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Thor

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  • »Thor« ist der Autor dieses Themas

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Montag, 9. Januar 2012, 12:31

Binge Eating nimmt wieder überhand!!! Binge Eating und Depression

Hallo zusammen,

zuersteinmal bin ich froh hier gelandet zu sein. Letztes Jahr war gesundheitlich nicht sehr berauschend. Ein Grund war auch das Binge Eating. Aber soweit waren die letzten Monaten noch grenzwertig ok. Ich habe seit 4 Monaten meine grosse Liebe gefunden, die mich dabei unterstützt. Leider musste meine grosse Liebe letzten Dienstag in die Rehaklinik. Jetzt bin ich alleine zu Hause und die "Sehnsucht" nach dem Essen übernimmt wieder die Überhand. Den ganzen Tag denke ich nur noch an das Essen. Das macht mich wieder ziemlich fertig.
Ich bin in einer Therapie, aber diese Therapie ist hauptsächlich wegen meiner Depression. Und da ist der Haken. Leider bekämpfe ich 2 Krankheitsbilder gleichzeitig. Einmal die Depression und die Essstörrung, die sich laut Befund, seperat entwickelt haben. Gleichzeitig sind beide jetzt miteinander verknüpft. Das eine löst das Andere aus und umgekehrt.
Ich würde gerne Wissen, ob jemand das Gleiche durchmacht? Für weitere Tips wäre ich sehr dankbar. Denn beide Krankheiten zusammen machen einen schon fertig, aber keine Angst, ich bin ein Kämpfertyp.


Bis dann

Viva

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2

Montag, 9. Januar 2012, 12:48

Hallo Thor,

zunächst mal herzlich :willkommen: hier in diesem Forum!

Ich habe zwar keine Depression aber ich kämpfe genau wie Du (und wie sicher die meisten hier) an zwei (manche auch an mehreren) Fronten!

Bei mir ist zum einen die ES. Ich bin mir nicht sicher, ob ich tatsächlich eine BED habe. Zwar wurde es so diagnostiziert aber ich bin immer noch irgendwie "uneinsichtig" ;g) . Fakt ist jedoch, ich bin definitiv essgestört. Wie genau sich das nennt, ist ja letztlich egal.
Zum anderen kämpfe ich an der Abnehmfront!

Schon zu Beginn der Therapie (die mache ich seit September 2011 regelmässig alle 14 Tage) hat man mir geraten, es nicht zeitgleich mit abnehmen zu versuchen. Zuerst sollten die Ursachen der ES beseitigt werden. Dahingehend haben wir auch schon die beiden Hauptpunkte herausgefiltert, also die Gründe, die mich immer wieder in die FA treiben bzw. überesssen bei mir auslösen. Daran arbeiten wir nun und erst wenn diese beiden Hauptbaustellen beseitigt sind, könnte ich mich -so meine Thera- erfolgreich mit dem Abnehmen auseinandersetzen - und hätte auch Erfolg.

So lange kann und will ich aber nicht warten! Ungeduld ist mein zweiter Vorname!
Und so versuche ich natürlich jeden Tag auf´s neue, gegen die vielen überflüssigen Pfunde anzugehen. Das kostet viel Kraft, zumal sich auch kein wirklicher Erfolg einstellt - ich nehme derzeit nicht ab! Daß das eben aus dem o.g. Grund nicht funktioniert, mag ich nicht glauben...

Im Moment fühle ich mich "stark" und stabil genug, den Kampf weiter aufzunehmen. Aber ich muß aufpassen, daß ich auf lange Sicht nicht immer mutloser werde und dadurch neue FA heraufbeschwöre. So nach dem Motto "ist eh alles egal".
Somit sind diese beiden Dinge bei mir auch irgendwie miteinander verknüpft, folglich kann ich gut verstehen, was in Dir vorgeht!

Ich wünsche Dir viel Glück auf Deinem Weg.

LG, Viva

Rubi

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Montag, 9. Januar 2012, 13:01

Hallo Thor,

ich kenne es sehr gut, zur Essstörung auch mit Depressionen (und weiteren Erkrankungen) zu kämpfen. Ich denke nicht, dass sich das wirklich losgelöst voneinander betrachten oder bearbeiten lässt. Soll heißen, wenn Du in Therapie bist, wird es immer wieder Themen geben, die beides betreffen. Vor allem, da sich vieles wirklich aufeinander bezieht. Was würde es für Dich denn bedeuten, 'die Essstörung' zu bearbeiten? Hört sich ein bisschen wie 'abnehmen', bzw. 'sichtbare Erfolge erzielen' an. Vielleicht können Dir Medikamente helfen, die Depression zu lindern, so dass Du genug Kraft für die therapeutische Arbeit hast?

Gruß Rubi

ms.yinyang

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Montag, 9. Januar 2012, 13:17

hallo thor,
nur mal so ins blaue:
schon mal auf schilddrüsenunterfunktion testen lassen?

bei mir wurde diese im letzten jahr diagnostiziert und die symptome depressive verstimmung, antriebslosigkeit, gewichtzunahme hatten für mich endlich eine rationale ursache.

mein arzt hat sogar gesagt, dass bei depressiven menschen oft eine schilddrüsenunterfuntion eine (haupt)rolle spielt.

ich habe jetzt ein halbes jahr niedrig dosierte schilddrüsenhormone zu mir genommen und eine deutliche verbesserung der oben genenannten symptome feststellen können.

ich bin auch in therapie (seit zwei jahren habe ich jetzt meine bulimie hinter mir gelassen...wohooo!) und habe mir noch viel anzuschauen...ich fühl mich allerdings viiiel stabiler als noch vor einem jahr und mein arzt hat auch angeregt die hormonwerte noch mal checken zu lassen....vielleicht ist das sogar wieder im lot.

meine selbsthilfegruppe hilft mir sehr, auch meine lieblingsmenschen, die eingeweiht sind, sind mir eine große stütze (ein anruf bei ihnen und reden kann helfen die essattacke zu unterbrechen!) seit geraumer zeit habe ich jedoch die größten erkenntnisse durch ROBERT BETZ.

speziell sein vortrag "pfundig, pfundig"...aber auch andere...sprechen genau meine sprache und "entlasten" mich enorm.

so.
das wollte ich loswerden.

ich schick dir kraft und das signal dafür, dass du nicht alleine bist und ressourcen auftun kannst....wenn du willst.
"Inmitten des tiefsten Winters erkannte ich,
dass in mir ein unbesiegbarer Sommer wohnt."

(Albert Camus)

Sina

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5

Montag, 9. Januar 2012, 18:26

Einmal die Depression und die Essstörrung, die sich laut Befund, seperat entwickelt haben. Gleichzeitig sind beide jetzt miteinander verknüpft. Das eine löst das Andere aus und umgekehrt.
Ich würde gerne Wissen, ob jemand das Gleiche durchmacht?

Hallo Thor, :willkommen:
ich hab auch beides, allerdings kann ich von mir nicht sagen, dass die beiden "Störungen" sich separat entwickelt haben, sie waren von Anfang an miteinander verwoben (ich könnte mich nichtmal festlegen, was zuerst da war, also Antriebslosigkeit und "Weltschmerz" oder Überessen und Dicksein/-fühlen). Meine Vermutung geht allerdings in die Richtung, dass die Depression "irgendwann" den Anfang bildete und sich darauf meine anderen Macken aufbauen, weil meine anderen Macken eine Art Reaktion auf meine depressive Gedankenwelt sind und für mich eine Bewältigungs-/Überlebensstrategie darstellen.


Vielleicht können Dir Medikamente helfen, die Depression zu lindern, so dass Du genug Kraft für die therapeutische Arbeit hast?
Würde ich Dir auch raten. Jedenfalls sagen Psychiater doch oft, dass manchmal erst Medikamente rein müssen, um überhaupt den Kopf so frei zu bekommen, dass man sich öffnen kann für den Therapie-Prozess. Gerade dann, wenn jeder Versuch, sich aufzuraffen, um endlich mal was gegen die Depression zu tun so schwer erscheint, dass erstmal ein FA zur Überbrückung her muss und umgekehrt auch jeder Versuch, die ES einzudämmen und strukturiert zu essen oder Probleme schrittweise anzugehen tiefer in das depressive Gedankenkreisen hineinführt!!!
Leider dauert es ja manchmal ewig, bis ein passendes Antidepressivum gefunden ist (bei mir hat es nicht geklappt, ich hab aber recht schnell aufgegeben).


bei mir wurde diese im letzten jahr diagnostiziert und die symptome depressive verstimmung, antriebslosigkeit, gewichtzunahme hatten für mich endlich eine rationale ursache.



mein arzt hat sogar gesagt, dass bei depressiven menschen oft eine schilddrüsenunterfuntion eine (haupt)rolle spielt.
Wie? Was? Krass! Muss ich mal recherchieren.
Würde sowas eigentlich im normalen Blutbild auffallen oder muss das extra getestet werden?

Shiva

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Montag, 9. Januar 2012, 18:39

Muss extra getestet werden
Hab auch ne unterfunktion allerdings hab ich keinerlei Unterschiede feststellen können

emmasmum

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Montag, 9. Januar 2012, 19:03

ich komm mir jetzt irgendwie blöd vor, aber ich hab es noch nie gewagt, ernsthaft dran zu denken, dass ich depressionen haben könnte, ich hab es immer auf unzufriedenheit und 'es einfach nicht auf die reihe kriegen' geschoben, ich hab, seit ich denken kann, ängste, mach mir ständig über irgendwas sorgen und kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte mal sorglos und unbeschwert aufgewacht bin, immer dieser kloß im hals und dieser stein im bauch, obwohl doch eigentlich nix passiert ist. dann die angst, den tag nicht bewältigen zu können, auch wenn ich daheim bin. mein tag muss immer gut durchstrukturiert sein, sonst breche ich zusammen oder gestalte ihn mit essen, bis ich mich wie gelähmt fühle und danach gehts mir noch schlechter. seid ihr selbst zum arzt gegangen und habt eure vermutung dort angesprochen oder kann man das irgendwie austesten lassen? danke für eure hilfe! lg

Petrus

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8

Dienstag, 10. Januar 2012, 09:35

Ich denke, die Doppelstörung "Depression und Esssstörung" ist gar nicht so selten. Ich habe seit meiner frühen Kindheit Depressionen, und seit meinem 25sten Lebensjahr bin ich essgestört, zuerst Magersucht, dann Bulimie, jetzt Esssucht. Für mich ist das wie die zwei Seiten einer Medaille.

Willkommen, Thor

Lieben Gruss

Petrus
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Nikolaus Lenau (1802-1850), deutscher Lyriker

Sina

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Dienstag, 10. Januar 2012, 09:53

@ emmasmum
Bei mir wurde es "erst" festgestellt, als ich schon in der Klapse gelandet war. Aus eigenem Antrieb wäre ich nie zum Arzt gegangen, weil ich mich halt auch nur für außergewöhnlich faul und dumm gehalten habe. Als ich mal die Vermutung gewagt habe, ich könne Depressionen haben (beim Ausfüllen eines OP-Fragebogens) hat der Arzt nur gefragt "Ja wie, sind Sie in Behandlung?" - "Nein!" - "Na, dann werden Sie wohl auch keine Depression haben." Aha...
Natürlich kannst Du mit Deinen Überlegungen auf Deinen Arzt zugehen. Du brauchst ihm ja nicht gleich an den Kopf zu knallen, dass Du den Verdacht hast, Depressionen zu haben, sondern kannst ihm in ähnlicher Form wie hier schildern, was Dich belastet und er wird dann vermutlich die richtigen Schlüsse ziehen und Dir sagen, wo Du weitere Hilfe finden kannst (wenns ein guter Arzt ist). An Deiner Stelle wäre ich nur vorsichtig, falls Dein Hausarzt versuchen sollte, Dir direkt Antidepressiva oder "Schlafmittel" zu verschreiben, da sollte schon besser ne Überweisung zum Psychiater her und ansonsten natürlich Therapie.

Leilah

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Dienstag, 10. Januar 2012, 10:14

Also ich war damals zum Hausarzt, weil ich oft schlecht geschlafen habe und oft mich so schlapp gefühlt habe und alles eine große Anstrengung war, ich dacht eigentlich eher ich hätte so ne verschleppte Killergrippe oder wäre halt einfach nur Disziplinlos. Erst machte er eine normale Untersuchung.Da war alles ok körperlich.Mein Hausarzt stellte dann ein paar Fragen wie ich mich fühlen würde, ob ich oft traurig wäre, mein essverhalten, ob ich gut mit meinem Geld haushalten könnte...Ich sollte dann eine Zeit lang ich glaub so 2 wochen eine Art Tagebuch führen und dann bin ich mit meinem Hausarzt das durchgegangen und dann meinte er, er würde mir raten, zu einem Arzt zu gehen, der Psychiater oder noch Therapeut nebenbei ist. Nach mehreren Tests bin ich dann bei einem Speizialisten gelandet,der dann die Bipolare Störung (manisch-depressiv) bei mir richtig festgestellt hat (wurde dann durch Blutbilder ergänzt).


Leilah
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Dienstag, 10. Januar 2012, 11:03

du hast nen aufmerksamen hausarzt leilah :*)

also ich hab die erfahrung gemacht, dass essstörungen fast nie solo auftreten, sondern eher als ein weiteres symptom einer meist recht komplexen störung. sei es depri, ptbs oder anderes.
ausnahmen sind höchsten die fälle, wo die essstörung körperlich ausgelöst wird, aber ich glaube, das ist ziemlich selten.

das schwierige ist, dass die meisten kliniken entweder das eine oder das andere behandeln.
the war is over - are you sure ?

aber auch:

Wo kämen wir hin, wenn alle sagten "Wo kommen wir denn hin", und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin man käme wenn man ging.

Leilah

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Dienstag, 10. Januar 2012, 11:46

@ eiskristalle : ohhh das ging jetzt um die Diagnostik meiner Depression - das war eine Phase wo ich mal akut keinerlei Essstörung hatte.

Die Magersucht hat damals mein Hausarzt nicht erkannt, weil er selber essgestört war und mittendrin (weiß ich heute) und das Binge das hab ich in der Beratungsstelle für Essstörungen "bekommen"...ich hab gemerkt dass mich mein Essen stört und dachte dass eine Beratungsstelle für Essstörungen da die richtige ist.

Aber soweit hast du recht, dass er bezüglich der Depression sehr aufmerksam war und wenn er nicht gewesen wäre, wüsst ich wahrscheinlich immernoch nicht dass ich bipolar wäre und hätte wohl das 5 fache an Schulden was ich jetzt habe...


Leilah
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emmasmum

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Dienstag, 10. Januar 2012, 13:43

leilah: was meinst du mit den schulden? bin neu hier und konnte noch nicht alles durchlesen, falls du es schon erwähnt hast ;-)
ich hab bemerkt, wenn ich nicht esse, dann mach ich etwas anderes, das mich kurzfristig glücklich macht, gehe einkaufen, trinke alkohol (daheim und auch alleine), nicht bis zur betrunkenheit, sondern einfach bis zu einem punkt, an dem ich mich etwas 'lahm' fühle, sowie nach einer FA, außerdem halte ich es nicht aus, keinen fernseher oder radio laufen zu haben, halte es nicht aus, einfach nur in der stille ein buch zu lesen, das erinnert mich an ehemalige therapiezeiten, ich denen ich es ausprobiert habe, wie es ist und es fühlte sich nicht gut an. ich muss mich immer in einen tranceähnlichen zustand versetzen, hauptsächlich abends, ich kann nicht einfach ein brötchen essen, mich auf die couch setzen und einen film genießen, ich mach immer 5 sachen gleichzeitig, fernsehen, internet, essen, trinken, zusammenräumen, facebooken, wohnzeitschriften anschauen usw... kennt ihr das auch? lg

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Dienstag, 10. Januar 2012, 14:00

Aufgrund der Manisch-Depressivität kann ich nicht mit Geld umgehen - in der Depressiven Phase ist mir alles egal finanziell und in der Manie kaufe ich ohne Ende, leider extreme Sachen wie Autos, Klamotten nicht in meiner Größe, 1000 von DM damals an einem Tag..und wenn so eine manische PHase wochenlang anhielt, hat sich da schon eine Summe Geld leider angehäuft. Wenn der Arzt das nicht herausgefunden hätte, würd ich wohl immernoch denken, ich bin einfach zu doof um mit geld umzugehen.

Leilah

und ich hab nichts gegen fragen, denn fragen geht manchmal schneller wie das Forum zu durchforsten ;)
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Dienstag, 10. Januar 2012, 16:50

@ emma. s. : Jaaa, genau so ist das bei mir auch, ich rappel und rödel - aber mehr innerlich, äusserlich sitze ich erschöft auf dem sofa....Ich kenne genau das mit dem alkohol: nie sehr viel, aber wein so, dass die entspannung eintrit. Hast du nicht diesen begriff "sediert" in dem zusammenhang benutzt?
Also ich bin oft gleichzeitig online, recherchiere, bin hier, beantworte mails, habe auch eine zeitschrift neben mir, streichel mit links die katze und die glotze läuft...
Da könnte man vermuten, dass ich angst vor dem habe, was sonst zum vorschein käme....
Dabei mag ich die stille und sie tut mir gut. Ich werde das nach dem umzug nochmal genauer anschauen, im moment ist es gut so die zeit zu gestalten - also das kleinere übel!
Solidarischen gruß
Malin

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16

Dienstag, 10. Januar 2012, 17:26

@ thor u.a

Mir geht`s genauso. Ich trinke
auch ab und zu Alkohol, aber ohne betrunken zu sein (um nicht mehr nachdenken
zu müssen). Ich bin total erschöpft (war wegen burn-out schon im Krankenhaus)
bei kleinsten Anstrengungen. Die Therapie wegen meiner Depressionen fruchtet
nicht (wahrscheinlich wird es heissen, ich arbeite nicht mit). Es merkt
irgendwie keiner, daß ich nicht anders kann. Werd so hingestellt, als würd ich
nicht wollen. Essen ist da eine Lösung und ich weiss nicht wirklich weiter.

Shateka

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Dienstag, 10. Januar 2012, 18:16

Hallo Thor!

Willkommen im Forum!

Schön, dass du ein Kämpfertyp bist. Dann hoffe ich, dass du an der richtigen Stelle kämpfst und nicht zu sehr gegen dich selbst!

@caramaya:

Zitat

Die Therapie wegen meiner Depressionen fruchtet
nicht (wahrscheinlich wird es heissen, ich arbeite nicht mit). Es merkt
irgendwie keiner, daß ich nicht anders kann. Werd so hingestellt, als würd ich
nicht wollen. Essen ist da eine Lösung und ich weiss nicht wirklich weiter.
Hast du das alles schon genauso in der Therapie angesprochen? Du schreibst "wahrscheinlich wird es hiessen, ich arbeite nicht mit", das klingt für mich, als wüsstest du noch gar nicht, was dein Therapeut oder deine Therapeutin sagen wird. Und wenn du sagt, dass niemand merkt, dass du nicht anders kannst, vielleicht solltest du das ganz klar und deutlich sagen. Das ist schwer, wenn man keine Kraft hat, aber für die Therapie sollte man denk ich die letzte Kraft zusammenkratzen. Denn eine eine gute Therapie lebt meiner Meinung nach davon, dass man den Therapieprozess gemeinsam reflektiert und beide Parteien sagen, was sie stört. Dass das nicht immer leicht ist, ist klar. Wenn es nicht klappt und man trotzdem nicht weiter kommt, kann man immer noch einen Therapeutenwechsel machen, aber man hat sich und seinem Therapeuten/seiner Therapeutin zumindest die Chance gegeben, den Konflikt auszutragen. Also ich wünsch dir, dass du nicht den Kopf in den Sand steckst. Obwohl ichs im Sand immer ganz gemütlich finde...dunkel und sicher. ^^ Aber die Sehnsüchte bleiben unerfüllt *seufz*.

Liebe Grüße,
Shateka

emmasmum

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Dienstag, 10. Januar 2012, 19:34

schönen abend an alle!

wisst ihr, ob ich fürs erste etwas rezeptfreies aus der apotheke bekomme, das meine stimmung etwas aufhellen könnte? aber außer johanniskrauttee wohl nix und von dem musst erst mal so 100 l trinken, bis er wirkt, oder? ;-) glg

Chaosprincess Yrla

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Dienstag, 10. Januar 2012, 20:58

Ich merke auch bei mir das meine ES und Depression in Zusammenhang stehen.. Bei Depressiven Phase überesse ich immer..
Gehts mir gut und habe Kraft überesse ich niemals.
Schön, daß Du Deine große Liebe getroffen hast.. :wseufzer: und diese Dir auch sehr beisteht...

Liebe Grüße
Yrla
Is(s) doch:
Und: Wer Tippfehler findet, darf sie behalten
By the way: Be yourself, no matter what they say...
Procrastination is the thief of time (Verschiebetaktik ist der Dieb der Zeit) :whip:

Sina

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Mittwoch, 11. Januar 2012, 19:25

@ emmasmum
Es gibt Johanniskraut auch in "hoher Dosierung" in Form von Tabletten, sowohl in Apotheken als auch in Drogeriemärkten.
Es gibt Menschen, denen das hilft, allerdings dauert es einige Zeit, bis die Wirkung einsetzt. Jedenfalls ist die Wirkung deutlicher spürbar als bei Tee. Bei ner stärkeren Depression wirkt es meiner Erfahrung nach aber nicht.

Ansonsten können Dir die Homöopathie- und Bachblüten-Kenner hier bestimmt was empfehlen?

Und so blöd es klingt: Auch im Winter ist es möglich, die Stimmung durch viel "Licht-Tanken" beim Spazierengehen aufzuhellen. Ist natürlich schwierig, wenn erstmal der Antrieb so im Keller ist, dass dafür keine Kraft mehr da ist. Oder ne Tageslichtlampe kaufen (allerdings sehr teuer). Manchmal können Schlappheitsgefühle auch an gewissen Mangelzuständen liegen (z.B. Eisen), was sich dann evtl. über die Ernährung ausgleichen lässt (womit ich NICHT meine, bloß auf FAs verzichten!). Aber auch da wäre es sinnvoll, das medizinisch abklären zu lassen. Und wenn Du das Gefühl hast, Du kannst echt nicht mehr weiter, solltest Du sowieso zum Arzt.

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