Hallo Petrus!
Erst mal danke für Deine ausführliche Antwort! (Und natürlich habe ich mich mal wieder schlecht/unzureichend erklärt

...)
> Wichtig wäre es, den HbA1c zu wissen. Den muss jeder Diabetiker kennen, egal, ob insulinpflichtig, medikamentenflichtig oder "nur diättherapiert".
Mein HbA1c war bei der letzten Blutabnahme (deren Ergebnis mir die Ärztin eben letzte Woche mitgeteilt hat) bei 10 (kommanochwas - mit einem Nüchternblutzucker von über 300). Davor hatte ich eigentlich immer zwischen 6,5 und 7,5, also eine deutliche rapide Verschlechterung

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> Was für ein Mediment (Wirkstoff) ist das?
Das Medikament heißt Novonorm und der Wirkstoff Repaglinid. Davor habe ich "nur" Metformin genommen.
> Wenn man das nicht anders in den Griff bekommt, MUSS Insulin gegeben werden, es sei denn, man riskiert, so richtig schwer krank zu werden.
An sich bin ich mir dessen bewusst, dass das Insulin ja nichts Böses ist, sondern mir helfen soll ... Aber es gibt mir eben das Gefühl, dass der Diabetes "gewonnen" hat - solange es "nur" Tabletten waren, war es "nicht so schlimm", und ich konnte mich noch an die Hoffnung klammern, dass es reversibel wäre, wenn ich es schaffen würde, abzunehmen ... (Dass ich das seit 4 Jahren nicht schaffe, ist wieder eine andere Geschichte

.) Ich weiß nicht, ob mein Gefühl da stimmt und es bei Insulingabe wirklich nicht mehr reversibel ist, selbst wenn ich abnehme, aber das ist eben meine Angst ...
> Ist denn SICHER, dass es sich bei Dir um einen Typ-II-Diabetes handelt und nicht um einen Typ-I ?? Wurde die Diagnose von einem Diabetologen bzw. einer Diabetologin gestellt oder vom Hausarzt/Hausärztin?
Ja, das ist sicher - der Diabetes wurde vor über 4 Jahren von meiner Hausärztin festgestellt, die mich an eine Diabetologin überwiesen hat (Uniklinik Bonn). Und bisher waren die Werte mit Metformin eben ganz okay, wenn auch nicht ideal ... Das wäre ja bei einem Typ I nicht der Fall gewesen.
> ??? Wenn Du nichts tust und alles laufen lässt, DANN tust Du den Eltern mehr an... Vor allem aber finde ich, solltest Du AN DICH denken, und nicht in erster Linie an Deine Eltern. Es geht um DICH, um DEINE Gesundheit, um DEIN Leben.
An sich logisch

... Man muss aber dazu sagen, dass meine Mutter vor kurzem im Abstand von 4 Monaten erst ihre Mutter, dann ihre Schwester verloren hat, was im Fall meiner Tante besonders schwer und belastend, um nicht zu sagen, traumatisch war (sie war ein ganzes Stück jünger als meine Mutter und es ist eine lange Geschichte, aber kurz gesagt starb sie an den Folgen einer von uns nicht rechtzeitig erkannten/unterschätzten Alkoholabhängigkeit und Depression

). Deswegen geht es meiner Mutter nicht sehr gut, und ich mache mir Sorgen um sie. Aber das ist insgesamt ein Problem, ich denke oft zuerst an andere und dann erst an mich, selbst wenn es um MICH geht ...
> ??? Was würde nichts bringen? Um was für eine stationäre
Therapie geht es?
Therapie der
Essstörung oder des Diabetes? Ich blicke da jetzt nicht ganz durch...
*rotwerd* Ich merke schon, ich hab' mich wirklich schlecht erklärt ... Ich warte derzeit auf einen Platz in einer Klinik für Essstörungen (Parkland-Klinik, falls Dir das was sagt). Ich denke, sie wird gemeint haben, dass das für den Diabetes nichts bringt, und da hat sie vermutlich recht, direkt bringt das nichts (auch wenn in der Klinik natürlich auch gesundes Essen und Bewegung auf dem Programm steht) - aber in dem Moment fühlte ich mich, als wollte sie sagen, auf das Psychische kommt's gar nicht an. Das tat weh, denn ich weiß und akzeptiere noch nicht so lange, dass das zu einem großen Teil eben ein psychisches Problem ist

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> Aber nochmal: Wenn Du das Essen nicht in den Griff bekommst, dann BITTE nicht zögern, Dich auf Insulin einstellen zu lassen (das wird entweder stationär gemacht oder in sehr guten Diabetologischen Schwerpunkt-Praxen). Lass Dich auch nicht darauf ein, dass Deine Hausärztin das macht, bestehe auf einer Überweisung zum Diabetologen!
Ja, mein Vater (der seit bald zehn Jahren Diabetiker ist und inzwischen auch insulinpflichtig) hat mir auch gesagt, ich soll auf den Diabetologen bestehen. Ich werde mir wohl ohnehin einen neuen Hausarzt suchen, weil ich mit ihr sehr unzufrieden bin - sie hat mir zum Beispiel auch nicht gesagt, dass ich durch das Novonorm in den Unterzucker geraten kann, wenn ich nicht rechtzeitig was esse (bei meinen momentanen, viel zu hohen Zuckerwerten allerdings noch ein eher kleines Risiko) ... Ich hoffe, dass ich einen finde, der sich mit Diabetes und Essstörungen besser auskennt oder zumindest bereit ist, sich mit mir eingehend zu unterhalten und mir Sachen zu erklären, statt mich mit einem Rezept und einem neuen Termin nach Hause zu schicken.
> Ich denke, einige hier wissen, wie Du Dich gerade fühlst. Es ist schrecklich, zu begreifen, dass man sich krank gegessen hat, dass die Sucht stärker ist als das Bedürfnis, gesund zu bleiben... Ich verstehe das sehr gut, ich habe mit fast zu Tode übergegessen...
Ich danke Dir dafür - das ist ein wirklicher Trost, denn auch wenn sich meine Eltern und Freunde sehr Mühe geben, mich zu verstehen, können sie das oft nicht wirklich nachvollziehen.
Entschuldige nochmal, dass mein letzter Beitrag etwas unvollständig und unzusammenhängend war - ich bin noch am Rausfinden, was hier im Forum okay ist und was nicht (Stichwort Zahlenangaben), und ich bin inzwischen auch etwas ruhiger und hab' mich diesmal hoffentlich besser erklärt

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Lieben Gruß,
Flower