Sie sind nicht angemeldet.

[Frage] Lipödem

1

Dienstag, 26. Juli 2011, 22:35

Lipödem

ich seh grad auf sat1 nen beitrag über Frauen mit Lipödem.
Kennt sich jemand damit aus?

Also das man durch übergewicht schwaches Bindegewebe verstärkt
allein durch den Stoffwechsel ist klar.
Was mir persönlich aber sorgen macht und auch schon aufgefallen ist, das es bestimmte Stellen an mir gibt, die mittlerweile extrem schmerzempfindlich sind
damit mein ich wirklich, jemand brauch mich anstubsen und ich fühl mich, als wär ich gegen ne schrankkante gelaufen

:-/ jetzt hab ich Angst
Gruß
Shiva

2

Dienstag, 26. Juli 2011, 23:14

Hi Shiva,

hab auch schon mal nen Bericht auf Stern.TV gesehen. Hab damals auch erstmal total schiss bekommen, weil ich ständig blaue Fleckenan den Beinen hab.
So wie sich's liest warst deswegen noch nicht beim Arzt. Wenn du Probleme damit hast, mach einfach nen Termin beim Hausarzt aus, kann ja auch etwas anderes sein (Venen, Wasser in den Beinen, etc.)
Ich finde als Laie kann man schwer entscheiden ob's nur schwaches Bindegewebe oder ein Lipödem (geschädigtes Bindegewebe) ist, soweit ich damals mitbekommen hab, tun sich da sogar die Ärzte schwer, bzw. wird gerne nicht erkannt.

Wenn du schmerzhafte Stellen an den Beinen hast, solltest du es so oder so mal anschauen lassen, den "Verdacht" kannst du ja auch gleich mit angeben.

Solche Beiträge verunsichern doch immer, und wenn man an den Stellen schon an sich selber bemerkt hat, umso mehr.

Lass dich nicht verunsichern. empathy

LG
Mylife

3

Mittwoch, 27. Juli 2011, 05:37

Halllo Shiva,

ich glaub ich hatte das hier schonmal reingestellt oder es war ein anderes Forum...

Ich habe ein Lipödem, an den Oberschenkeln - nicht so massiv extrem wie gestern im Fernseh, aber es langt um meine Arthrose an den Knien zu verstärken (das Gewebe drückt auf die Kniescheiben). Wichtig ist wenn du den Verdacht hast, geh zu einem wirklichen FACHARZT für Lipödeme...ich bin seid 10 Jahren bei einem Venenarzt gewesen wegen einer Lungenembolie und dem ist das nicht aufgefallen, erst ein Lympharzt sah es. Ich habe anfangs gewickelt und Lymphdrainagen bekommen, was Abhilfe brachte. Bei mir konnte mit gezieltem Sport gerade die Muskulatur aufgebaut werden, die immer den Druck aushalten muss...obere Oberschenkel und Kniemuskulatur...sodass nach ein paar Monaten der Druck auf die Haut und die Knie nachlies...allerdings gibt es immernoch Phasen wo eine Berührung unangenehm ist oder die Knie nochmehr Schmerzen. Meine Mutter und meine Cousine haben das auch. Meine Schwester würde ich vermuten auch (schwer zu sagen, wenn man immer sehr dürr war), sie hat keine richtigen Fesseln am Knöcheln und die unterschenkel schwellen bei ihr an.

Achja "lieb zu mir zu sein" hat extrem geholfen, diese Stellen am Körper zu "bemuttern"...ich creme die Beine täglich ein, weil ja auch die Haut drunter leidet...sie wird so trocken stumpf irgendwann und pickelig...als wenn man dihydriert ist....wenn man die haut immer soft hält, kann es sein dass man nicht mehr so emfpindlich ist was den schmerz betrifft bei berührungen.

Ich würde defenetiv sagen, ein hartnäckig bleiben hilft. Meine Cosuine bekam erst nach dem 5. Arzt Lymphdrainagen verschrieben obwohl es bei ihr eher so ausgeprägt ist wie in dem beitrag an den Beinen und es "ein blinder mit dem krückstock" sieht.

Wenn du noch Fragen hast, bitte fragen

Leilah
Meine Seele passt in keine Schublade

4

Mittwoch, 27. Juli 2011, 08:31

[Frage] Lymphödem

Mich würde interessieren, wovor du genau Angst hast? Dass du Dauerschmerzen hast, dass du irgendwann schlimm aussiehst dadurch ?
Meine Seele passt in keine Schublade

5

Mittwoch, 27. Juli 2011, 08:35

beides ^^ das mir das über den Kopf wächst.
aber ich weiß ja noch gar nicht ob es das ist.

Woran hast du bemerkt das es das ist? oder wodurch hattest du den verdacht?
Gruß
Shiva

6

Mittwoch, 27. Juli 2011, 08:50

Also eigentlich hatte ich gar keinen Verdacht...ich dachte naja bin halt speckig, liegt in der Familie...dass ich sehr schnell blaue Flecken bekam oder ich dicke Knie hatte, hab ich eher auf meine Gewichtsschwankungen geschoben. Dass da was ist, hab ich nicht gedacht, schließlich war ich ja bei einem Venenarzt in Dauerbehandlung. Dann hab ich aber den Arzt gewechselt, der Venenarzt war gleichzeit Lymphologe (oder wie das heisst) und der meinte dann plötzlich "haben sie noch ein rezept für die lymphdrainassage oder brauchen sie eins" und ich nur "öhm für was"...und er "na für ihr lipödem"....was es für eine einschränkung war, hab ich eigentlich erst gemerkt nach den ersten terminen zur drainage...meine knie flutschten plötzlich wieder so und der andauernde Dauerschmerz, den ich jahrelang für venenschmerzen hielt und weshalb ich nach der embolie die panik hatte, waren im Grunde "nur" das Lipödem. Mein neuer hautarzt vor ein paaar Wochen sah das auch gleich beim Leberfleck schauen (wo ich echt mal sagen kann, dass es wohl doch noch gute ärzte gibt :rolleyes: )

Wenn du das Gefühl hast, dass es das sein könnte, dann such dir einen Arzt. Es gibt so viele Stadien und nicht jeder sieht so aus wie bei der einen Frau im Fernseh. Ich bin immernoch froh, dass es nichts mit den Venen zu tun hat - da ertrag ich das "geschwabbel" und die "Kraterlandschaft" gerne. Die strumpfhose habe ich durchs Muskeltraining übrigens nur noch auf bestimmte anlässe reduzieren können, im Alltag brauch ich sie nicht mehr, nur wenn ich im Rahmen meiner Dozententätigkeit den ganzen Tag stehe ohne viel Bewegung, dann merk ich wie meine knie "verschwinden" und der druck auf die Knie schlimmer wird, und da trag ich dann die Strumpfhose.

Leilah
Meine Seele passt in keine Schublade

Irgendeine

unregistriert

7

Donnerstag, 28. Juli 2011, 21:00

Damit kenne ich mich von "berufswegen" aus und kann bestätigen, dass es bei den Krankheitsbildern Lipödeme, Lip-Lymph-Ödemen oder Lymphödemen sehr, sehr viel Durcheinander gibt. Sei es auf Seiten der Ärzteschaft, auf Seiten der Betroffenen, in deren Foren und natürlich in den Medien. Viele wissen wenig oder nichts, aber man kann ja trotzdem etwas dazu sagen, wird schon nicht schaden. Oder so...

Es gibt ja auch noch die Lipohypertrophie und Veräderungen, die "einfach" durch Übergewicht bedingt sind.

Leider kann ich recht ärgerlich werden, wenn ich wieder 'mal Halbwahrheiten mitbekomme, die im Fernsehen groß als Wahrheit zur Schau gestellt werden.

Aus meiner Erfahrung heraus denke ich, wahrlich nicht jede Frau, die ein Lipödem hat wird entsprechend behandelt, aber ich vermute inzwischen auch sehr stark, dass nicht jede Frau, die auf ein Lipödem hin behandelt wird, auch tatsächlich eines hat.

8

Sonntag, 25. März 2012, 18:43

Seltsam, dass mir dieser Thread durch die Lappen ging.

Denn ich vermute stark, dass bei mir ebenfalls ein Lipödem vorliegt, bzw. habe schon diese Diagnose von einem Arzt bekommen. Dem traue ich jedoch kein Stück mehr über den Weg, weil es ein Geldabzocker ist und irgendwie jeder dort wohl ne ganze Menge bekommt... X(

Deshalb will ich eigentlich das noch von einem anderen Arzt abklären lassen. Doch ich weiß nicht genau, wie ich einen finden soll. Kennt jemand zufällig in Mannheim, Karlsruhe und Umgebung jemanden, der sich da auskennt und auch noch in absehbarer Zeit Termine in Randzeiten (morgens, abends) hat???

9

Freitag, 3. August 2012, 10:55

Also, der Beitrag ist zwar schon alt, aber dennoch aktuelle.

Bei mir wurde letztes Jahr, von zwei unterschiedlichen Ärzten, ein Lipödem an Beinen und Armen festgestellt. Ich selbst fühle mich damit auch total überfordert und weiß gar nicht so recht, was ich als erstes angehen soll. ES?Lipödem?Depri? Klar hängt es alles irgendwie zusammen, aber durch die Angst, die Kontrolle zu verlieren, stehe ich mir selbst im Weg und komme nicht weiter. Eigentlich muss man Kompressionsstrümpfe tragen. Ein Rezept habe ich auch. Aber ich habe so Angst davor die Strumpfhosen anzuziehen, allein nach den Berichten bei Stern.tv habe ich einfach Angst, mich danach noch mehr zu hassen. Ich war letztens wegen einer anderen Sache im Sanitätshaus, die Dame war super nett und meinte ich soll erst mal mit so Kniestrümpfen anfangen, damit ich mich erst mal daran gewöhne. Hatte ihr eben auch gesagt, das ich ziemlich labil bin und ich einfach Angst habe, das diese doofe Sache mich jeden Tag auf´s neue runterzieht.

10

Donnerstag, 8. November 2012, 22:58

Ich war vorgestern bei einem anderen Arzt gewesen, der die Diagnose bestätigt hat. Jetzt gibt es Entstauungstherapie.

Doch obwohl ich eigentlich einen sehr guten Eindruck hatte, hat sich dieser leider gestern am Telefon geändert. Ich hatte nochmal angerufen, ob evtl auch eine stationäre Enstauung in einer Reha-Klinik möglich sei - da wurde er richtig pampig und sauer (wie könnte ich ihn und seine Meinung anzweifeln). Ich habe es auch nicht so geschickt gemacht, aber sowas fällt mir leider sehr schwer. Auf jeden Fall hat das aufkeimende Vertrauensverhältnis einen ganz schönen Knacks bekommen (bin auch grad wieder sehr, sehr down und recht empfindlich).

Bin noch ein wenig unschlüssig, wie das so weitergeht. Aber ich werde wahrscheinlich diese ambulante Therapie machen, danach Kompressionsversorgung (KEINE Kniestrümpfe, da diese nichts nützen, wenn das Lipödem am OS vorliegt). Und ich werde mir einen anderen Hausarzt suchen (mit dem alten komm ich auch nciht recht klar) und diesen auf das Adipositasprogramm der Klinik ansprechen - vielleicht komme ich so besser hinein...

Hat jemand Erfahrungen hier?

Schnipsi

unregistriert

11

Freitag, 9. November 2012, 11:57

Und ich werde mir einen anderen Hausarzt suchen (mit dem alten komm ich auch nciht recht klar)
Ich finde das absolut gut. Wenn der Arzt einen nicht ernst nimmt, ist das echt blöd. Ich hatte so eine Situation auch schon öfter und kann dir das nur empfehlen. Manche Ärzte sind einfach so teilnahmslos und halten einen für unwichtig...

Such dir schnell nen neuen!!!

Zurzeit ist neben Ihnen 1 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

1 Besucher

Thema bewerten