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  • »Scherbendschungel« ist der Autor dieses Themas

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Sonntag, 13. November 2011, 22:25

Warum werde ich nicht satt!

Hallo da bin ich also und werde mal bissel "Senf" da lassen. ;)



Seit dem 10.11.2011 arbeite ich nun regulär wieder in der Küche.Das Problem dort ist nicht unbedingt das ich da ständig mit Nahrung in Kontakt komme,sondern,das ich kaum oder keine Zeit für Pausen habe und das Essen erst nach der eigentlichen Arbeit zu Hause beginnt.Ich habe es mittlerweile geschafft mich nicht mehr dauernd ablenken zu lassen von Fernsehn oder ähnlichem,weil ich dann unkontrolliert esse und alles in mir verschwindet,was ich finde.Beginne mit einem Stück Schocki und wenn ich hinseh ist die Tafel weg,ohne das ich gemerkt hätte das ich gegessen habe.Wenn es was Süßes gab,muss hinterher was Herzhaftes ran,oder Salziges.Essen funktioniert bei mir immer wieder als Problemlöser und Tröster.Manchmal auch zum bestrafen für Irgendwas.Dann sendet der Kopf an den Magen Hunger,obwohl es mir bereits Unterkannte Unterlippe steht.Könnte man dann einfach kotzen gehen,wäre alles paletti,doch was einmal drin ist,will dort bleiben und ich leide Qualen,weil ich weder sitzen noch liegen kann.Bisweilen hilft ein wenig herum gehen.Natürlich kommt schlechtes Gewissen auf und die Frage nach dem Warum?! Warum aß ich so viel,das es weh tut?Warum mache ich mir riesige Mengen,das ich erst recht dazu verleitet werde mich zu überfressen?!Wieso sendet der Kopf weiter essen,wenn ich selbst merke,es passt nichts mehr rein und ich esse noch einen Bissen und noch einen und noch einen....

Früher hatte ich kein Sattgefühl,das kam erst vor ein paar Monaten wirklich wieder.Das eigentliche Dilemma liegt in meiner Kindheit.Mein Stiefbruder verunglückte mit 18 Jahren tödlich.Er war eine Bezugsperson für mich und als er plötzlich nicht mehr da war,fiel ich in ein schwarzes Loch.Meine Mutter ließ ihren Schmerz und alles Andere an mir aus und ich machte mich "unsichtbar",um ihr keinen weiteren Kummer zuzufügen.Woher sollte ich wissen,das ich nicht schuld daran war,was geschehen war,mit damals 8 oder 9.Sie hat mich immer spüren lassen,das ich nicht gewollt war und weil ich nun mal unterwegs war und kein Junge,hatte ich eben Pech.Denn als Bub,hätte ich es um einiges leichter gehabt,aber das ist eine andere Geschichte.

Seit damals,ist Essen das einzige was mich nicht verurteilt,liebevoll auffüllt und Befriedigung schenkt.Die eine Partnerschaft die ich hatte,löste die ersten massiven Fressattaken aus.Süßes in rauen Mengen,bis mir speiübel war,nach kurzer Zeit,wenn der Blutzuckerspiegel stark abfiel und der "Entzug" einsetzte war der Absturz schrecklich.In der Pupertät und Jugend,wo die Anderen erste Erfahrungen mit dem Gegengeschlecht machten,war ich Aussenseiterin und einsam,also aß ich.

Das zieht sich bis in die Gegenwart,nur mit dem Unterschied das ich nun Diabetes vom Vater vererbt bekommen habe.Normalerweise würde man dann denken,das ein Umdenken stattfindet,nicht so bei mir.Durch die Tabletten die ich nehme unterzuckere ich nicht und das ist quasi wie ein "Freifahrtsschein" und ich esse genauso stark Süßes wie gehabt.

Es wird zwar gesagt,das Schockolade nicht süchtig macht,doch es ist bei mir wie bei einem Junkie,ich ziehe regelrecht los um mir meinen "Stoff" zu besorgen.Es existiert bloß diese eine Willensstärke,ich brauche Schockolade und zwar sofort.

Das Thema Essen ist zwar jetzt nicht mehr der einzige Gedanke den ich habe und er nahm früher einen viel größeren Stellenwert ein als heute,jedoch kann ich ihn genauso wenig für alle Zeit,aus meinem Gedächtnis verbannen.

Na ja,nun habe ich genug über Essen geschrieben und es isst Zeit zu Bett zu gehen.



bis demnächst und winke winke
der Zufall ist die Maske des Schicksals,wenn es nicht erkannt werden will.

Petrus

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Montag, 14. November 2011, 06:18


Es wird zwar gesagt,das Schockolade nicht süchtig macht,


ALLES kann süchtig machen, Dschungel. Wenn ich auf Suchtdruck stehe, überesse ich mich an allem, und natürlich habe ich da Lieblingslebensmittel, mit denen andere ganz toll umgehen können. ICH aber nicht... Und gerade die Sch*k*laden-Sucht kenne ich von mehreren Menschen her, ich selbst stehe eher auf salz*g/fett*g.

Du hast ein sehr schweres Leben gehabt. Besonders der Verlust des Bruders und die schlimme und verantwortungslose Reaktion Deiner Mutter. Wie kann man nur einem 8jährigen Kind das alles aufladen? Ich kriege Zorn, wenn ich das nur lese...

Fühl Dich hier bei uns wohl; viele Grüsse

Petrus
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lols

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Montag, 14. November 2011, 08:55

Oh doch, Essen kann süchtig machen, zwar nicht körperlich, aber psychisch schon.
Mir hat mal einer gesagt, Sucht kommt von suchen, ich weiß manchmal nicht was ich suche aber der Such(t)druck ist manchmal enomr!

LG lols
Geduld bringt die Leichtigkeit zwischen den Schritten.

Petrus

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Montag, 14. November 2011, 09:08

Oh doch, Essen kann süchtig machen, zwar nicht körperlich, aber psychisch schon.


Liebe los,

ich denke, dass sich da auch körperlich etwas im Gehirn verändert. In der TV-Reportage mit Tobias wurde das ja auch angedeutet bei der Frau aus USA. Leider wurde das nicht näher erklärt, aber ich habe so etwas auch schon mal gelesen. Man ist dann zwar nicht körperlich süchtig nach einem bestimmten Lebensmittel, aber nach "Essen", das bei Süchtigen viel mehr Dopamin im Gehirn ausstossen lässt als bei Nichtsüchtigen. Oder so ähnlich...

Lieben Gruss

Petrus
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Montag, 14. November 2011, 09:28

empathy Hallo Scherbendschungel,

das war sicher eine schreckliche Kindheit. Und Süchte können sich auch später noch manifestieren. Als Kind ist man unglücklich, als Erwachsene ist man süchtig. Wenn Du weißt, worum es sich handelt, was die Sucht ausgelöst haben könnte, wärst du einen Schritt weiter, und könntest da anknüpfen mit der Frage: "Was würde mir wirklich helfen?" Das herauszufinden, ist nicht leicht, da braucht man oft therapeutische Hilfe. Ich wünsche dir, dass du deine Antworten findest und eine andere Lösung annehmen kannst als die Schockis. Ich weiß natürlich sehr gut, wie schwierig es ist, sich von alten Verhaltensmustern zu lösen. Man muss mühsam lernen, Alternativen anzunehmen, wie beispielsweise nach schöner Musik zu tanzen oder Baden zu gehen. Vielleicht gibt es auch für dich so etwas wie eine Alternative?
__________________

Liebe Grüße

Bipolarbärchen



Ich möchte ein Eisbär sein,

im kalten Polar,

dann müsste ich nicht mehr schrei'n,

alles wär so klar.

Malin

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Montag, 14. November 2011, 09:28

Ja, ich glaube das auch, hat auch mit dem "belohnungszentrum " zu tun...
Und da zuerst die befriedigung/ lust am essen steht und erst dann später die konsequenzen, ist man getrieben, ersteres zuerst zu bedienen - oder so.

Viva

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Montag, 14. November 2011, 10:25

Mir hat mal einer gesagt, Sucht kommt von suchen, ich weiß manchmal nicht was ich suche aber der Such(t)druck ist manchmal enomr!
Das möchte ich mal aufgreifen!

Such(t)druck... wenn ich es mal unter dem Aspekt "suchen" betrachte eine Frage:

Geht ihr auf die Suche nach Essen wenn nichts in greifbarer Nähe ist, ihr aber vermutet, es könnte sich irgendwo etwas in der Wohnung befinden, versteckt in irgendwelchen Schränken?
Würdet ihr extra losfahren/gehen um Essen zu besorgen, egal zu welcher Uhrzeit?

LG, Viva

lols

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Montag, 14. November 2011, 10:56

Geht ihr auf die Suche nach Essen wenn nichts in greifbarer Nähe ist, ihr aber vermutet, es könnte sich irgendwo etwas in der Wohnung befinden, versteckt in irgendwelchen Schränken?


Ja und irgendwas findet sich immer im Schrank, was ich irgendwie zubereiten kann oder so. Aber es ist erfüllt nicht so sehr den Zweck wie meine "Suchtlebensmittel".

Würdet ihr extra losfahren/gehen um Essen zu besorgen, egal zu welcher Uhrzeit?


Das mache ich ganz ganz selten. Früher irgendwie öfter, als ich mir meiner Sucht noch nicht so bewusst war. Aber heute ist diese Schwelle so hoch, dass ich mich dann eher anders runterreguliere bevor ich mich nochmal aus dem Haus bewege.

LG lols
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Viva

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9

Montag, 14. November 2011, 11:19

Ja und irgendwas findet sich immer im Schrank, was ich irgendwie zubereiten kann oder so. Aber es ist erfüllt nicht so sehr den Zweck wie meine "Suchtlebensmittel".
Zubereiten... dazu hätte ich bei einem akuten FA gar nicht die Zeit und Geduld! 8|

Hast Du Dir eine Liste für Deine persönlichen "Suchtlebensmittel" gemacht? Und vermeidest Du es auch konsequent, diese zu kaufen und zu essen?

Ich frage das, weil ich gerade versuche, mich "einzuordnen"... also wenn ich zu neugierig bin dann entschuldige bitte und sag mir das, ok? ;g)

lols

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Montag, 14. November 2011, 11:35

Trigger Lebensmittel werden genannt!

Du bist nicht zu neugierig!

Also wenn gar nichts anderes da ist dann mache ich mir eine Brühe, Nudeln mit Ketchup oder so. Ich bin aber auch nicht der Typ, der sich innerhalb kürzester Zeit große Menge von Lebensmitteln reinstopft, sondern ich stopfe eher kontinuierlich über einen längeren Zeitraum (meistens am Abend, manchmal aber auch über den ganzen Tag) Dinge rein, also muss es nicht so furchtbar schnell gehen, also irgendwas lieblos warm machen oder was schnelles zubereiten geht.

Ich habe keine Liste von Lebensmitteln gemacht, bei sind es hauptsächlich Süßkram und Chips und ich vermeide es Vorräte davon im Haus zu haben. Kaufe ich nur, wenn es mir schlecht geht und ich es nicht schaffe andere Dinge zu tun, damit es besser wird, dann ist der Einkauf schon Teil des Essanfalls.
Hatte dadurch, dass ich diese Lebensmittel nicht im Haus hatte und durch Therapie auch längerel Phasen ohne Überessen. Aber immer wieder denke ich dann, jetzt geht´s Dir so gut, jetzt kannste mal wieder Dinge im Haus haben, kannst Du normal essen. Das ist meist der Anfang einer Über-Essphase. Ich schaffe es dann einige Tage wirklich verträgliche Mengen zu essen, dann werden die Portionen schleichend größer.
Ich muss aber auch, um mich nicht völlig in den Suchtdruck reinzusteigern irgendwas Leckeres (vor allem scholokadiges) im Haus zu haben und was wunderbar funktioniert ist Eis. Daran habe ich mich noch nie überessen, aber es befriedigt Lust nach Süßem...

Frag mir gerne Löcher in Bauch, was ich nicht beantworten will beantworte ich dann nicht, aber es ist erlaubt alles zu fragen!


LG lols
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Montag, 14. November 2011, 11:47

Achtung Trigger, nenne ebenfalls Lebensmittel

Also wenn gar nichts anderes da ist dann mache ich mir eine Brühe, Nudeln mit Ketchup oder so. Ich bin aber auch nicht der Typ, der sich innerhalb kürzester Zeit große Menge von Lebensmitteln reinstopft, sondern ich stopfe eher kontinuierlich über einen längeren Zeitraum (meistens am Abend, manchmal aber auch über den ganzen Tag) Dinge rein, also muss es nicht so furchtbar schnell gehen, also irgendwas lieblos warm machen oder was schnelles zubereiten geht.
Dann bin ich eher das Gegenteil. Kurzer Zeitraum - viel essen! Ich hab auch eigentlich nie viel Zeit zum überessen, denn ich esse heimlich und fast ausschließlich dann, wenn weder mein Mann noch mein Sohn im Hause sind! Ich muß also Gelegenheiten nutzen und da ist es am einfachsten irgendeine Packung aufreißen, daß maximalste sind noch selbstzubereitete Sandwiches.
Ich habe keine Liste von Lebensmitteln gemacht, bei sind es hauptsächlich Süßkram und Chips und ich vermeide es Vorräte davon im Haus zu haben. Kaufe ich nur, wenn es mir schlecht geht und ich es nicht schaffe andere Dinge zu tun, damit es besser wird, dann ist der Einkauf schon Teil des Essanfalls.
Hatte dadurch und durch Therapie auch längerel Phasen ohne Überessen. Aber immer wieder denke ich dann, jetzt geht´s Dir so gut, jetzt kannste mal wieder Dinge im Haus haben, kannst Du normal essen. Das ist meist der Anfang einer Über-Essphase. Ich schaffe es dann einige Tage wirklich verträgliche Mengen zu essen, dann werden die Portionen schleichend größer.
Ich muss aber auch, um mich nicht völlig in den Suchtdruck reinzusteigern irgendwas Leckeres (vor allem scholokadiges) im Haus zu haben und was wunderbar funktioniert ist Eis. Daran habe ich mich noch nie überessen, aber es befriedigt Lust nach Süßem...
Ich würde es auch lieber vermeiden, Süssigkeiten im Haus zu haben.
Leider geht das nur schlecht, weil Mann und Kind ab und an mal was davon
wollen. Außerdem gibt es immer wieder die Omas, die reichlich von dem
Zeug anschleppen. Auch wenn ich schon sooo oft gesagt habe, sie sollen
lieber was anderes kaufen oder wenn´s denn unbedingt eine Zuwendung sein
soll, dann viell. einen Zuschuß zum Taschengeld oder eben ganz einfach
ZEIT. Aber irgendwie werde ich da zuerst belächelt und dann ignoriert...
?(

Mir
geht´s wie Dir, bei längeren "guten" Phasen denke ich auch - jetzt
könnte man mal wieder was vorrätig haben. Meist lässt dann der nächste
FA nicht lange auf sich warten :(
und so habe ich jetzt rigoros alles ausgeräumt und meinen Mann und Sohn
gebeten, "ihre" Süssigkeiten an meinem mir unbekannten Ort zu
deponieren. Bei mir reicht "aus den Augen - aus dem Sinn". Ich gehe
nicht im Haus auf Suche (daher auch meine Frage zuvor).

Für mich
möchte ich mir für den Anfang eine Liste machen mit meinen
"Suchtlebensmittel". Ich denke das könnte mir helfen. Die würde ich -so
gut es geht- dann vermeiden. Sollte dann aber doch mal die Lust auf
einen Schokoriegel oder dergleichen mich ereilen, kann ich ja um EIN
STÜCK aus dem Vorrat meiner Männer bitten...

Soweit die Theorie!

Eis z.B. oder auch Schokolade sind jetzt für mich auch gar nicht so die Bringer. Daran alleine könnte ich mich nie überessen. Ich brauche was mit viel Substanz, eher herzhaftes u. fettiges. Schoki und Eis wären höchstens noch der krönende Abschluß (oder Zwischenhappen, je nach Schwere des FA)
Frag mir gerne Löcher in Bauch, was ich nicht beantworten will beantworte ich dann nicht, aber es ist erlaubt alles zu fragen!
Danke, das werde ich machen ^^

LG, Viva

Petrus

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Montag, 14. November 2011, 11:49


Also wenn gar nichts anderes da ist dann mache ich mir eine Brühe, Nudeln mit Ketchup oder so. Ich bin aber auch nicht der Typ, der sich innerhalb kürzester Zeit große Menge von Lebensmitteln reinstopft, sondern ich stopfe eher kontinuierlich über einen längeren Zeitraum (meistens am Abend, manchmal aber auch über den ganzen Tag) Dinge rein, also muss es nicht so furchtbar schnell gehen, also irgendwas lieblos warm machen oder was schnelles zubereiten geht.


Ja, mir geht es auch so, lols. Ich habe in meiner "Karriere" vielleicht 3 oder 5 "Essanfälle mit Riesenmengen" gehabt, wo ich dann 15000 K*l*rien oder so verschlungen habe. Das ist aber seit einigen Jahren nicht mehr gewesen, soweit ich mich erinnere. Ich esse über den ganzen Tag verteilt, so 6-10 "normale" Mahlzeiten und zwischendurch auch noch "eine Kleinigkeit". Ich muss dauernd was zu kauen haben... Schrecklich. Aber da ich keine "Essattacken" in dem Sinne habe, dass ich mich wahllose vollstopfe bis zum Platzen, nenne ich mich selbst auch nicht Binge-Eater, sondern esssüchtig. Mein "Level" muss immer "stimmen", wie bei einem Alkoholiker, der sich nicht sinnlos besäuft, sondern ständig eine "normale" Menge Alkohol trinkt.

Ich habe eine Lebensmittel-Liste im Kopf, da sind die LM gespeichert, die mir nachweislich nicht gut tun. Und die esse ich besonders gerne, wenn ich in der Suchtspirale hänge :-(

LG

Petrus
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Irgendeine

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Montag, 14. November 2011, 20:46

---Vorsicht---ich nenne Lebensmittel---


Losfahren um Essen zu kaufen?

Ohja, das habe ich alles gemacht. Wie auf Entzug bin ich los, manchmal habe ich mich den halben Abend gequält, weil ich ja eigentlich nichts essen wollte und bin dann kurz vor Ladenschluß (und leider hat ein Supermarkt bei uns inzwischen bis 22h geöffnet) doch noch los. Traf dort viele merkwürdige Gestalten, die mich zusätzlich 'runterzogen. Ich, die Mitten im Leben steht, die beruflich eine Entscheidungsträgerin mit Personalverantwortung ist, steht das Nächtens in einem Schmuddel-Supermarkt und kauft Massen von ungesundem Zeug.

Oder ich habe auf dem Heimweg gleich mehrere Läden angesteuert, um mir mein "Zeug" zusammen zu kaufen. Habe mich zu sehr geschämt alles in einem Laden auf das Laufdand zu legen. Habe auch unverfängliche, gesunde Sachen mitgekauft (die ich zu Hause weggeworfen habe), damit das nicht so auffällt.

Zuweilen habe ich sogar meine Tochter losgeschickt, die das gar nicht wollte. Habe sie so lange "bearbeitet" bis sie ganz entnervt meinem Wunsch entsprochen hat. Auf dieses Kapitel meiner "aktiven Zeit" blicke ich mit dem allergrößten Grausen und sehr großen Schuldgefühlen zurück.

Natürlich habe ich in Zeiten, Sonntags z.B., wo ich wirklich nichts Essbares mehr im Hause hatte, alles gefressen, was ich in meinen Küchenschränken finden konnte. Wirklich alles, Zucker, trockene Nudeln, Klößchen-Pulver und, und, und - roh oft aus dem Grund, weil ich nicht warten konnte, bis ich die Sachen zubereitet hatte.

Ich habe aus dem Müll herausgefischt, bin in der Firma länger geblieben, um mich dort an der öffentlichen Nasch-Ecke zu vergehen, habe sogar aus dem Kühlschrank dosiert von den Dingen der Mitarbeiter "geklaut" oder mir massig Zuckerwürfel reingehauen.

So habe ich gefressen und gefressen. Seltenst fing es morgens schon an, häufiger mittags, spätestens abends war es aber wirklich zu spät für jegliche Zurückhaltung. Ich habe gegessen, bis ich beim besten Willen nicht mehr konnte, hatte starke Magenschmerzen, körperlich ging es mir extremst schlecht. Aber aufhören? Das habe ich nicht geschafft. Der Abend endete mit dem Versprechen an mich selbst, dass ich morgen aufhören werde, und am nächsten Tag ging es wieder von vorne los

Wenn ich an die Zeit zurückdenke...es war sooo unendlich schrecklich!!

Der Grund für dieses unnatürliche Verhalten wird wohl zum einen die Gewohnheit (Trost und Belohnung mit Essen), körperliche Mechanismen (Insulinfalle) und die Sucht sein. Man fühlt sich so machtlos und ist es in so einer Phase ja auch.

Ich bin so dankbar, dass diese Zeit hinter mir liegt - und ich fühle mit jedem von Euch, der gerade Mitten in so einer Phase steckt.

Wirre Gedanken, entschuldigt.

Liebe Grüße
Irgendeine
Wenn Du ein Gespenst siehst und davor wegläufst, verfolgt es Dich. Wenn Du aber darauf zugehst, verschwindet es. (aus Irland)

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Glück ist nichts Vorgefertigtes - es entsteht aus deinem eigenen Tun. (Dalai Lama)

Leilah

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Dienstag, 15. November 2011, 06:52

Ich kann Irgendeines Thread nur mit unterschreiben....

Was ich schon alles ekliges getan habe um an Essen zu kommen ... bin nachts sogar 100 km gefahren zu Autobahnraststätten damit mich ja keiner wieder erkennt, nachdem ich hier alle supermärkte durchhatte...Essen von Kollegen geklaut...Puddingpulver gegessen...etc...

So schlimm war das nicht mal in meinen Bulimiezeiten...

Irgendwann hat sich das aber geändert eher in einer dauerhaftes Überessen....

Leilah
Meine Seele passt in keine Schublade

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