sie mit einer L-Dopa-Therapie begonnen, was ein Parkinson-Medikament ist. Das hat bei DIESER Frau total gut geholfen - aber der Herr Müller hat auch extra betont, dass es ein Experiment war (das war mit der Patientin besprochen, sie wollte es gern ausprobieren), und dass das L-Dopa auch starke Nebenwirkungen haben kann (v.a. restless legs können schlimmer werden, wenn man sowieso schon einen Hang dazu hat).
Naja, scheint jedenfalls noch total schlecht erforscht zu sein. Warst du denn mal in einem Schlaflabor? Vielleicht hilft das weiter...
LG Gianna